Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Letzter Test in Bahrain

Quali weiter im K.O.-Modus

Ferrari - Formel 1 - Formcheck - GP Australien 2016 Foto: Ferrari 58 Bilder

Eigentlich hatten sich die Teamchefs in Melbourne darauf verständigt, den K.O.-Modus im Qualifying abzuschaffen. Doch in Bahrain bekommt das neue Format auf Wunsch von Bernie Ecclestone eine zweite Chance. Erst danach soll eine Entscheidung fallen.

29.03.2016 Tobias Grüner

Die Formel 1 ist immer wieder für eine Überraschung gut. Am Rennsonntag von Melbourne war das neue Quali-Format bereits beerdigt. Alle Teams hatten sich auf die Rückkehr zum alten Format verständigt. Am Mittwoch (23.3.2016) äußerten die Piloten dann in einem offenen Brief harsche Kritik an der Art, wie die Königsklasse geführt wird. Und als wollten die F1-Bosse zeigen, dass diese Kritik gerechtfertigt ist, wurde einen Tag später entschieden, dem K.O.-Qualifying noch eine zweite Chance zu geben.

Sinneswandel in 3 Tagen

In einem elektronischen Voting hatte die F1-Kommission offiziell über die Abschaffung des K.O.-Modus abgestimmt. Doch plötzlich waren nicht mehr alle Beteiligten davon überzeugt, dass die Rückkehr zum alten System der richtige Schritt sei. Bernie Ecclestone hatte schon vorher Bedenken geäußert. Er wolle das neue System gerne noch einmal in Bahrain ausprobieren, bevor eine endgültige Entscheidung getroffen wird.

Das Problem bei der Abstimmung: Als Auswahlmöglichkeiten standen nur eine Weiterführung des K.O.-Formats wie beim Saisonauftakt in Melbourne oder eine komplette Rückkehr zum alten Modus zur Wahl. Einige Parteien, wie zum Beispiel Pirelli oder auch die Mercedes-Kundenteams Force India und Williams hätten aber gerne nur das Q3 auf den alten Modus umgestellt. Diese Teil-Rückkehr stand aber aus Zeitmangel gar nicht zur Debatte. Ganz oder gar nicht lautete die Devise.

K.O.-Qualifying sorgt für Reifen-Action

Hintergrund des Streits war die Erkenntnis, dass das Qualifying selbst zwar bei den Fans schlecht ankam, die daraus resultierenden Reifen-Strategien im Rennen aber durchaus für Spannung gesorgt haben. Kritiker befürchten, dass Mercedes bei einer kompletten Rückkehr zum alten System mit härteren Reifen durch das Q2 kommen könnte und auf den haltbaren Gummis dann auch starten darf. Das wäre ein Spannungskiller.

Den normalen Fans ist dieses Hickhack natürlich nur schwer zu vermitteln. Nach außen bleibt vor allem das Bild hängen, dass die Formel 1-Verantwortlichen handlungsunfähig sind. Man kann nur hoffen, dass die Zuschauer ein weiteres zu erwartendes Qualifying-Fiasko in Bahrain tolerieren werden und danach endlich eine Entscheidung getroffen wird - in welche Richtung auch immer.

Wolff hat wenig Hoffnung auf Besserung

Mercedes-Teamchef Toto Wolff fand am Dienstag (29.3.2016) deutliche Worte zu dem Hickhack: "Nach einem wenig beeindruckenden Einstand in Melbourne sehen wir an diesem Wochenende erneut das neue Qualifying-System im Einsatz. Die Teams hatten am Sonntag in Melbourne eine einstimmige Meinung dazu und diese fiel nicht positiv aus. Wir haben mit dieser Änderung nicht das richtige Format gefunden und es ist schwer, daran zu glauben, dass es für die Fans an diesem Wochenende in Bahrain unterhaltsamer sein soll."

"Unser Sport steht diesbezüglich unter Beobachtung. Deshalb müssen wir genau nachdenken, um koordinierte, intelligente Schritte aus dieser Situation heraus zu machen. Die Fans wünschen sich enges Racing, einen Modus, den sie verstehen, sowie Duelle zwischen den besten Fahrern und Autos der Welt - und zwar in dieser Reihenfolge. Das sollten wir den Menschen auf den Tribünen und in aller Welt liefern."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden