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GP Brasilien 2010 - Ergebnis Qualifying

Hülkenberg mit Sensations-Pole vor Vettel

GP Brasilien - Quali Foto: xpb 25 Bilder

Williams-Rookie Nico Hülkenberg hat sich überraschend die Pole Position beim GP Brasilien gesichert. Der Rheinländer lies die gesamte Weltelite um mehr als eine Sekunde hinter sich. Sebastian Vettel sorgte auf Rang zwei für eine rein deutsche Startreihe.

06.11.2010 Tobias Grüner

Sensation in Sao Paulo: Nico Hülkenberg hat sich in Interlagos die erste Pole Position seiner Karriere gesichert. In einem dramatischen Qualifying dominierte der Youngster das Geschehen und ließ sämtliche WM-Kandidaten hinter sich. Damit könnte der Schlaks aus dem Rheinland am Sonntag das Zünglein an der Waage im Titelkampf spielen.

Überraschend war nicht nur, dass "Hülk" auf Pole Position fuhr, sonder auch wie. Mit mehr als einer Sekunde Vorsprung verpasste er der gesamten Weltelite eine herbe Klatsche. Hülkenberg fuhr bei abtrocknender Strecke im letzten Quali-Abschnitt in einer eigenen Liga. "Ich kann es immer noch nicht glauben. Das war ein Traum", strahlte der Williams-Pilot anschließend. "Ich habe einfach versucht keinen Fehler zu machen. Damit konnte wirklich keiner rechnen."

Vettel und Webber ziehen Hut vor Hülkenberg

Selbst Sebastian Vettel auf Rang zwei konnte nicht mit seinem Landsmann mithalten. "Ich dachte eigentlich, dass ich eine Zehntel hinter ihm bin. Dann habe ich erst gesehen, dass da vorne dran noch eine Sekunde fehlte. Das war kein Glück." Im WM-Kampf konnte Vettel immerhin seinen Teamkollegen Mark Webber auf Rang drei verweisen. "Ich bin einfach froh keinen Fehler gemacht zu haben. Das war heute so schwierig. Gegenüber Nico haben wir heute alle ziemlich durchschnittlich ausgesehen."

Die anderen beiden WM-Kandidaten liegen direkt dahinter in Lauerstellung. Lewis Hamilton konnte auf Rang vier immerhin Spitzenreiter Fernando Alonso hinter sich lassen. Mit dem ungewöhnlichen Ausgang des Qualifyings könnte die WM-Wertung im Rennen noch einmal gehörig durcheinander gewirbelt werden.

Schumacher verpasst eigene Sensation

Hinter Rubens Barrichello im zweiten Williams und Renault-Pilot Robert Kubica auf den Rängen sechs und sieben konnte auch Michael Schumacher positiv überraschen. Der Rekordweltmeister hätte sogar noch besser aussehen können als Platz acht, wenn die Strecke am Ende nicht komplett abgetrocknet wäre. Kurz zuvor lag Schumi noch auf Kurs erste Startreihe. Nico Rosberg konnte das Tempo seines Silberpfeil-Kollegen nicht mitgehen. Der Youngster schied schon in der zweiten Runde aus und startet nur auf Platz 13.

Für Sauber lief das Training ebenfalls nicht wie erhofft. Nach guten Zeiten auf trockener Piste am Freitag war für Kamui Kobayashi und Nick Heidfeld am Samstag schon in der zweiten K.O.-Runde Schluss. Dabei musste Heidfeld auf Rang 16 eine herbe Niederlage gegen seinen japanischen Teamkollegen einstecken, der immerhin auf Platz zwölf startet.

Button verabschiedet sich aus Titelkampf

Der größte Verlierer der zweiten Runde hieß allerdings Jenson Button. Der Weltmeister, der sogar noch theoretische Chancen auf die Titelverteidigung besitzt, verfehlte auf Rang elf den Einzug in die Top-Ten-Runde knapp. Damit dürften auch die letzten WM-Träume des Engländers zerplatzt sein.

In der ersten Qualifikationsrunde blieben gleich zwei Deutsche auf der Strecke. Adrian Sutil erlebte auf Rang 18 einen komplett verkorksten Samstag. Im Vorjahr konnte sich der Force India-Pilot ebenfalls bei Regen noch auf Platz drei qualifizieren. Zu allem Übel muss der Gräfelfinger im Rennen auch noch fünf Startplätze zurück. Die FIA hatte ihn in Korea für seine rüde Fahrweise bestraft.

Frust bei Sutil, Erfolg für Glock

"Es ging einfach nix", klagte Sutil anschließend. "Heute früh war es auch schon schwierig und jetzt im Qualifying haben die Reifen einfach nichts hergegeben. "Wir haben über die letzten Rennen etwas verloren und müssen uns jetzt konzentrieren, dass wir im nächsten Jahr nicht den Anschluss verlieren."

Für Timo Glock ist Platz 19 dagegen wie ein kleiner Sieg. Wie schon oft in dieser Saison konnte der Virgin-Pilot alle anderen Fahrer der neuen Teams hinter sich lassen. Ganz am Ende des Zeitenklassements stritten sich die HRT-Piloten Christian Klien und Bruno Senna um den vorletzten Platz. Mit sieben Zehnteln entschied der Österreicher das Duell deutlich für sich.

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