Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

GP Brasilien 2012 (Qualifikation)

Hamilton auf Pole, Vettel klar vor Alonso

Lewis Hamilton - McLaren - Formel 1 - GP Brasilien - Sao Paulo - 24. November 2012 Foto: McLaren 55 Bilder

Lewis Hamilton hat den beiden Titelkandidaten im Qualifying von Sao Paulo die Show gestohlen. Sebastian Vettel steht nur auf Rang vier. Fernando Alonso fuhr nur die achtschnellste Zeit. Nach einer Strafe für Pastor Maldonado geht er von Rang sieben ins Rennen.

24.11.2012 Tobias Grüner

Die Strecke von Interlagos ist immer für eine Überraschung gut. Eine halbe Stunde vor Beginn des Qualifyings ging ein kurzer Schauer über dem Traditionskurs in Sao Paulo nieder. Erst zum Ende der ersten K.O.-Runde trocknete die Ideallinie ab. Als es im Q3-Finale um die Pole Position ging, herrschten dann wieder ideale Bedingungen.

Die beste Startposition sicherte sich dabei zum 26. Mal Lewis Hamilton. McLaren hatte das ganze Wochenende schon einen starken Eindruck hinterlassen. Neben dem Hamilton geht sein Teamkollege Jenson Button vom zweiten Platz in der ersten Reihe ins Rennen. Nur sechs Hundertstel entschieden den internen Kampf um die Pole Position.

"Ich liebe die alten Strecken. Deshalb freue ich mich besonders, hier zum ersten Mal ganz vorne zu stehen", strahlte Hamilton anschließend. "Mich freut es auch, dass ich mein letztes Rennen für McLaren zusammen mit Jenson an meiner Seite starten kann. Wir haben dieses Jahr aber schon häufig vorne gestanden und am Ende sind nicht immer die Ergebnisse herausgesprungen. Ich hoffe, wir können das morgen ändern."

Vettel und Alonso kassieren Teamniederlage

Hinter der ersten McLaren-Reihe stehen die beiden Red Bull gemeinsam in Reihe zwei in Lauerstellung. Sebastian Vettel baute in seinem ersten Versuch im Top Ten-Finale einen kleinen Fehler ein. Im zweiten Run ging der Deutsche auf Sicherheit und erzielte nur die viertschnellste Zeit. Mark Webber entschied das Teamduell um den dritten Startplatz um zwei Zehntel für sich.

Vettel war verständlicherweise nicht begeistert, gibt aber den Sieg noch nicht auf: "Der vierte Platz ärgert mich. Es ist zwar jedes Mal schwierig genug, das Auto vorne hin zustellen. In Q3 war der erste Run nicht sehr gut von mir, da hatte ich einen Fehler drin, der zweite Run war besser aber nicht gut genug. Aber man kann auch von Platz vier Rennen gewinnen."

Direkt hinter Vettel steht ein Ferrari - allerdings nicht WM-Konkurrent Fernando Alonso sondern dessen Teamkollege Felipe Massa. Schon in Austin war der Brasilianer schneller als die spanische Nummer eins im Team. Alonso fuhr nur die achtschnellste Zeit und versuchte die Niederlage hinterher kleinzureden.

"Ich war Siebter in Abu Dhabi, Neunter in den USA und jetzt Achter. Es ist also keine Überraschung. Wir müssen morgen so viele Punkte holen wie möglich, denn die McLaren sind auch nur ein paar Punkte in der Konstrukteurswertung entfernt. Das darf man auch nicht vergessen." Wenn der Spanier seinen WM-Rivalen Vettel noch abfangen will, braucht er nun ein kleines Wunder. Oder Regenchaos. Für den Sonntag sind 60 Prozent Niederschlagswahrscheinlichkeit vorhergesagt.

Maldonado-Dummheit kostet zehn Startplätze

Eine Stunde nach dem Qualifying bekam Alonso noch einen Startplatz geschenkt. Pastor Maldonado, der die sechstbeste Zeit gefahren hatte, wurde um zehn Ränge auf Platz 16 zurückversetzt. Der Williams-Pilot hatte die Aufforderung zum Wiegen übersehen. Wie bei Mark Webber in Austin gab es eine Verwarnung. Da Maldonado zuvor in der Saison schon zwei gelbe Karten gesammelt hatte, setzte es bei der dritten automatisch die Rückstufung.

"Das war etwas unglücklich", erklärte Williams-Teamchef Toto Wolff. "Sie haben ihn zwischen zwei Runs an die Waage gebeten. Das ist ungewöhnlich. Außerdem ist die Ampel am Boxeneingang schwer zu sehen." In der Vernehmung zeigten die Stewards aber keine Gnade.

So steht neben Massa nur noch ein Auto zwischen Alonso und Vettel - der Force India von Nico Hülkenberg. Der Deutsche hofft seinem Landsmann helfen zu können. "Freiwillig mache ich sicher nicht Platz."

Auch Kimi Räikkönen und Nico Rosberg profitierten von der Maldonado-Strafe. Sie rutschten auf die Startplätze acht und neun nach vorne. Auch Michael Schumacher rückte einen Platz auf, was die Laune des Rekordchampions aber auch nicht großartig verbessern sollte. Er hat im letzten Qualifying seiner Karriere das Top Ten-Finale komplett verpasst. Im Zweiten Abschnitt blieb der Rekordchampion eine halbe Sekunde langsamer als Teamkollege Rosberg.

Die Quittung: Startplatz 13. "Wir haben wohl etwas zu sehr auf Regen gesetzt. Ich hatte einen kleines Bremsproblem in Kurve 1, aber es hätte wohl sowieso nicht gereicht. Ich hatte uns eigentlich etwas stärker erwartet" Schumi hilft nun nur noch ein chaotisches Regenrennen. Sein Auto ist auf feuchte Bedingungen vorbereitet. "Mal abwarten. Es kann immer Überraschungen geben. Es wird sicher ein aufregendes Rennen. "

Zu trocken für Glock

Für Timo Glock war wieder einmal schon im ersten Abschnitt Schluss. Auf halbfeuchter Strecke sah es lange so aus, als könne der Marussia-Pilot vielleicht den Einzug in die zweite Runde schaffen könnte. Doch mit immer weiter abtrocknendem Asphalt wurde der Hessen immer weiter nach hinten gespült. Wie so oft geht Glock auf Rang 21, vor Teamkollege Charles Pic und hinter den beiden Caterhams ins Rennen.

"Wir haben im letzten Sektor absolut keine Chance, weil der KERS-Faktor hier enorm ist", klagte Glock anschließend. "Am Anfang hat es noch Spaß gemacht, als die Strecke noch nasser war, da vorne ein bisschen mitzumischen. Aber als die Strecke dann trocken war, hatten wir keine Chance mehr."

Grosjean kollidiert mit De la Rosa

Das prominenteste Opfer der widrigen Bedingungen zu Beginn der Sitzung hieß Romain Grosjean. Beim Versuch den HRT von Pedro de la Rosa zu überholen, krachte der Lotus-Pilot dem Spanier ins Heck und verlor den Frontflügel. Nach kurzer Reparatur blieb noch eine schnelle Runde. Am Ende fehlten jedoch zwei Zehntel auf den rettenden 17. Platz. "Das ist ein Desaster. Wir hatten ein sehr gutes Auto. Jetzt müssen wir auf Chaos im Rennen hoffen."

Die spektakulären Bilder vom Qualifying sehen Sie wie immer in unserer Bildergalerie.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden