Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

GP Brasilien 2013 (Qualifying)

Vettel auch im Regen auf Pole

Sebastian Vettel - Red Bull - Formel 1 - GP Brasilien - 22. November 2013 Foto: xpb 60 Bilder

Sebastian Vettel ist nicht zu stoppen. Auch nicht durch die Naturgewalten. Im Regen von Sao Paulo fuhr der Weltmeister überlegen auf Pole Position. Nico Rosberg gewann den Kampf um den zweiten Platz in der ersten Reihe.

23.11.2013 Tobias Grüner

Sebastian Vettel kann offenbar auch über Wasser gehen – oder zumindest fahren. Der Weltmeister sicherte sich im feuchten Qualifying von Sao Paulo die 9. Pole Position der Saison. In einem spannenden Regen-Krimi distanzierte der Heppenheimer seinen Landsmann Nico Rosberg im Mercedes um mehr als 6 Zehntel.

Auf das Top Ten-Finale mussten die Fans in Sao Paulo allerdings lange warten. Ein heftiger Schauer zwang die Rennleitung dazu, den Beginn des Q3 immer wieder zu verschieben. Erst nach einer Pause von 35 Minuten wurden die Autos wieder auf die Strecke gelassen.

Vettel locker auf Pole Position

Zunächst probierten es die Piloten mit Extrem-Regenreifen. Dann wurde aber schnell klar, dass Intermediates die besseren Rundenzeiten ermöglichen. Vettel war auf beiden Mischungen der schnellste Pilot auf der Strecke. Die Konkurrenz kämpfte in den Schlussminuten nur um Rang 2. "Ich bin auch überrascht über den Abstand", erklärte Vettel anschließend zufrieden. "Wir hatten gedacht, dass es sehr eng wird. Wenn es morgen trocken wird, hat keiner eine Ahnung, wie es läuft. Das wird ein großes Rätselraten."
 
Nico Rosberg bestätigte seine guten Trainingseindrücke mit dem zweiten Platz. Der große Abstand zur Spitze ist allerdings ein schlechtes Zeichen für das Rennen, wenn es am Sonntag auch regnen sollte. "Ich bin nicht euphorisch. Ich hatte schon ein wenig auf die Pole Position gehofft. Heute lief alles nach Plan. Die Runde war gut. Über den Abstand nach vorne bin ich etwas überrascht. Auch mit einer perfekten Runde wäre es schwer geworden, Sebastian zu schlagen."

Alonso verpatzt Rang 2

Von Platz 3 geht Fernando Alonso im Ferrari an den Start. Der Spanier war bei feuchten Bedingungen deutlich besser unterwegs als zuletzt auf trockener Piste. Auf Vettel fehlten allerdings schon mehr als eine Sekunde. "Wir wussten, dass wir im Regen etwas besser sind. Leider kam der erst im letzten Rennen der Saison. Mit meiner schnellen Runde bin ich etwas unzufrieden. Zumindest Rang 2 war möglich heute. Aber auf Rang 3 habe ich fürs Rennen alle Möglichkeiten."

Neben Alonso startet Mark Webber im zweiten Red Bull aus der zweiten Reihe. Dahinter steht Lewis Hamilton im zweiten Mercedes auf Platz 5. Der Brite kommt mit der feuchten Strecke deutlich schlechter zurecht als Teamkollege Rosberg. Hamilton teilt sich die dritte Reihe mit Romain Grosjean im Lotus. Im Q2 hatte der Franzose noch die schnellste Runde gefahren. Am Ende konnte er aber nicht mehr zulegen.

Hülkenberg mit schlechtem Timing

Die vierte Startreihe teilen sich die beiden Toro Rosso-Piloten. Daniel Ricciardo gewann das Duell gegen Teamkollege Jean-Eric Vergne. Die letzten Plätze in den Top Ten gingen an Felipe Massa bei seinem letzten Quali-Einsatz im Ferrari und an Nico Hülkenberg im Sauber, der am Ende etwas Pech mit dem Timing hatte und nur von Rang 10 startet.
 
Für Adrian Sutil war schon in der zweiten Runde Schluss. "Es war einfach eine schwierige Sitzung", klagte Sutil später. "Wir haben große Probleme mit diesen Reifen im Regen. Die sind immer noch ein Rätsel für uns - nicht nur nass sondern auch die Trockenreifen. Da müssen wir über Winter daran arbeiten, um die besser zu verstehen." Von Startplatz 16 hofft der Bayer auf ein Chaosrennen am Sonntag, um die Saison noch mit Punkten abzuschließen.

Beide McLaren im Q2 raus

Auch Sergio Perez verabschiedete sich im Q2 - allerdings ungleich spektakulärer als Sutil. In seinem letzten Qualifying für McLaren schmiss der Mexikaner sein Auto in Kurve 3 in die Mauer. "Ich wusste, dass es meine letzte Runde war. Da habe ich alles riskiert und bin etwas über das Limit hinausgegangen. Das Auto hat leider nicht so reagiert, wie ich dachte."
 
Zuvor war Perez immerhin noch die 14.-schnellste Zeit gefahren. Damit steht er eine Position vor Teamkollege Jenson Button. "Wir haben einfach keine Temperaturen in die Reifen bekommen", erklärte der Brite angesäuert. "Normalerweise sind wir darin sehr gut. Aber wir sind im Training nicht genug gefahren, um ein Gefühl zu bekommen." Mit dem Sao Paulo-Ergebnis hat Button das Quali-Duell in diesem Jahr gegen Perez mit 9:10 verloren.

Heikki Kovalainen machte ebenfalls schon etwas früher Feierabend. Auf Platz 11 verpasste der Ersatzmann von Kimi Räikkönen den Einzug in die Top Ten nur knapp. Der Finne suchte anschließend nicht lange nach Ausreden. "Ich hatte einfach nicht die Pace. Da gibt es leider keine andere Entschuldigung. Der Regen liegt dem Auto eigentlich gut. Aber ich war einfach nicht schnell genug."

Für den Rennsonntag ist eine leichte Wetterverbesserung vorhergesagt. Es soll nicht mehr komplett durchregnen. Die Gefahr von kleinen Schauern zwischendurch besteht aber immer. Und die kommen in Sao Paulo bekanntlich immer zum dümmstmöglichen Zeitpunkt. Rennstart ist übrigens um 17.00 Uhr deutscher Zeit. Einschalten lohnt sich.

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden