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GP Bahrain 2013 (Qualifying)

Nico Rosberg zieht Sebastian Vettel ab

Nico Rosberg Fernando Alonso Sebastian Vettel GP Bahrain Qualifying 2013 Foto: xpb 53 Bilder

Nico Rosberg hat sich in Bahrain die zweite Pole-Position seiner Karriere gesichert. Neben dem Mercedes-Pilot startet Sebastian Vettel aus der rein deutschen ersten Reihe. Fernando Alonso wird im Ferrari Dritter.

20.04.2013 Bianca Leppert

Auf seiner Spezialstrecke in China sollte es noch nicht klappen. In Bahrain durfte Nico Rosberg nun endlich den ersten Quali-Erfolg der Saison feiern. Der Mercedes-Pilot holte in der Wüste die zweite Pole-Position seiner Karriere. Mit 1.32,330 Minuten lieferte er die schnellste Rundenzeit auf dem Bahrain International Circuit ab. Eine große Überraschung: Denn der 27-Jährige schien im dritten Training noch nicht konkurrenzfähig und wurde nur Neunter. Im Qualifying tauchte er wie Phoenix aus der Asche auf.

Rosberg selbst überrascht

"Ich war etwas überrascht", gab Nico Rosberg zu. "Es war vorher nicht klar, wer Schnellster auf einer Runde sein würde. Gestern hatten wir aber noch Probleme. Heute morgen ging es schon besser. Ich freue mich sehr, es ist ein fantastisches Ergebnis."

Sebastian Vettel und dem vor dem Qualifying hoch gehandelten Fernando Alonso blieb nur das Staunen. Vettel fehlten mehr als zwei Zehntelsekunden auf seinen Landsmann. "Wir sind nicht enttäuscht", sagte der Red Bull-Pilot. "Nico hat eine sehr starke Runde abgeliefert. Selbst mit einer perfekten Runde wäre es schwierig geworden. Morgen wird es aber wieder hauptsächlich um die Reifen gehen." Bei Red Bull hatte man die Medium-Reifen schon in Q1 aufgezogen, um sich die harten Reifen aufzuheben.

Alonso bricht Runde ab

Alonso brach seinen zweiten Versuch im Top Ten-Finale sogar vorzeitig ab, weil er sich am Ende der Runde einen Fehler leistete. Viertschnellster war Lewis Hamilton, er muss aber wegen eines außerplanmäßigen Getriebewechsels nach dem dritten Training fünf Plätze weiter hinten starten. Er geht somit von Platz neun ins Rennen.

Auch Mark Webber, der die fünftschnellste Zeit fuhr, muss noch seine Strafe für seine Kollision in China absitzen und wird um drei Plätze rückversetzt. Das bedeutet Rang sieben für den Australier. Damit rückt Felipe Massa auf den vierten Rang vor. Der Brasilianer setzte auf eine andere Taktik und ging mit den harten Reifen auf die schnelle Runde in Q3.

Auch bei Force India profitiert man von den Strafen. Paul di Resta nimmt das Rennen von Startplart fünf auf. Neben dem Schotten startet Teamkollege Adrian Sutil aus der dritten Reihe. Können beide die guten Longrun-Eindrücke im Rennen wiederholen, ist für Force India am Sonntag eine Überraschung drin.

Lotus rutscht ab

Die Leistung von Kimi Räikkönen überraschte dagegen eher negativ. Im Vergleich zum Vormittag rutschte der Finne ab. Er wird nur von Platz acht losfahren. Dahinter steht Hamilton. Dessen ehemaliger Teamkollege Jenson Button schaffte es gerade so in die Top-Ten im McLaren. Er absolvierte keine gezeitete Runde und behält sich dadurch den Joker der freien Reifenwahl.

Romain Grosjean qualifizierte sich auf dem elften Platz. Der Franzose ist in Bahrain mit einem neuen Chassis unterwegs, seine Schwierigkeiten bei der Fahrzeugabstimmung scheinen sich damit aber nicht in Luft aufgelöst zu haben. Ähnliche Sorgen dürften Sergio Perez quälen. Der McLaren-Pilot war gerade mal sechs Hundertstel schneller als Nico Hülkenberg im Sauber. Zwischen die beiden schon sich Daniel Ricciardo im Toro Rosso.

Hülkenberg fehlt Grip

"Hülk" strauchelte mit den Medium-Reifen. "Ich habe kein Vertrauen in die Reifen, es ist wirklich schlecht", berichtete er an die Box. Nach dem Qualifying sagte er: "Uns hat einfach Grip und Speed gefehlt. Der Wind hat sich im Vergleich zum dritten Training etwas geändert. Da reagiert unser Auto sensibel drauf. Es war klar, dass es mit dem Q3 schwer werden würde. Ich hatte mir P11 oder P12 erhofft. Der 14. Platz ist deshalb nicht ganz so schön."

Valtteri Bottas entschied das Williams-Qualifying-Duell gegen Pastor Maldonado und geht von Platz 15 ins Rennen. In Q1 waren die beiden noch auf die Tausendstelsekunde gleich schnell. Nur die Tatsache dass Bottas die Zeit früher fuhr, entschied über den Einzug in die zweite Runde.

Gutierrez Letzter

Pastor Maldonado rutschte im letzten Moment auf den Abstiegsplatz in Q1, weil ihn Daniel Ricciardo im Toro Rosso verdrängte. Und auch für Esteban Gutierrez wird es so langsam eng. Der Sauber-Neuling schaffte nur Position 18. Weil er aus China noch eine Strafe für die Kollision mit Adrian Sutil mit sich herumschleppt, wird er um fünf Plätze rückversetzt und ist damit Letzter.

Im internen Duell der Schlusslichter setzte sich Charles Pic im Caterham durch und verpasste damit Jules Bianchi im Marussia eine Schlappe. Zum ersten Mal waren die Caterham im Qualifying schneller als Marussia. Sie haben in Bahrain bereits 60 Prozent der Teile am Auto von Pic, die in Barcelona zum Einsatz kommen sollen. Auch Giedo van der Garde konnte Max Chilton hinter sich halten.

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