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GP Belgien 2011 - Ergebnis Qualifying

Vettel mit Pole im Quali-Krimi in Spa

Sebastian Vettel - GP Belgien - 26. August 2011 Foto: xpb 62 Bilder

Sebastian Vettel hat sich in Spa die Pole Position gesichert. In einem spannenden Qualifying mit wechselndem Wetter verwies der Weltmeister McLaren-Pilot Lewis Hamilton auf Rang zwei. Mark Webber wurde Dritter.

27.08.2011 Tobias Grüner

Sebastian Vettel hat sich in Spa-Francorchamps mit einer Pole Position aus der Sommerpause zurückgemeldet. Der Red Bull-Pilot fuhr im Quali-Krimi in den Ardennen in letzter Sekunde die schnellste Runde des Tages und verwies McLaren-Konkurrent Lewis Hamilton um gut vier Zehntel auf Rang zwei.

"Ich denke, das war ein ziemlich schwieriges Qualifying", erklärte der Weltmeister anschließend. "Das war eine Wundertüte, bei der niemand wusste, was am Ende rauskommt. Am Anfang war ich noch nicht ganz zufrieden. Aber dann konnte ich meine Linie verbessern und habe mich deutlich wohler gefühlt im Auto. Am Ende konnte ich mich immer weiter steigern. Da hat alles gepasst."

Hamilton legt sich mit Maldonado an

Hamilton musste in der zweiten Quali-Runde einen Schreckmoment überstehen. Der Engländer hatte sich ein heißes Duell mit dem Williams von Pastor Maldonado geliefert. Der McLaren-Pilot hatte den Venezolaner auf seiner schnellen Runde beinhart in der Schikane überholt. Auf der Auslaufrunde revanchierte sich Maldonado und steuerte sein Auto scheinbar absichtlich in den McLaren. Beide Autos wurden beschädigt. Hamilton konnte aber zurück an die Box fahren und im Q3 antreten.

"Ich habe mich nicht bewegt", wies Hamilton alle Schuld von sich. "Ich weiß nicht, ob er es absichtlich gemacht hat. Zum Glück haben die Mechaniker das Auto für die letzte Runde wieder hinbekommen." Schon in Monaco waren die beiden Heißsporne aneinandergeraten. Die Rennleitung sah den Williams-Piloten als Hauptverantwortlichen und stufte ihn für das Rennen um fünf Startplätze zurück. Hamilton kam mit einer Verwarnung glimpflich davon.

Pünktlich zum großen Finale um die Pole Position hatte sich der Regen am Samstag über den Ardennen verzogen. Waren in den ersten beiden Qualifikationsrunden noch Intermediates angesagt, wurden die schnellsten Runden im Q3 auf Slicks erzielt. Mark Webber wurde an seinem 35. Geburtstag Dritter und zeigte sich zufrieden. "Wir sind in einer guten Position für das Rennen. Mal sehen, wie es dort läuft."

Alguersuari und Senna überraschend weit vorne

Bei den wechselhaften Bedingungen konnten die Fans einige Überraschungen erleben. Felipe Massa kam mit seinem Ferrari auf Rang vier. Mercedes-Pilot Nico Rosberg wurde Fünfter. Besonders ungewöhnlich war die sechstbeste Zeit von Toro Rosso-Mann Jaime Alguersuari. Auch Bruno Senna, der in Belgien für Nick Heidfeld im Renault sitzt, hatten wohl nur die Wenigsten für Platz sieben auf dem Zettel.

Neben den positiven gab es auch ein paar negative Überraschungen. Fernando Alonso muss von Platz acht eine Aufholjagd starten. Die Top Ten komplettieren Sergio Perez (Sauber) und Vitaly Petrov (Renault) auf den Plätzen neun und zehn.

Sutil und Button scheitern vorzeitig

Adrian Sutil sorgte mit einem Highspeed-Abflug in der berühmten Eau-Rouge-Kurve für einen der negativen Höhepunkte des Qualifyings. Der Force India-Pilot verlor beim Richtungswechsel auf feuchter Piste die Kontrolle über sein Auto und drehte sich in die Bande. Dabei beschädigte er sich die linke Hinterradaufhängung und die Nase. Wegen der vielen Teile auf der Strecke unterbrach die Rennleitung die Sitzung für sechs Minuten, um die Piste zu säubern.

Beim Wiederanpfiff fuhr die Konkurrenz in den letzten knapp sieben Minuten reihenweise an Sutil vorbei. Von Rang fünf wurde der Gräfelfinger auf 15 durchgereicht. Auch Jenson Button verpasste den Einzug in die Top Ten. Der McLaren-Pilot verzockte sich, als er zu früh wieder an die Box fuhr. Bei immer schneller werdender Strecke fiel er auf Platz 13 zurück. Zum Konter war es da allerdings zu spät.

Schumi mit Rad ab

Auch Michael Schumacher sorgte für Arbeit seiner Mechaniker. Für den Rekordchampion war das Qualifying schon wieder beendet, bevor es überhaupt begonnen hatte. Beim Anbremsen auf Rivage (Kurve acht) hatte sich das rechte Hinterrad vom Mercedes gelöst. Ohne Chance, das Auto auf der Strecke zu halten, schlug der 42-Jährige zuerst rechts in die Leitplanke und rutschte dann in die Reifenstapel am Ende der Kurve.

"Wie es dazu kam, weiß ich nicht. Das Auto lässt sich auf drei Rädern eben nicht so gut lenken", erklärte ein ungewöhnlich gut gelaunter Michael Schumacher nach seinem Crash. "Es hat halt nicht sein sollen. Wir werden versuchen herauszufinden, wie sowas passieren konnte, damit es in Zukunft nicht mehr dazu kommt. Aber wir sind alle nur Menschen."

Ausgerechnet bei seinem Jubiläumsauftritt 20 Jahre nach seinem Formel 1-Debüt an gleicher Stelle startet Schumacher am Sonntag somit vom letzten Platz. "Das Wetter sollte morgen ja trocken sein. Dass es nach vorne geht ist klar, wie weit, werden wir sehen."

Neben Schumi flog im ersten Trainingsabschnitt noch ein weiterer Pilot mit Mercedes-Motor raus. Mit einer schnellen Runde in letzter Sekunde schob sich Lotus-Pilot Heikki Kovalainen kurz vor Ende des Q1 überraschend noch am Force India von Paul di Resta vorbei und sorgte für das vorzeitige K.O. des Schotten. Angeblich hatte die Box dem Rookie ins Cockpit gefunkt, dass der Einzug in die zweite Runde sicher sei und er zurück an die Box kommen könne.

Glock meistert 107 Prozent-Hürde

Auch für Timo Glock war wieder einmal in der ersten Runde Schluss. Auf Platz 19 konnte der Virgin-Fahrer immerhin die beiden HRT von Tonio Liuzzi und Daniel Ricciardo sowie Teamkollege Jerome D’Ambrosio schlagen. Einen Platz bekam er zudem durch die Rückstufung Maldonados geschenkt. "Man muss sich das Glück hier auch ein bisschen erarbeiten“, freute sich der Deutsche. "Wir haben im richtigen Moment noch einmal die Reifen gewechselt und ich bin der einzige von HRT und Virgin, der die 107-Prozent-Qualizeit geschafft hat."

Obwohl D’Ambrosio, Liuzzi, Ricciardo und auch Schumacher die 107 Prozent-Hürde nicht schafften, hat die Rennleitung entschieden, wegen der ungewöhnlichen Wetterumstände ein Auge zuzudrücken und die vier Piloten zum Start zuzulassen.

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