Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

GP Belgien 2010 - Ergebnis Rennen

Hamilton Regenkönig von Belgien

Lewis Hamilton Foto: McLaren 36 Bilder

Lewis Hamilton heißt der Regenkönig von Spa. Der McLaren-Pilot gewann den Chaos-Grand Prix von Belgien vor Mark Webber und Robert Kubica. Adrian Sutil wurde bester Deutscher auf Rang fünf. Sebastian Vettel blieb nach einem Crash mit Jenson Button ohne Punkte.

29.08.2010 Tobias Grüner

Der GP Belgien in Spa hat wieder einmal gehalten, was die Fahrer befürchtet und die Fans erhofft haben. Bei ständig wechselnden Wetterbedingungen zog am Ende Lewis Hamilton das große Los in der Regenlotterie. Der Engländer ging schon am Start an die Spitze und gab die Führung trotz teilweise chaotischer Bedingungen und zweier Safety-Car-Phasen bis zum Ziel nicht mehr her.

Durch seinen zweiten Platz verlor Mark Webber auch die Gesamtwertung an Belgien-Sieger Hamilton. Allerdings konnten sich die beiden WM-Führenden von den direkten Rivalen absetzen. Die anderen drei WM-Kandidaten blieben am Sonntag punktlos.

Vettel, Button und Alonso ohne Punkte

Sebastian Vettel krachte schon in der 17. Runde beim Versuch Jenson Button zu überholen in den gegnerischen McLaren und spießte seinen Gegner dabei den linken Kühler auf. Der Red Bull-Pilot konnte zwar weiterfahren, landete nach der fälligen Durchfahrtsstrafe für sein Foul und einem Reifenplatzer am Ende jedoch nur noch auf Platz 15.

"Es war ein bisschen schade", beklagte Vettel anschließend sein Schicksal. "Wir hatten einen guten Start und waren eigentlich schneller als die Autos vor uns, speziell schneller als Button. Ich wollte unbedingt vorbei. Es tut mir natürlich leid für ihn, dass er dadurch rausgefallen ist. Danach noch der Reifenschaden, damit war alles vorbei."

Auch Fernando Alonso zog eine Niete in der Regenlotterie. Nachdem er beim ersten Schauer in der Frühphase schon von Rubens Barrichello torpediert wurde, flog er fünf Runden vor Schluss auf erneut nasser Piste mit seinem Ferrari ohne Fremdeinwirkung in die Reifenstapel.

Hamilton mit Schrecksekunde im Regen

"Es war heute sehr leicht, ohne Punkte zu bleiben", zog Webber trotz verlorener WM-Führung ein positives Fazit. Beinahe hätte der Australier am Ende noch den Sieg geerbt. Lewis Hamilton erlebte mit Slicks auf nasser Piste eine Schrecksekunde und musste kurz ins Kiesbett. Doch der McLaren-Pilot befreite sich aus dem Sandkasten und fuhr das Rennen am Ende sicher nach Hause: "Ich bin sehr glücklich über den Sieg. Das hätte ganz anders enden können für mich", sagte der sichtlich erleichterte Brite nach seinem Spa-Premierensieg.

Vom Pech der Konkurrenz profitierte vor allem Robert Kubica. Der polnische Renault-Pilot fuhr ein fehlerfreies Rennen und wurde mit dem dritten Platz auf dem Podium belohnt. Hinter dem gelb-schwarzen Auto von Kubica rollte Felipe Massa als Vierter über die Ziellinie.

Sutil bester Deutscher auf Rang fünf

Bester deutscher Pilot wurde am Sonntag Adrian Sutil, der seinen Force India auf Rang fünf ins Ziel brachte. "Endlich einmal bester Deutscher", freute sich Sutil nach der Zieldurchfahrt. Es war ein sehr gutes Rennen. Alles ist gut gelaufen. Das Team hat immer die richtige Entscheidung getroffen, wusste immer genau, was los war. Deshalb war es relativ einfach heute." Sutil bestätigte mit Rang fünf sowohl seinen Ruf als Regenspezialist als auch die gewohnt gute Force India-Form auf der schnellen Strecke von Spa-Francorchamps.

Hinter dem Gräfelfinger lief am Ende das Mercedes Duo überraschend weit vorne ein. Nico Rosberg und Michael Schumacher lieferten sich während des Rennens gleich mehrere heiße Duelle. Das letzte gewann Rosberg beim Restart nach der letzten Safety-Car-Phase, als er seinen deutlich erfahreneren Teamkollegen im Regen stehen ließ und sich Platz sechs sicherte. "Der sechste Platz ist in Ordnung", zog Rosberg ein versöhnliches Fazit. "Mein Auto lag im Trockenen nicht gut. Dann kam zum Glück noch der Regen. Da hatte ich einen Vorteil mit meinem Regensetup"

Für Schumi-Fans dürfte die Aufholjagd von Platz 21 bis auf Sieben trotzdem ein ermutigendes Zeichen sein. "Die Sieben scheint für mich eine Glückszahl zu sein", freute sich der Spa-Rekordsieger. "Der Regen wollte nicht so einsetzen, wie wir es vorher gedacht hatten. Zumindest nicht so, dass wir einen großen Unterschied zu den anderen Teams machen konnten." Für das Überholmanöver durch den Teamkollegen  gab es laut Schumi eine einfache Erklärung: "Ich musste wegen Yamamoto vom Gas gehen, da kam Nico an mir vorbei."

Kobayashi erneut mit Husarenritt

Kamui Kobayashi hatte ebenfalls eine gute Aufholjagd zu bieten. Der Japaner fuhr von Startplatz 17 auf Rang acht. Die letzten beiden Punkteplätze sicherten sich Vitaly Petrov (Renault) und Tonio Liuzzi (Force India). Dabei gewann der Italiener den letzten Zähler erst knapp zwei Stunden nach Zieldurchfahrt am Grünen Tisch. Jaime Alguersuari, der die Ziellinie als Zehnter überquert hatte, wurde wegen Abkürzens der Schikane 20 Sekunden zurück gestuft und fiel bis auf Platz 13 aus den Punkten.

Für Nico Hülkenberg lief das erste Formel 1-Abenteuer in Spa nicht wie gewünscht. Der Williams-Pilot fuhr nur auf Rang 14 ins Ziel. Timo Glock konnte ebenfalls nicht von den chaotischen Bedingungen profitieren. Er landete mit seinem Virgin hinter seinem Teamkollegen Lucas di Grassi auf Rang 18.

Umfrage
Wie hat Ihnen der GP Belgien gefallen?
Ergebnis anzeigen
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden