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GP Belgien 2012 (Qualifying)

Button auf Pole - Deutsche Piloten schwach

Jenson Button GP Belgien 20112 Foto: xpb 77 Bilder

Update ++ Strafe für Maldonado ++ Bilder ++ Jenson Button steht beim Start zum GP Belgien auf der Pole Position. Im Qualifying von Spa verwies er Sauber-Pilot Kamui Kobayashi auf Rang zwei. Die zweite Reihe einer bunt gemischten Startaufstellung teilen sich Kimi Räikkönen und Sergio Perez.

01.09.2012 Tobias Grüner

Spa ist bekannt für schlechtes Wetter und überraschende Ergebnisse. Am Samstag schien zwar ausnahmsweise die Sonne, doch im Qualifying ging es trotzdem drunter und drüber. Bei der Vergabe der besten Startplätze strauchelten viele prominente Piloten. Nur Jenson Button behielt einen kühlen Kopf und sicherte sich in 1:47.573 Min. überlegen die Pole Position.

"Meine letzte Pole Position ist schon ein wenig her. Monaco 2009. Das ist schon eine emotionale Sache für mich", sagte der Engländer, der für McLaren seinen 50. Grand Prix fährt. "Die Balance war heute früh schon sehr gut. Es war in dieser Saison nicht immer so, dass das Auto im Qualifying gepasst hat. Deshalb ein Dankeschön an das ganze Team."

Sauber mit starker Leistung

Den Platz neben Button in der Startaufstellung nimmt überraschend Kamui Kobayashi ein. Soweit vorne Stand der Sauber-Pilot in 51 Rennen bisher noch nie. "Wir wussten nach dem verregneten Freitag nicht, was uns heute erwartet. Wir hatten viel Hoffnung für Spa. Aber mit Startplatz zwei haben wir nicht gerechnet. Unser Auto funktioniert gut. Es ist natürlich ein schönes Gefühl, so aus der Sommerpause zurückzukommen. Ich bin sehr glücklich."

Auch mit der drittschnellsten Zeit von Pastor Maldonado hätten wohl die wenigsten Experten gerechnet. Doch die Freude bei Williams über den hitzigen Venezolaner hielt nicht lange. In der ersten Runde des Qualifyings stand Maldonado dem Force India von Nico Hülkenberg in den Kurven 18 und 19 im Weg. Als Strafe wurde der Südamerikaner von Rang drei auf sechs strafversetzt.

Kimi Räikkönen profitierte als erster Pilot von der Zurückstufung. Der Finne, der schon vier Mal in Spa gewinnen konnte, übernimmt Startplatz drei. Auch er musste zu den Stewards, weil er in seiner schnellen Runde die Strecke verlassen hat. Doch das sahen die Stewards offenbar nicht als strafwürdig an. Dahinter steht mit Sergio Perez schon der nächste Sauber in der zweiten Reihe und sorgt damit für das beste Quali-Ergebnis des Schweizer Rennstalls.

Alonso nur auf Rang sechs

WM-Spitzenreiter Fernando Alonso nimmt das Rennen dank des Maldonado-Fauxpas von Rang fünf auf. Wie vom Spanier befürchtet ist Ferrari bei trockenen Bedingungen nicht das stärkste Auto. "Wir können nicht ewig auf die Fehler der anderen setzen", klagte der Ferrari-Pilot anschließend.

Besonders die Konkurrenz von Red Bull ließ im Qualifying von Spa Federn. Bester Pilot des Weltmeisterteams war Mark Webber auf Rang sieben. Allerdings wird der Australier nach einem Getriebewechsel fünf Plätze zurückgestuft - startet also nur von Rang zwölf.

Den vorderen Platz in der vierten Reihe übernimmt deshalb Lewis Hamilton im zweiten McLaren. Der Weltmeister von 2008 blieb dabei mehr als acht Zehntel hinter der Pole-Zeit seines Teamkollegen zurück. Hamilton hatte sich für eine Abstimmung mit mehr Abtrieb entschieden – offensichtlich ein Fehler.

Romain Grosjean und Paul di Resta belegten im Top Ten-Finale die letzten beiden Plätze, rutschen durch die Strafe gegen Webber noch einen Platz nach vorne. Von den deutschen Piloten erreichte erstmals in diesem Jahr keiner die letzte Runde des Qualifyings.

Vettel nur dank Webber-Strafe in den Top Ten

Sebastian Vettel scheiterte im Q2 knapp um zwölf Tausendstel an der Zeit von Maldonado. "Eigentlich lief nichts großartig schief. Wir waren einfach nicht schnell genug", zuckte der Weltmeister mit den Schultern."Die letzten Male waren wir aber im Rennen immer ganz gut. Mal sehen, was morgen noch geht." Auch Vettel rutscht durch den Getriebwechsel seines Teamkollegen einen Platz nach vorne.

Hinter Vettel fuhr Nico Hülkenberg die zwölftbeste Zeit – was Startplatz elf bedeutet. Die Laune des Rheinländers war nach der sechsten Trainingsniederlage gegen Teamkollege Di Resta allerdings nicht besonders gut: "Ganz zufriedenstellend ist der zwölfte Platz nicht. "Der Mittelsektor war nicht ganz so, wie ich es mir vorgestellt hatte, da waren noch ein bis zwei Zehntel drin, was für Q3 gereicht hätte."

Der dritte Pilot im deutschen Mittelfeld-Block ist Michael Schumacher auf Position 13. Der Rekordchampion hatte an seinem 300. Grand Prix-Wochenende keine Chance auf den Einzug in die Top Ten. Drei Zehntel fehlten am Ende, obwohl Schumi alles aus seinem Silberpfeil rausholte.

"Die deutschen Hoffnungen sind heute ins Wasser gefallen", erklärte Schumi später. "Ich war aber ehrlich gesagt ganz zufrieden, es war einfach nicht mehr drin. Es werden noch Updates kommen und da werden auch Schritte nach vorne gemacht werden, aber im Moment ist nicht mehr drin. Wir sind im Moment zu langsam. Ich hoffe, dass es morgen für Punkte reicht, aber das wird sehr schwer, wenn man sieht, wer alles um mich herum steht."

Rosberg und Glock im Q1 raus

Im ersten Qualifying-Abschnitt mussten gleich zwei deutsche Piloten die Segel streichen. Neben Timo Glock erwischte es überraschend auch Nico Rosberg. Für den Silberpfeil-Pilot begann der Tag schon schlecht, als er das dritte Training nach nur vier Runden mit einem Getriebedefekt aufgeben musste.

"Es war etwas schwierig heute, bis ich mich mit dem Setup in den wenigen Runden zurechtgefunden hatte, nachdem wir gestern fast nicht testen konnten und mein Auto heute Morgen ausgefallen war", entschuldigte sich Rosberg anschließend. "Dann haben wir uns auch noch mit dem Timing vertan in der letzten Runde. Das war alles andere als optimal."

Wegen des Getriebeschadens wird Rosberg am Start von Rang 18 auf 23 zurückgestuft. Davon profitiert Timo Glock, der von 21 auf 20 nach vorne rückt. Ganz zufrieden war der Marussia-Pilot damit aber nicht. "Ich hoffe, dass wir heute einen Schritt nach vorne gemacht haben, im Vergleich zu den letzten zwei Rennen in Hockenheim und Budapest. Es war heute schwierig ohne richtig vorher getestet zu haben. Ich hatte einen kleinen Fehler, weil ich nicht genau wusste, wie das Auto reagiert."

Die Bilder vom Samstag in Spa finden Sie in unserer Fotogalerie.

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