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Mallya will Top-Teams angreifen

Dritter Force India-Streich in Spa?

Force India Foto: Force India 36 Bilder

In den vergangenen beiden Jahren konnte Force India beim Grand Prix von Belgien jeweils seine besten Saisonresultate einfahren. Wir sagen Ihnen, ob 2011 das nächste Wunder ins Haus steht.

23.08.2011 Tobias Grüner

Force India hat eine ganz besondere Beziehung zum Grand Prix von Belgien. In den vergangenen Jahren schien die Ardennen-Achterbahn dem kleinen Privatteam von Besitzer Vijay Mallya geradezu Flügel zu verleihen.

Nach zwei Saisons am Ende des Feldes platzte in Spa-Franchorchamps 2009 der Knoten für die ehemaligen Hinterbänkler. Giancarlo Fisichella setzte zur Überraschung aller Experten die erste Pole Position in der Geschichte des Rennstalls. Auch im Rennen besaß der Italiener genügend Speed für den Sieg. Nur dank des KERS-Boost konnte sich Kimi Räikkönen im Ferrari gegen die Angriffe verteidigen und den ganz großen Coup verhindern.

Auch 2010 war Force India in Belgien gut unterwegs. Mit Platz fünf fuhr Adrian Sutil sein bestes Saisonresultat ein. Acht Zehntel hinter Felipe Massa lag sogar Platz vier in Reichweite. Doch warum ausgerechnet immer Belgien? Die Antwort ist einfach: Auf der schnellen Piste in den Ardennen geht es vor allem um viel Motorleistung und wenig Luftwiderstand. Der Mercedes-Motor und die spezielle Chassis-Charakteristik verwandelten das Mittelfeldteam plötzlich in einen Podiumskandidaten.

Verliert Force India auf den Geraden?

Und hier liegt auch der Knackpunkt für 2011. Zwar steckt im Heck des Force Indias immer noch der vermeintlich stärkste V8-Motor in der Formel 1, die Aerodynamik wurde jedoch mittlerweile komplett umgekrempelt. Wie Red Bull und Ferrari setzen die Ingenieure seit Monaco auf ein stark angestelltes Chassis. Das bringt zwar mehr Abtrieb, aber in der Theorie auch mehr Luftwiderstand.

Die letzten beiden Rennen in Deutschland und Ungarn haben gezeigt, dass das Auto auf kurvigen Strecken starke Fortschritte gemacht hat. Als Lohn gab es 14 Zähler für das Punktekonto. Doch in Belgien sind wie bereits erwähnt andere Qualitäten gefragt. Vijay Mallya erwartet aber erneut ein starker Ergebnis: "Früher war der Topspeed auf der Geraden unsere Stärke, jetzt ist das Auto in allen Bereichen stark", so der Inder.

Mallya plant Angriff auf die Top-Teams

Mit dem Schwung der guten Resultate, will man auch in Belgien wieder für eine Überraschung sorgen. Vier Rennen in Folge stand mindestens ein Auto in der Startaufstellung unter den ersten Zehn. "Die Leistung des Autos ist gut. Wir greifen jetzt die Top-Teams an", lautet die Kampfansage von Mallya. "Nach unserem langsamen Start in die Saison, war das nur schwer zu erwarten, aber ich habe immer daran geglaubt."

Auch Adrian Sutil freut sich schon auf die Berg- und Talfahrt durch die belgischen Wälder. "Ich sage immer wieder, dass Spa mein Lieblingskurs ist. Es gibt nichts Vergleichbares und die Kurven sind in einem Formel 1-Auto einfach nur beeindruckend. Ich denke, dass alle Fahrer ein breites Grinsen im Gesicht haben, wenn sie nach Spa zurückkommen."

Sportlich erwartet der 28-Jährige wie sein Teamchef eine Fortsetzung der letzten Rennen. "Wir haben gezeigt, zu was wir fähig sind. Unser Auto scheint überall schnell zu sein. Sowohl unser Speed im Qualifying als auch unsere Racepace war zuletzt stark. Wir müssen nur den Schwung mitnehmen und weiter fleißig Punkte sammeln."

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