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GP Brasilien 2010 - Ergebnis Rennen

Vettel-Sieg macht WM zum Dreikampf

Sebastian Vettel Foto: xpb 36 Bilder

Mit seinem vierten Saisonsieg hat sich Sebastian Vettel im Titelrennen zurückgemeldet. Mark Webber machte den Red Bull-Doppelsieg und den Gewinn der Konstrukteurs-WM perfekt. Fernando Alonso bleibt als Dritter allerdings weiter in der Fahrerwertung vorne.

07.11.2010 Tobias Grüner

Red Bull hat sich mit dem Doppelsieg von Sebastian Vettel und Mark Webber in Sao Paulo den ersten Titel der Saison gesichert. Der Rennstall aus Milton Keynes liegt vor dem letzten Rennen in Abu Dhabi in der Teamwertung 48 Punkte vor McLaren. Damit ist den Bullen der erste Konstrukteurs-Pokal in der Geschichte des Rennstalls nicht mehr zu nehmen."Chapeau, ich ziehe den Hut", gab Vettel das Lob an sein Team weiter. "Ich glaube in England und Österreich werden heute noch einige Flaschen geköpft. Und das zurecht."

Auch in der Fahrerwertung hat Red Bull noch gute Chancen auf den Titel. Allerdings ist die Rechnung hier nicht ganz so einfach. Fernando Alonso konnte sich dank des dritten Platzes an der WM-Spitze behaupten. Sein Vorsprung auf den Zweitplatzierten Webber schrumpfte allerdings auf acht Zähler. Vettel folgt 15 Punkte hinter Alonso.

Damit ist klar, dass ein weiterer Red Bull-Doppelsieg in dieser Reihenfolge in Abu Dhabi nicht reicht, um den Alonso-Triumph zu verhindern. Will Vettel im Schlussspurt doch noch den Titel, muss er - ein Sieg im Saisonfinale vorausgesetzt - hoffen, dass sein spanischer Kontrahent nicht besser als Fünfter wird. Alonso reicht in Abu Dhabi ein zweiter Platz, um sicher Weltmeister zu sein.

Vettel fehlerlos und unspektakulär zum Sieg

"Das war ein unglaublicher Tag", freute sich Vettel im Ziel. "Ich habe schon am Start gesehen, dass Nico (Hülkenberg) stark durchdrehende Räder hatte und konnte innen vorbei gehen. Danach habe ich nur noch die Lücke kontrolliert", so der Deutsche. Mark Webber musste mit technischen Problemen kämpfen und konnte nicht angreifen. "Wir hatten zu hohe Motortemperaturen und mussten die Leistung runterdrehen."

Sensations-Pole-Mann Nico Hülkenberg verlor die Spitze schon vor der ersten Kurve an Sebastian Vettel. Nur wenige Meter später ging auch Mark Webber am Williams-Piloten vorbei. Fernando Alonso, der sich in Runde zwei schon an Lewis Hamilton vorbeigekämpft hatte, wurde bis zum siebten Umlauf vom jungen Deutschen aufgehalten. "Das hat mich zwölf Sekunden gekostet. Da waren die Red Bull schon weg", klagte Alonso.

Hülkenberg fällt früh zurück

Auch Hülkenberg kostete der Kampf mit den Kontrahenten viel Zeit. Die Strategie kostete ebenfalls ein paar Plätze. "Wie erwartet ist unser Auto einfach im Trockenen nicht schnell genug", klagte der Rookie. "Das Auto hat sehr oft aufgesetzt, wir hatten gegen die großen Teams keine Chance. Wir hatten auch nicht genug Pace, um vor den Mercedes zu bleiben." Am Ende sicherte Hülkenberg auf Rang acht immerhin noch vier Punkte.

Nachdem Alonso und Hamilton den Williams von Hülkenberg überholt hatten, waren die Positionen an der Spitze besetzt. Auch eine Safety-Car-Phase in der 51. Runde, nach einem Unfall von Force India-Pilot Tonio Liuzzi, konnte die Reihenfolge nicht mehr durcheinanderwirbeln. "Ich dachte, wir hätten eine Chance. Aber leider lagen da sieben Überrundete dazwischen."

Button aus dem Titelrennen

Hinter dem Spitzentrio gingen Lewis Hamilton und Jenson Button während der Neutralisation noch einmal an die Box, um sich frische Reifen aufziehen zu lassen. Einen echten Angriff auf Alonso konnte das McLaren-Duo aber nicht mehr starten. Weltmeister Button, der sich dank eines frühen Boxenstopps noch auf Rang fünf nach vorne schob, ist damit endgültig aus dem Titelrennen. Hamilton besitzt mit 24 Punkten Rückstand nur noch theoretische Chancen. Ihm hilft praktisch nur noch ein Sieg bei gleichzeitigen Ausfällen des Spitzentrios.

Hinter den McLaren landeten die beiden Mercedes-Werksautos auf den Plätzen sechs und sieben. Nico Rosberg konnte das Silberpfeil-Duell dank einer besseren Boxenstrategie in der Anfangsphase knapp für sich entscheiden.

Kobayashi sichert sich letzten Punkt

Hinter Hülkenberg und Robert Kubica (Renault) auf den Plätzen acht und neun kämpften Toro Rosso-Youngster Jaime Alguersuari und Sauber-Pilot Kamui Kobayashi lange um den letzten Punkt. Am Ende setzte sich der Japaner knapp durch.

Adrian Sutil, der auf Platz 22 gestartet war, konnte im Rennen eine furiose Aufholjagd starten. Der Force India-Pilot ging auf harten Reifen ins Rennen und hielt bis zur Safety-Car-Phase durch. Auf Platz zwölf verpasste er die Punkte nur knapp. Nick Heidfeld hatte mit der Punktevergabe nichts zu tun. Der Sauber-Pilot fiel nach einer Durchfahrtsstrafe wegen Ignorierens der blauen Flaggen bis auf Rang 17 zurück.

Pleite für Brasilien beim Heimspiel

Auch für Timo Glock gab es eine Enttäuschung. Schon am Start verlor der Virgin-Pilot das Duell um die Krone der neuen Teams. Am Ende rollte der Odenwälder direkt hinter den beiden Lotus-Piloten Heikki Kovalainen und Jarno Trulli auf Rang 20 ins Ziel.

Auch für die brasilianischen Fans gab es keine Punkte zu bejubeln. Ferrari-Pilot Felipe Massa fiel durch einen Fehler beim Boxenstopp aus den Zählern auf Rang 15. Rubens Barrichello zog sich im Duell mit Jaime Alguersuari einen Reifenschaden zu und landete auf Platz 14. HRT-Pilot Bruno Senna landete abgeschlagen auf 21. Der vierte Brasilianer im Feld, Lucas di Grassi (Virgin) kam mit neun Runden Rückstand nicht in die Wertung.

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