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GP Belgien

Hamilton bestraft - Massa gewinnt

Foto: dpa 50 Bilder

Update ++ Hamilton nur noch Dritter ++ Lewis Hamilton konnte den Grand Prix von Belgien am Sonntag (7.9.) spektakulär für sich entscheiden - doch der Jubel kam zu früh: die Rennkommissare sahen im finalen Duell gegen Räikkönen einen Regelverstoß und werteten das Abkürzen der Schikane als unerlaubten Vorteil für Mercedes.

07.09.2008

Räikkönen, der hier zuletzt dreimal in Serie siegte, rutschte wenig später auf der nassen Piste in einen Reifenstapel und blieb damit ohne Punkte. Hamilton wurde eine 25-Sekunden-Strafe aufgebrummt. Damit fällt er auf Rang drei zurück. Massa gewinnt und bekommt zehn Zähler, Heidfeld nun sogar acht.

Trotz der nachträglichen Bestrafung unterstrich Hamilton mit dem Belgien-Grand Prix eindrucksvoll seine Ansprüche auf den WM-Titel. Dabei schien der 23 Jahre alte Brite nach einem Dreher in der ersten von 44 Runden bereits geschlagen. Ferrari-Widersacher Räikkönen nutzte den Fehler des Führenden und schien seinem vierten Sieg hintereinander auf dem 7.004 Kilometer langen Berg-und-Tal-Kurs entgegen zu steuern. Hamiltons unglaublicher Kampfgeist und der am Schluss einsetzende Regen stoppten jedoch den finnischen Titelverteidiger. "Ich hab so gepusht, hab versucht ihn noch zu kriegen, sagte Hamilton in der anschließenden Pressekonferenz. "Es war ein Hin und Her zwischen uns. Am Schluss hab ich darauf gehofft, dass der Regen kommt. Und er kam."

Heidfeld mit glücklichem Händchen

Für ein Highlight sorgte auch Nick Heidfeld: Nach einem schlechten Start - der Mönchengladbacher fiel von der fünften auf die elfte Position zurück - schien er alle Chancen auf einen Podestplatz eingebüßt zu haben. Ein Wechsel auf Regenreifen nach dem späten Guss aus dem grauen Ardennen-Himmel brachte Heidfeld nach zuvor zwei Nullrunden noch auf Rang drei. In der letzten Runde war er auf den Regenreifen sogar rund 35 Sekunden schneller unterwegs als Hamilton mit seinen Trockenreifen. Daher konnte er auch auf Rang sieben liegend soviel Boden gut machen. Der Reifen-Poker hat sich also ausgezahlt.  "Es ging im Grunde um alles oder nichts. Schließlich war es wohl die perfekte Entscheidung in diesem Moment - wenn nicht, wär ich der große Depp gewesen," meinte der BMW-Fahrer nach dem Rennen. BMW-Sportchef Mario Theissen freute sich ebenfalls für Heidfeld, war aber auch überrascht vom Endergebnis: "Da haben wir wirklich Glück gehabt."

Rang vier, mit knapp fünf Sekunden Rückstand, sicherte sich der Spanier Fernando Alonso im Renault. Sebastian Vettel belegte im Toro Rosso den fünften Platz vor BMW-Pilot Robert Kubica und seinem Teamkollegen Sebastien Bourdais auf Rang sieben. Mit insgesamt sechs WM-Zählern konnten beide Toro Rosso-Piloten in Belgien in die Punkte fahren. Toyota-Pilot Timo Glock landete auf Rang acht - allerdings verhängten die Rennkommissare auch bei ihm nachträglich eine Zeitstrafe von 25 Sekunden wegen "Überholens unter geschwenkter Gelber Flagge". Dadurch rutschte Glock auf Rang neun zurück. Mark Webber macht dadurch einen Platz gut und erhält als Achter einen WM-Punkt.

Williams-Toyota-Pilot Nico Rosberg wurde Zwölfter vor Adrian Sutil im Force India. Hamilton benötigte für die 44 Runden 1:22:44,933 Stunden, Massa 14,4 Sekunden länger. Heidfeld lag 23,6 Sekunden zurück.

Hamilton noch immer an der Spitze

Trotz Strafe führt Hamilton nach wie vor das Gesammtklassement an: nach 13 von 18 Rennen liegt er nun statt mit 80 mit 76 Punkten vor Massa (74). Räikkönen (57) ist angesichts des großen Rückstands als Dritter zumindest vorerst aus dem Titelrennen. Heidfeld (49) schob sich in der Gesamtwertung als bester Deutscher auf Rang fünf vor.

Schon nach dem Start wurde das Feld wegen der schwierigen Streckenbedingungen gehörig durcheinandergewirbelt. Hamilton konnte seine Pole-Position auf der nassen Piste souverän verteidigen, während der als Zweiter losgefahrene Massa den Ferrari-Zweikampf gegen Räikkönen verlor. "Ich hab zwar am Start einen Fehler gemacht, aber mit dem Ergebnis bin ich dennoch sehr zufrieden", sagte der Brasilianer nach dem Rennen. "Bei den schwierigen Bedingungen zum Schluss gehst du kein Risiko mehr ein. Acht Punkte sind acht Punkte." Sein finnischer Rivale zog bereits in der zweiten Runde nach einem packenden Rad-an-Rad-Duell vorbei. Da trockene mit feuchten Passagen abwechselten, mussten die Piloten ständig auf der Hut sein. Dennoch gab es zahlreiche Ausrutscher und Kollisionen. Schließlich entschied die Strafe gegen Lewis Hamilton das Chaos-Rennen zu Gunsten von Ferrari.

GP Belgien: Ergebnis Rennen

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