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GP Bahrain - Freies Training Freitag

Barrichello mit Bestzeit

Foto: dpa

Update ++ Teams unter der Lupe, Reifendefekte ++ Das Zeitentabelle des freie Trainings am Freitag (2.4.) zeigt nach dem zweiten Durchgang ein ungewohntes Bild: Lediglich ein Ferrari-Pilot, nämlich Rubens Barrichello, konnte sich an der Spitze etablieren.

02.04.2004

Mit einer Zeit von 1.31,450 Sekunden setzte der Brasilianer die Bestzeit in Bahrain. Michael Schumacher rangierte auf Rang vier, mit einem Rückstand von 0,282 Sekunden.

Im Ferrari-Sandwich: Juan Pablo Montoya als Zweiter und, wie schon im Vormittags-Training, der sensationelle BAR-Honda-Testfahrer Anthony Davidson als Dritter. Montoya fehlte auf die Bestzeit die geringst mögliche Zeiteinheit, nämlich nur eine Tausendstelsekunde. Umgerechnet sind dies rund sieben Zentimeter. Diskreter als Montoya ging Ralf Schumacher zu Werke: Platz fünf für den Deutschen.

Schwarzer Tag für McLaren-Mercedes

Stark präsentierte sich erneut Jaguar. Überraschungs-Bester der Grünen war Christian Klien, der in Bahrain erst sein drittes Formel 1-Rennen bestreitet. Mark Webber, der vor zwei Wochen in die erste Startreihe fuhr, platzierte sich als Achter.

Einen schwarzen Tag hatte McLaren-Mercedes: Kimi Räikkönen musste seinen Silberpfeil in seiner ersten fliegenden Runde mit einem Motorschaden abstellen. Aus dem rechten seitlichen Entlüftungskamin stiegt zunächst schwarzer Rauch. Aus dem geparkten Mclaren züngelten Flammen, die von den Streckenposten allerdings schnell gelöscht wurden. Räikkönnen bleib so nur der letzte Platz.

David Coulthard im zweiten McLaren hatte ebenfalls einen höchst spektakulären Auftritt. In dem schnellen Kurvengeschlängel vor Turn sieben platzte an dem Auto des Schotten der linke Hinterreifen. Nach wilden Drehern kam Coulthard in der Auslaufzone zum Stehen. Seine Zeit genügte lediglich für Rang elf.

Drei Reifenschäden bei Michelin

Im Michelin-Lager musste man drei Reifenschäden, stets an der Hinterachse beklagen. Neben Coulthard hatten auch Renault-Fahrer Fernado Alonso und Anthony Davidson einen Platten an ihren Renner zu beklagen. Auch bei Alonso war jedoch dem Reifenschaden ein Abstecher ins Gelände neben der asphaltierten Piste vorausgegangen. Dies nährt den Verdacht, dass die Reifen dabei Schaden nahmen. Unterdessen haben die Michelin-Mannen den Grund für die Reifendefekte ermittelt. In Kurve vier und fünf haben die nach oben gebogenen Kanaldeckel in den Curbs die Reifen zwischen Schulter und Lauffläche aufgeschlitzt. Das Problem soll bis zum Samstag behoben werden.

Pech hatte auch Nick Heidfeld. Nach einem technischen Defekt musste er seinen Jordan nach wenigen Runden parken und war zum Zuschauen verurteilt. Dies bedeutete den 24. und vorletzten Platz im Tableau, mit 9,1 Sekunden Rückstand auf Barrichello.

Wie aussagekräftig die heute erzielten Zeiten wirklich sind, zeigt sich natürlich erst am kommenden Samstag, wenn es im Qualifikationstraining zur Sache geht. Zur Erinnerung: Vor zwei Wochen in Malaysia hatte sich Kimi Räikkönen in der Freitagsliste ganz nach vorne katapultiert. Tags darauf, als es um die Wurst ging, reichte es nur für Rang fünf in der Startaufstellung.

Die Zeiten im Einzelnen

1. Rubens Barrichello, Ferrari, 1:31,450 Minuten
2. Juan-Pablo Montoya, Williams BMW, 1:31,451 Minuten
3. Anthony Davidson*, BAR Honda, 1:31,488 Minuten
4. Michael Schumacher, Ferrari, 1:31,732 Minuten
5. Christan Klien, Jaguar, 1:31,789 Minuten
6. Ralf Schumacher, Williams BMW, 1:31,842 Minuten
7. Jenson Button, BAR Honda, 1:31,879 Minuten
8. Mark Webber, Jaguar, 1:32,041 Minuten
9. Fernando Alonso, Renault, 1:32,234 Minuten
10. Ricardo Zonta* ,Toyota, 1:32,335 Minuten
11. David Coulthard, McLaren Mercedes, 1:32,495 Minuten
12. Takuma Sato, BAR Honda, 1:32,680 Minuten
13. Giorgio Pantano, Jordan, 1:32,708 Minuten
14. Cristiano da Matta, Toyota, 1:32,761 Minuten
15. Felipe Massa, Sauber Petronas, 1:33,031 Minuten
16. Olivier Panis, Toyota, 1:33,049 Minuten
17. Giancarlo Fisichella, Sauber, 1:33,061 Minuten
18. Jarno Trulli, Renault, 1:33,437 Minuten
19. Timo Glock*, Jordan, 1:33,695 Minuten
20. Zsolt Baumgartner, Minardi, 1:34,054 Minuten
21. Björn Wirdheim*, Jaguar, 1:34,317 Minuten
22. Kimi Räikkönen, McLaren-Mercedes, 1:35,603 Minuten
23. Gianmaria Bruni, Minardi, 1:34,791 Minuten
24. Nick Heidfeld, Jordan, 1:34,872 Minuten
25. Bas Leinders*, Minardi, 1:36,248 Minuten

* nur für das freie Training zugelassen

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