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GP Brasilien 2009

Keiner machte so viele Plätze gut wie Hamilton

GP Brasilien 2009 Foto: dpa 61 Bilder

Mark Webber gewann den GP Brasilien. Jenson Button wurde Weltmeister. Sebastian Vettel ließ sich für seine tolle Aufholjagd feiern. Doch keiner sprach von Lewis Hamilton. Der McLaren-Pilot machte im Rennen mehr Positionen gut als jeder andere Fahrer im Feld.

19.10.2009

Die Helden des GP Brasilien hießen Jenson Button und Sebastian Vettel. Beide wurde für ihre tolle Aufholjagd und ihre gewagten Überholmanöver bejubelt. Button krönte sich mit einer Fahrt von Startplatz 14 auf Rang fünf zum neuen Weltmeister. Sebastian Vettel machte es noch besser. Der 15. des Trainings landete am Ende auf Rang vier. Der Red Bull-Pilot bot auch die spektakulärsten Überholmanöver.

Lewis Hamilton: Sprung über 14 Positionen

Doch der Sprung über elf Positionen in 71 Runden Interlagos war nicht Rekord in diesem Rennen. Einer machte noch mehr Position gut. Lewis Hamilton ging von Platz 17 ins Rennen, er stand nach einer Runde an der Tankstelle und wurde als Dritter abgewinkt. Damit gelang dem McLaren-Piloten ein Sprung über 14 Positionen.

Die McLaren-Mercedes waren von allen Autos im Feld am extremsten auf ein trockenes Rennen abgestimmt. "So extrem, dass wir bei einem Regenrennen einen Fahrzeugwechsel hätten vornehmen müssen, was einen Start aus der Boxengasse nach sich gezogen hätte. Mit dem tief liegenden Auto hätten wir nur Aquaplaning bekommen, und das Anbtriebsniveau war so niedrig, dass an Fahren im Regen nicht zu denken war", verriet Heikki Kovalainen.

Beide McLaren als Joker im Feld

Obwohl die McLaren in den hinteren Startreihen standen, wurden die Autos von Hamilton und Kovalainen so betankt, als würden sie ganz vorne losfahren. Hamilton hatte 661 Kilogramm Sprit an Bord, Kovalainen gar nur 656,5. Die Taktik war klar. Beide sollten mit leichten Autos, der weichen Reifenmischung und KERS als Joker durch das Feld pflügen, und dann hoffte man auf eine Safety-Car-Phase. Die prompt nach einer Runde kam.

"Es war von vornherein geplant, dass wir bei einer frühen Safety-Car-Phase beide Autos voll betanken", erzählte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Es ging nicht nur darum, die Spritmenge aufzufüllen. Man wollte den ungeliebten weichen Reifen loswerden, von dem man befürchtete, dass er bei Asphalttemperaturen bis zu 37 Grad einbrechen würde. Hamilton schnallte also schon nach eine Runde den harten Gummi drauf und blieb bis zum Rennende bei dieser Wahl.

Bei Kovalainen pokerte McLaren. Der Finne war wegen der Boxenpanne mit dem abgerissenen Tankschlauch so weit zurückgefallen, dass er auf die Karte Risiko setzen konnte. Kovalainen fuhr am Ende zwei Mal einen weichen Satz, und siehe da, die Sohlen der Marke "Supersoft" hielten. Kovalainen fuhr am Ende sogar die schnellere Rennrunde als Hamilton.

Der entthronte Weltmeister hätte bei ähnlicher Reifenwahl dem Spitzenduo vermutlich noch näher rücken können. Hamilton verlor im Mittelabschnitt außerdem viel Zeit hinter Rubens Barrichello, der mit seinem schwer betankten Brawn GP zu kämpfen hatte. Die Flügel der McLaren waren so flach eingestellt, dass Hamilton im kurvigen Innenteil der Strecke zuviel Boden auf Barrichello verlor. Er bog mit mehr als einer halben Sekunde Rückstand auf den Brasilianer in die Zielgerade ein, so dass selbst der KERS-Boost nicht ausreichte, seinen Gegner aufzuschnupfen. Erst als ein schleichender Plattfuß links vorne Barrichello bremste, kämpfte sich Hamilton am Brasilianer vorbei. Norbert Haug ist überzeugt: "Wären wir weiter vorne gestartet, hätten wir gewinnen können."

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