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GP Belgien 2012 (Ergebnis Rennen)

Button-Sieg nach Horror-Startcrash

GP Belgien 2012 Start Crash Foto: xpb 66 Bilder

Jenson Button hat sich in Spa den zweiten Saisonsieg gefeiert. Rang zwei sicherte sich Sebastian Vettel mit einem beherzten Rennen und einer guten Strategie. Für vier prominente Piloten war das Rennen nach einem spektakulären Crash am Start schon früh beendet.

02.09.2012 Tobias Grüner

Die Formel 1 hat sich mit einem Knalleffekt aus der Sommerpause zurückgemeldet. Kaum war das Rennen in den Ardennen gestartet, war es für vier prominente Piloten auch schon wieder vorbei. Lotus-Fahrer Romain Grosjean, der nun schon zum siebten Mal in diesem Jahr am Start mit anderen Autos kollidierte, hatte auf dem Weg zur ersten Kurve einen spektakulären Massencrash ausgelöst.

Grosjean löst Horrorcrash in Spa aus

Der Lotus-Pilot ließ Lewis Hamilton auf der rechten Seite der Straße keinen Platz. Beide Autos verhakten sich und Hamilton schob Grosjean ohne Möglichkeit zu reagieren in das Heck von Sergio Perez. Das ganze Dreier-Paket nahm auch noch den Ferrari von Fernando Alonso auf die Hörner, der versuchte in die ersten Kurve einzubiegen. Grosjean wurde dabei ausgehebelt und flog einen Meter in der Luft nur ganz knapp am Helm von Alonso vorbei.

Auch Kamui Kobayashi, der auf Rang zwei gestartet war, bekam einen Rempler und beschädigte sich den Frontflügel und den Seitenkasten. Pastor Maldonado hatte ebenfalls zum Chaos am Start beigetragen. Der Williams-Pilot schoss mit einem Frühstart aus der dritten Reihe nach vorne und kam auch nicht ungeschoren davon. Bevor die Rennleitung eine Strafe aussprechen konnte musste der Venezolaner aufgeben.

Die wild herumwirbelnden Autos hinterließen jede Menge Karbonschrott in der ersten Kurve. Bis alle Trümmer beseitigt waren, schickte die Rennleitung das Safety-Car für vier Runden auf die Bahn. Alle vier Piloten kamen mit dem Schrecken davon. Von den ersten acht gestarteten Fahrern kamen nur zwei ungeschoren durch die erste Kurve: Jenson Button und Kimi Räikkönen.

Button kontrolliert Rennen von Start bis Ziel

Button, der von der Pole Position ins Rennen ging, hielt sich aus allen Scharmützeln raus und kontrollierte das Rennen von der Spitze. Nach 44 Runden überquerte der Brite folgerichtig als Erster die Ziellinie und feierte damit nach Australien den zweiten Saisonsieg. "Das war ein sehr spezielles Wochenende für mich.

Räikkönen musste sich am Ende mit Rang drei hinter Sebastian Vettel zufrieden geben. Der Finne verlor auf den weichen Reifen im ersten Stint viel Zeit und wurde zunächst von Nico Hülkenberg und später auch von Michael Schumacher eingeholt. Erst mit dem frühen Wechsel auf harte Reifen in Runde elf besserte sich die Pace. Wegen eines Kers-Problems gestaltete sich der Kampf zurück auf das Podium allerdings schwieriger als gedacht.

"Das war heute kein leichter Tag für uns", erklärte Kimi anschließend leicht angesäuert. "Das Auto war leider nicht so gut wie erhofft. Ich musste richtig arbeiten. Aber wir versuchen es nächste Woche in Monza besser zu machen."

Vettel mit guter Strategie aufs Podium

Von den Problemen Räikkönens profitierte vor allem Sebastian Vettel. Der Weltmeister zeigte ein beherztes Rennen mit vielen Überholmanövern und einer riskanten Einstopp-Strategie. Die zuvor geäußerten Sorgen über die mangelnde Haltbarkeit der Pirelli-Reifen bestätigten sich nicht. So kämpfte sich Vettel nach einem schlechten Start von Rang zwölf in Runde vier noch bis auf den zweiten Platz nach vorne.

"Die Strategie war heute hervorragend", so Vettel über den Schlüssel zur Aufholjagd. "Es war die richtige Entscheidung, zu Beginn draußen zu bleiben. Dadurch konnten wir viele Plätze gutmachen. Aber das wäre nicht möglich gewesen, wenn die Pace nicht gut gewesen wäre. Es gibt noch leichte Fragezeichen, warum es gestern nicht ging und heute wieder."

Nachdem viele Favoriten schon am Start ausgefallen waren, fanden sich einige ungewohnte Namen auf den weiteren Punkteplätzen wieder. Nico Hülkenberg feierte mit Rang vier das beste Ergebnis seiner Karriere. Zwischendurch war der Rheinländer sogar der erste Verfolger von Jenson Button. Mit seiner Zweistoppstrategie musste sich der Force India-Pilot aber schließlich mit Position vier zufriedengeben.

"Ich hatte einen eher verhaltenen Start und war auf einmal auf der dritten Position", strahlte Hülk anschließend. "Ich dachte, wenn wir heute pushen, können wir eventuell ein Podium heimbringen, aber es hat leider nicht ganz geklappt. Am Start sind natürlich viele ausgefallen, die normalerweise vor uns ins Ziel kommen. Das hat uns natürlich sehr geholfen."

Schumi auf Rang sieben im Wohnzimmer Spa

Im Kampf um Rang fünf setzte sich Felipe Massa gegen Mark Webber durch. Rang sieben ging überraschend an Michael Schumacher. Der Rekordchampion fuhr an seinem 300. Grand Prix-Wochenende mit vollem Einsatz immer im Spitzenfeld mit, musste seine geplante Einstopp-Strategie aber wegen eines zu hohen Reifenverbrauchs in einen Zweistopper umwandeln.

"Das Rennen hat Spaß gemacht, war sehr abwechslungsreich", grinste Schumi nicht unzufrieden. "Wer hätte vor dem Rennen gedacht, dass wir die Lotus angreifen können. Am Schluss waren wir mit den älteren Reifen nur noch Hasenfutter. Sieben Runden vor Schluss hat dann noch mein sechster Gang den Geist aufgegeben. Daher bin ich mit dem siebten Platz noch zufrieden."

Auf Rang acht und neun landeten die beiden Toro Rosso von Jean-Eric Vergne und Daniel Ricciardo. Der letzte WM-Punkt ging an Paul di Resta im zweiten Force India. Nico Rosberg ging auf Rang elf genauso leer aus wie Bruno Senna und Kamui Kobayashi auf den Plätzen zwölf und 13. Für Sauber gab es nach den Startplätzen zwei und vier eine enttäuschende Nullnummer.

Alonsos Vorsprung schrumpft

In der WM-Wertung führt Fernando Alonso (164) trotz seines Ausfalls noch mit 24 Zählern vor Sebastian Vettel (140). Mark Webber liegt mit 132 Punkten auf Platz drei knapp vor Kimi Räikkönen (131).

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