Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Deutsche Piloten im Pech

Frust für Glock und Hülkenberg

Timo Glock Foto: xpb 61 Bilder

Für Nico Hülkenberg und Timo Glock hat sich die Reise nach Bahrain nicht gelohnt. Beide kämpften im Rennen mit technischen Problemen und wurden deshalb von ihren Teamkollegen in den Schatten gestellt.

23.04.2012 Michael Schmidt

Die Gesichter nach der Zieldurchfahrt in Bahrain sprachen Bände. Nico Hülkenberg und Timo Glock waren sauer. Für beide war es ein Wochenende zum Vergessen. Besonders der Grand Prix am Sonntag. Nach dem Training war Nico Hülkenberg noch zuversichtlich.

"Weil ich bis auf die entscheidende Trainingsrunde immer gleich schnell oder leicht besser war als mein Teamkollege." Und für den 13. Startplatz gab es eine Erklärung. "Bis Kurve 12 lag ich exakt gleich mit Paul di Resta. Dort bin ich dann ein bisschen zu hoch auf den Randstein gekommen und weiter nach außen abgerutscht. Das waren die drei Zehntel Unterschied."

Rennen für Hülkenberg früh gelaufen

Im Rennen ging der Ärger schon in der Formationsrunde los. Hülkenberg merkte beim Probestart, dass die Kupplung nicht zupackt. "Wir haben dann in der Runde vor dem Start versucht, die Kupplungseinstellung zu verändern und uns eine Taktik fürs Anfahren auszudenken. Ich habe beim Start selbst die Kupplung schnalzen lassen, bin aber fast nicht vom Fleck gekommen, weil das System sofort in den Anti-Stallmodus gegangen ist."

Nach einer Runde war der 13. des Trainings auf Platz 19 abgerauscht. Dann begann das Spiel, dass er schon vom GP China kennt. Er hing wieder hinter einem Caterham fest. Diesmal Vitaly Petrov. "Je länger ich hinter ihm hergefahren bin, umso mehr gingen meine Reifen kaputt." Nach neun Runden scherte der Force India-Pilot aus dem Pulk aus und überholte seinen Gegner durch den früheren Boxenstopp.

Hülkenberg hielt sich eine Zeitlang in Michael Schumachers Windschatten auf, versuchte mit einem frühen zweiten Stopp im Mittelfeld Plätze zu gewinnen, kam aber trotzdem nicht an dem Mercedes vorbei. "Mein Rennen war mit dem Start eigentlich schon gelaufen", meinte ein frustrierter Hülkenberg. Platz 12 schmerzt umso mehr, weil er am sechsten Rang von Teamkollege Paul di Resta mit ansehen musste, was an diesem Tag mit einem Force India möglich gewesen wäre.

Glock in anderem Auto als Teamkollege Pic

Auch Timo Glock stand im Schatten seines Teamkollegen. Zum ersten Mal in diesem Jahr. Die Misere begann schon am ersten Trainingstag. Das Heck des Autos führte ein Eigenleben, das sich keiner erklären konnte. "Ich hatte laufend übersteuern und musste immer zehn Meter früher bremsen, um ein Blockieren der Hinterräder zu vermeiden. Dabei hatte ich die Bremsbalance schon maximal nach vorne verstellt", erzählte Glock.

Die 57 Runden von Bahrain wurden zur Schwerstarbeit. "Die Hinterreifen haben schon nach zwei Runden abgebaut. Ab dann habe ich mit meinem Auto gekämpft." Immerhin hielt er die im Training erstaunlich starken HRT in Schach. "Aber gegen Pic hatte ich keine Chance. Mir kam vor, als wäre der in einem anderen Auto gesessen."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden