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GP Belgien - Ergebnis Rennen

Räikkönen gewinnt vor Fisichella

Kimi Räikkönen Foto: dpa 56 Bilder

Kimi Räikkönen heißt der Sieger von Spa. Mit einer konzentrierten Leistung sorgte der Finne am Sonntag für den ersten Ferrari-Sieg der Saison. Giancarlo Fisichella fuhr auf Rang zwei den ersten Podiumsplatz für Force India nach Hause. Sebastian Vettel wurde Dritter.

30.08.2009 Tobias Grüner

Kimi Räikkönen gilt als Spa-Spezialist und er wurde seinem Ruf wieder einmal gerecht. In einem engen Duell mit Force India-Mann Giancarlo Fisichella behielt der Finne am Ende die Oberhand und gewann zum vierten Mal in fünf Jahren. "Spa ist wirklich ein schöner Platz, um zu gewinnen. Das war wichtig für das ganze Team", freute sich der Ferrari-Pilot anschließend.

KERS-Vorteil bei Start und Re-Start

Dabei hatte der "Iceman" allerdings auch ein wenig Glück. Schon beim regulären Start schoss der Ferrari dank Hybrid-Zusatzpower von Platz sechs auf Rang zwei nach vorne. Wegen einer Startkollision im Hinterfeld musste dann allerdings das Safety-Car ausrücken. Beim Re-Start in Runde vier schnappte sich Räikkönen auch noch den führenden Fisichella und hielt den Italiener mit einer kontrollierten Fahrt die restliche Renndistanz hinter sich.

"Wir wussten, dass wir in etwa die gleiche Strategie hatten wie der Force India und ihn deshalb überholen mussten. Ich bin in der Eau Rouge etwas rausgerutscht, konnte mich dank KERS aber schnell neben ihn setzen und dann auch vorbeifahren." Fisichella war dagegen nicht ganz zufrieden, obwohl er mit Rang zwei das beste Ergebnis der Teamgeschichte einfuhr: "Wir waren heute schneller als Kimi. Er hat mich nur dank KERS überholt. Das ist etwas schade."

Vettel macht Punkte gut

Rang drei erkämpfte sich am Ende noch Sebastian Vettel. Zwar hatte der Deutsche von Platz acht nur einen mäßigen Start erwischt, zeigte anschließend aber sein Kämpferherz und machte Platz um Platz gut. "Ich war am Anfang etwas zu vorsichtig und habe einen Platz an Nico Rosberg verloren. Den konnte ich mir zum Glück beim Restart wiederholen." Mit einigen schnellen Runden ging er beim letzten Boxenstopp auch noch an Robert Kubica vorbei und schnappte dem BMW-Piloten den Podiumsplatz vor der Nase weg.

"Im ersten Stint haben wir etwas Boden verloren", erklärte Vettel über sein Rennen. Danach sei es aber immer besser gelaufen. "Ich habe keinen Fehler gemacht und bin jede Runde wie im Qualifying angegangen. Das Auto hat sich wirklich gut angefühlt. Mit der Misere in den letzten Rennen und dem Pech mit den Motoren war das wirklich ein gutes Ergebnis."

BMW-Sauber in Top-Form

BMW-Sauber feierte in Spa eine kleine Auferstehung. Robert Kubica auf Rang vier und Nick Heidfeld dahinter auf fünf sorgten für das beste Teamergebnis dieser Saison. "Für das Team ist es kein schlechtes Resultat. Aber wenn man vom dritten Platz aus startet, erwartet man natürlich das Podium", so der leicht enttäuschte Deutsche. Mit neun Punkten fuhren die beiden Piloten so viele WM-Zähler ein, wie in den elf Rennen zuvor insgesamt.

Rubens Barrichello lief mit qualmendem Heck auf Rang sieben ein und machte damit zwei Punkte auf Jenson Button gut. Für seinen Teamkollegen war das Rennen schon in der ersten Runde beendet. Button  wurde bei der Anfahrt auf die "Les Combes"-Passage von Romain Grosjean abgeschossen. "Grosjean hat die Schuld an dem Crash", berichtet der WM-Spitzenreiter von seinem ersten Ausfall der Saison. "Eigentlich war genug Platz, aber er hat sich verbremst und mein Hinterrad getroffen."

Deutsche Piloten mit Licht und Schatten

Auf Platz acht sicherte sich Nico Rosberg den letzten WM-Punkt. "Das war ein hartes Rennen. Am Anfang ging bei mir gar nichts. Erst als die Sonne etwas rauskam und mit den weichen Reifen, lief es am Ende etwas besser." Der Williams-Pilot konnte seine Punkteserie damit auf acht Rennen ausbauen.

Mit Timo Glock landete ein weiterer Deutscher unter den ersten Zehn. Allerdings erlebte der Odenwälder wieder einmal ein verkorkstes Rennen. In der Frühphase konnte sich Glock noch leicht in der Spitzengruppe halten. Als beim ersten Stopp dann der Tankrüssel klemmte, war das Rennen gelaufen.

Auch für Adrian Sutil auf Rang elf gab es nicht viel zu holen. Während Teamkollege Fisichella aufs Podium fuhr, konnte Sutil nicht glänzen. Schon in der ersten Runde wurde der Gräfelfinger gedreht und musste zur Reparatur an die Box.

Badoer wieder am Ende des Feldes

Letzter der gezeiteten Piloten wurde wieder einmal Massa-Ersatzmann Luca Badoer. Wie lange sich Ferrari die Trauervorstellung noch anschaut, ist fraglich. Der Sieg Räikkönens schmälert die Leistung des Aushilfspiloten zusätzlich. Die Gerüchte verdichten sich, dass Fisichella bereits in Monza im Ferrari-Cockpit sitzen könnte.

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