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GP Bahrain 2013 (Ergebnis Rennen)

Vettel holt zweiten Saisonsieg für Red Bull

GP Bahrain 2013 Podium Vettel Räikkönen Grosjean Foto: xpb 50 Bilder

Sebastian Vettel hat den GP Bahrain mit einer überlegenen Vorstellung gewonnen. Der Deutsche sicherte sich den zweiten Sieg der Saison vor Kimi Räikkönen und Romain Grosjean im Lotus. Ferrari und Mercedes erlebten eine herbe Enttäuschung.

21.04.2013 Bianca Leppert

Sebastian Vettel stand zwar in der Favoritenliste für den Grand Prix von Bahrain relativ weit oben, dass er das Wüstenrennen am Ende so dominant und locker aus dem Ärmel gewinnen würde, hatte vorher aber wohl keiner gedacht. Die Longruns am Freitag hatten noch nicht besonders vielversprechend ausgesehen.

Doch am Sonntag (21.4.2013) fand die Konkurrenz kein Gegenmittel gegen den Weltmeister, der zugleich schnell und reifenschonend unterwegs war.  Nach 57 Runden rollte Vettel mit 9,1 Sekunden Vorsprung auf Kimi Räikkönen über die Ziellinie. Dritter wurde Räikkönens Teamkollege Romain Grosjean. Kurios: Im vergangenen Jahr sahen die Fans die selben drei Piloten in der gleichen Reihenfolge auf dem Podium.

Vettel dominiert in Bahrain

Dabei hatte das Rennen für Vettel nicht besonders gut begonnen: Am Start fiel er kurz auf Rang drei zurück, schnappte sich aber noch in den ersten Runden zuerst Fernando Alonso, dann auch Pole-Setter Nico Rosberg. Anschließend kontrollierte er das Rennen von der Spitze. Für Vettel ist es der 28. Sieg seiner Karriere. Seine WM-Führung baut er damit auf zehn Punkte Vorsprung auf Räikkönen aus.

"Es war ein fantastisches Rennen", sagte Vettel. "Ich wusste, dass es entscheidend ist, gleich nach dem Start nach vorne zu kommen. Nico war aber nicht einfach zu knacken. Er war sehr schnell auf der Geraden. Danach konnten wir auf die Reifen achten. Das Auto war phänomenal."

Im Lotus-Lager setzte man auf dem Weg zum Podium auf unterschiedliche Strategien. Während Räikkönen mit zwei Stopps durchs Rennen kam, konnte sich Romain Grosjean mit einer Dreistopp-Strategie nach vorne arbeiten. Nach einem schwierigen Saisonstart rehabilitierte sich der Franzose mit der erfolgreichen Aufholjagd. Grosjean war von Platz elf mit harten Reifen gestartet, Räikkönen war von Position acht mit weichen Reifen losgefahren.

"Gestern lief es im Qualifying nicht ideal", fasste Räikkönen zusammen. "Wir wussten schon am Freitag, dass wir mit zwei Stopps fahren wollen. In den ersten zwei Runden habe ich Plätze verloren, aber danach war das Auto immer besser und ich konnte angreifen."

Di Resta glänzt im Force India

Eine sensationelle Vorstellung bot auch Paul di Resta im Force India mit dem vierten Rang. Der Schotte war wie Räikkönen auf einer Zweistopp-Strategie unterwegs. Lange lag er auf Podiumskurs, musste sich am Ende aber doch noch Grosjean beugen. "Leider hat es mit dem Podium nicht ganz geklappt. Das war knapp. Grosjean hatte nach seinem schlechten Qualifying noch viele frische Reifen und hatte dadurch den Vorteil."

Di Resta ging das Tempo der Spitzengruppe aber über 57 Runden mit und unterstrich, dass in dieser Saison sicherlich noch öfter mit Force India zu rechnen ist. "Das Team hat hart gearbeitet. Es ist eine schöne Belohnung, dass wir wenigstens mit einem richtig guten Ergebnis nach Europa zurückfliegen."

Die Ehrenrettung für das Mercedes-Werksteam hieß Lewis Hamilton. Der Neuzugang kreuzte hinter di Resta auf der fünften Position die Ziellinie. "Damit bin ich sehr zufrieden. Am Start hat es noch schlecht ausgesehen. Ich habe schon auf den ersten Metern viele Plätze verloren und einfach keine Pace. Das Auto ist nur gerutscht. Erst nach dem zweiten Stopp wurde es irgendwie besser und ich konnte attackieren. Keine Ahnung, was da los war."

