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GP Brasilien 2013 (Rennen)

Vettel-Finalsieg mit Hindernissen

GP Brasilien 2013 - Start Foto: xpb 60 Bilder

Sebastian Vettel hat mit dem Sieg in Sao Paulo die zweite Saisonhälfte perfekt abgeschlossen. Seit Spa gewann der Champion 9 Rennen in Folge. Den Kampf um Rang 2 entschied Teamkollege Mark Webber für sich, der in Brasilien das letzte Rennen seiner Karriere fuhr.

24.11.2013 Tobias Grüner

Für Sebastian Vettel kommt die Winterpause zum falschen Zeitpunkt. Seit Monaten scheint der Weltmeister unschlagbar. Auch beim Saisonfinale änderte sich daran nichts. Selbst ein verpatzter Boxenstopp, der ihn 6 Sekunden kostete, konnte nichts daran ändern, dass Vettel am Ende ungefährdet mit 10 Sekunden Vorsprung über die Ziellinie rollte.

Vettel weiter auf Rekordjagd

Mit dem Erfolg in Interlagos hat Vettel gleich 2 alte Formel 1-Rekorde eingestellt. Der 13. Sieg innerhalb einer Saison egalisierte eine entsprechende Bestmarke von Michael Schumacher aus der Saison 2004. 9 Rennen in Folge ohne Niederlage schaffte zuvor nur Alberto Ascari in den 50er Jahren.

"Das ist echt traurig, dass die Saison jetzt schon zuende geht", erklärte der Deutsche anschließend. "Da kann man nicht mehr viel dazu sagen. Mehr hätten wir uns nicht wünschen können. Das ist schon fast - entschuldigen Sie den Ausdruck - pervers, wie stark wir waren. Wir haben kein Fehler gemacht. Das Auto ist phänomenal. Das war eine absolute Teamleistung. Jetzt freue ich mich aber auch auf den Winter und auf zuhause."

Der einzige Pilot, der den Speed des Heppenheimers mitgehen konnte, war Mark Webber. Doch der Australier verlor in der Startphase zu viel Zeit, als er zunächst von Rang 4 auf Platz 5 zurückfiel. Dank der überlegenen Red Bull-Pace kämpfte sich der Routinier in seinem letzten Formel 1-Rennen innerhalb von 13 Runden auf die 2. Position, auf der er auch über die Linie rollte.

Ferrari macht Duell gegen Mercedes spannend

Der beste Nicht-Red Bull-Pilot hieß am Sonntag Fernando Alonso. Der Spanier lieferte sich nur in der ersten Rennhälfte mit Webber einen Kampf. Danach kontrollierten die Red Bull an der Spitze den Abstand zum Ferrari-Verfolger. "Wir hätten uns etwas Regen gewünscht. Dann hätten wir noch bessere Chancen gehabt. Der war zwar angekündigt, kam aber leider nicht."

Mit Felipe Massa auf Platz 7 sammelte die Scuderia immerhin 21 Punkte. Wenn sich der Brasilianer nicht eine Durchfahrtsstrafe wegen Überqueren der weißen Linie am Boxeneingang eingehandelt hätte, wären es sogar noch mehr gewesen.

So reichte es nicht ganz für Ferrari im spannenden Kampf um Platz 2 in der Teamwertung gegen Mercedes. Nur 6 Punkte machten am Ende den Unterschied. Nico Rosberg kam auf Platz 5 ins Ziel. Der aus der ersten Reihe gestartete Wahlmonegasse hatte das Rennen zu Beginn sogar kurz angeführt, wurde dann mit Reifenproblemen aber schnell nach hinten durchgereicht.

Hamilton verliert Rang 3 in der Fahrerwertung

Auch Teamkollege Lewis Hamilton kam nicht ungeschoren über die Runden. Bei einem Zweikampf mit Valtteri Bottas im 47. Umlauf kollidierte der Silberpfeil mit dem Williams. Für Bottas war das Rennen zu Ende. Hamilton wurde von der Rennleitung als Schuldiger angesehen und wurde zu einer Durchfahrtsstrafe verdonnert. Am Ende kam der Brite auf Rang 9 ins Ziel.

Die Kollision zwischen Hamilton und Bottas hätte beinahe auch Red Bull auf dem falschen Fuß erwischt. Aus Angst vor einem Safety-Car kam Sebastian Vettel in Runde 47 unangemeldet an die Box. Der Weltmeister verlor 6 Sekunden, weil seine Gummis noch nicht parat lagen. Teamkollege Webber, der eigentlich für den Reifenwechsel vorgesehen war, musste sich kurz hinten anstellen, konnte aber Platz 2 gegen Alonso verteidigen.

"Da haben wir es etwas interessant gemacht", nahm Vettel die Situation später locker. "Die Entscheidung zum Stopp kam in letzter Sekunde. Ich musste auf den rechten Vorderreifen warten. Das war etwas chaotisch in der Boxengassen. Zum Glück war die Lücke zu Alonso groß genug. Und irgendwann kam der Reifen zum Glück noch."

Webber mit perfektem Karriere-Abschluss

Im Kampf um Rang 3 in der Fahrer-WM sorgte die Hamilton-Kollision für die Entscheidung zu Gunsten von Webber. Mit 199 zu 189 setzte sich der Aussie am Ende locker durch. Seinen letzten Auftritt in der Königsklasse feierte Webber auf besondere Art: In der Auslaufrunde zog er noch während der Fahrt den Helm aus, um die Fans auf den Tribünen zu grüßen.

"Ich habe die letzten Runden bis zur Ziellinie wirklich genossen", blickte der Australier auf den Abschluss seiner F1-Karriere zurück. "Ich bin wirklich stolz mit den ganzen Jungs heute noch einmal kämpfen zu können. Es war eine besondere Freude das Rennen mit den zwei besten Fahrern dieser Generation zu beenden. Auch für Renault freut es mich über den Doppelsieg beim letzten Einsatz der V8-Motoren."

McLaren mit starker Leistung

Die beiden McLaren profitierten von den Problemen der Konkurrenz, zeigten auf trockener Piste aber auch eine im Vergleich zum Qualifying deutlich verbesserte Pace. Jenson Button landete noch vor Rosberg auf Rang 4. Sergio Perez hinter Rosberg auf Position 6.

Auch Nico Hülkenberg fand sich im Ziel in den Punkten wieder. Trotz Problemen mit dem Reifenverschleiß, rollte der Sauber-Pilot auf Position 8 über die Linie. Hamilton konnte den Rheinländer am Ende nicht mehr angreifen. Bei der Kollision mit Bottas hatte er sich den Unterboden beschädigt.

Der letzte Punkt ging an Daniel Ricciardo. Der Toro Rosso präsentierte sich bei trockenen Bedingungen nicht so konkurrenzfähig wie bei Regen am Vortag. Für Adrian Sutil im Force India reichte es im letzten Rennen der Saison nicht für Punkte. Am Ende kam der Deutsche wenige Sekunden hinter den Punkteplätzen auf Rang 13 ins Ziel.

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