Sergio Perez wurde dahinter im McLaren Sechster. Der Mexikaner unterhielt die Zuschauer mit einem beinharten Duell gegen Teamkollege Jenson Button. Über mehrere Runden ging alles gut, bis Perez in Runde 29 am rechten Hinterrad traf und sich dabei ein Teil seines Frontflügels verabschiedete.

Aber selbst die Beschädigung hielt ihn nicht davon ab, weiter anzugreifen. Bei der nächsten Begegnung wenige Runden später kam er sogar von der Strecke ab. Ein Stopp von Button beendete den Zweikampf schließlich. Der Engländer wurde am Ende mit vier Besuchen an der Box nur Zehnter.

Vier Stopps bei Rosberg

Auch Nico Rosberg kämpfte mit der Haltbarkeit der Pirelli-Gummis. Wie Button musste auch der Deutsche vier mal zum Reifenwechsel an die Box. Dass es schwierig werden könnte, um den Sieg mitzufahren, wusste er schon vor dem Rennen. Von der Pole Position hatte sich aber etwas mehr erhofft als Platz neun. Der Mercedes-Pilot konnte den Start zwar gewinnen, erlebte danach aber ein unglückliches Rennen und wurde durchgereicht.

"Heute früh habe ich mich noch auf das Rennen gefreut. Aber die Freude ist dahin", erklärte der Mercedes-Pilot nach dem Rennen frustriert. "Das war unglaublich. Sowas von ernüchternd. Einfach grausam. Es war heute noch heißer als gestern, deshalb sind die Probleme, die wir schon am Freitag gesehen haben, noch größer geworden. Ich hatte von Runde 1 massives Untersteuern. Das ging natürlich auf die Hinterreifen."

Desaster für Ferrari

Der siebte Rang ging an Mark Webber im Red Bull. Bis auf eine kleine Kollision fuhr der Australier ein unauffälliges Rennen. Er konnte nicht ansatzweise den Speed von Vettel zeigen. Auch Fernando Alonso erlebte eine Enttäuschung. Der vor dem Rennen als Favorit gehandelte Ferrari-Pilot landete nur auf Rang acht.

Dabei lief es zu Beginn noch ordentlich. Der Spanier lieferte sich nach dem Start einen packenden Kampf mit Nico Rosberg und Sebastian Vettel. Er lag bereits auf Rang zwei hinter dem Red Bull, als in Runde sieben plötzlich der DRS-Heckflügel nicht mehr runterklappen wollte. Zweimal fuhr der Spanier an die Box, doch das Problem ließ sich auf die Schnelle nicht beheben. Für den Rest des Rennens musste er auf DRS verzichten.

Felipe Massas Plan mit harten Reifen von Platz vier nach vorne zu fahren, ging ebenfalls nicht auf. Der Brasilainer beschädigte sich im Kampf mit Adrian Sutil zu Beginn des Rennens seinen Frontflügel und war dadurch gehandikapt. Später kamen auch noch zwei Reifenschäden hinzu. Er musste sich am Ende mit Platz 15 zufrieden geben.

Auch für Sauber brachte das Rennen in Bahrain keinen Fortschritt. Nico Hülkenberg hatte Probleme mit dem Reifenverschleiß und rollte als Zwölfter über die Linie. Esteban Gutierrez musste sich nach einer frühen Kollision hinter Charles Pic im Caterham anstellen und beendete das Rennen nur auf der 18. Position.

Adrian Sutil konnte sich nach der Kollison mit Massa, bei dem er sich einen Plattfuß einfing, zwar noch mit guten Rundenzeiten vom Ende des Feldes auf den 13. Rang vorarbeiten. Im Vergleich zum guten Ergebnis von Teamkollege Di Resta dürfte das allerdings auch kein großer Trost sein.

In der WM-Wertung konnte sich Sebastian Vettel durch den Sieg mit zehn Punkten Vorsprung gegenüber Kimi Räikkönen absetzen. Lewis Hamilton schob sich auf Rang drei vorbei an Fernando Alonso. Bis zum nächsten Rennen haben die Teams nun drei Wochen Pause. In Barcelona beginnt am 12. Mai die Europasaison.

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