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GP Brasilien - Ergebnis Rennen

Webber gewinnt - Button neuer Champion

Jenson Button Foto: dpa 61 Bilder

Der neue Weltmeister heißt Jenson Button. Mit einem fünften Platz sicherte sich der Engländer am Sonntag (18.10.) in Sao Paulo vorzeitig den Titel. Mark Webber gewann das Rennen vor Robert Kubica und Lewis Hamilton. Sebastian Vettel wurde Vierter.

18.10.2009 Tobias Grüner

Im zehnten Anlauf hat es Jenson Button endlich geschafft. Mit Platz fünf sicherte sich der Engländer in Sao Paulo seinen ersten WM-Titel. Im vorletzten Saisonrennen zeigte der Brawn-Pilot mit einigen beherzten Überholmanövern eine bravouröse Aufholjagd, die am Ende mit dem vorzeitigen Titelgewinn belohnt wurde. Ein Rennen vor Saisonende liegt Button mit 15 Punkten Vorsprung vor Sebastian Vettel uneinholbar vorne.

Mit erhobenen Fäusten überquerte Button die Ziellinie. In seiner Auslaufrunde sang er "We are the champions" in den Boxenfunk. Während die Konkurrenz auf dem Podium mit Champagner spritzte, feierte das Brawn-Team in der Box. Neben dem Fahrertitel sicherte sich das Team auch die Meisterschaft in der Konstrukteurswertung.

Barrichello enttäuscht seine Fans
 
Für Rubens Barrichello bot Interlagos wieder einmal eine Enttäuschung. Der Lokalmatador bog zwar als Erster zum Tankstopp ab, verlor dann aber sukzessive an Boden. Zunächst schoben sich nur Mark Webber und Robert Kubica vor den Routinier. Mit Reifenproblemen wurde Rubinho jedoch acht Runden vor Schluss noch einmal unplanmäßig an die Box gerufen und musste sich am Ende mit einem WM-Punkt für Platz acht zufrieden geben.

Im spannenden Kampf um den Titel ging der zweite Grand Prix-Sieg von Webber fast ein wenig unter. Der Australier bestätigte seine gute Qualifying-Form und fuhr ein fehlerfreies Rennen. "Das ist ein fantastischer Tag heute", freute sich der Red Bull-Pilot. "Im ersten Stint wusste ich nicht genau, wie schnell Rubens ist. Aber nach dem Tankstopp konnte ich auf der Strecke frei fahren und auf die Reifen aufpassen."

BMW-Sauber auf dem Podium

Auch Robert Kubica zeigte eine beeindruckende Pace und drängte schon früh von Startplatz acht in Richtung Podium. "Wir hatten leider etwas Probleme mit der Motortemperatur. Ich musste die Drehzahl etwas reduzieren und auf der Geraden immer aus dem Windschatten ausscheren. Dazu kam noch, dass ich nach dem ersten Stopp am Ende einer Gruppe herauskam. Das war nicht ideal." Mit Rang zwei gab es im vorletzten Rennen vor dem BMW-Ausstieg noch einmal Grund zum Jubel.

Auch Lewis Hamilton konnte sich über Rang drei freuen. "Ich hätte nicht gedacht, dass ich überhaupt in die Punkte fahre. Vom 18. Platz auf Rang drei - das war ein toller Job des ganzen Teams." Teamkollege Heikki Kovalainen verpasste auf Rang neun dagegen knapp die Punkte. Der Finne sorgte für die spektakulärste Szene des Rennens, als beim ersten Boxenstopp der Tankschlauch klemmte. Mit abgerissenem Rüssel fuhr der Silberpfeil die Boxengasse entlang und verteilte hinter sich das Benzin. Kimi Räikkönen fuhr direkt dahinter und entzündete den Sprit in einem großen Feuerball. Beiden Piloten blieben allerdings unverletzt und konnten das Rennen beenden.

Vettel kämpft auf verlorenem Posten

Aus deutscher Sicht lief das Rennen enttäuschend. Sebastian Vettel lieferte zwar eine gute Aufholjagd und beendete das Rennen als Vierter. Er hatte dabei aber nie eine Chance, in den Titelkampf einzugreifen. "Ich denke es war das Maximum, von daher war es ein gutes Rennen", erklärte der Youngster. "Aber die kleine Chance, die es noch gab, ist jetzt auch hinüber."

Auch für Nico Rosberg gab es trotz guter Ausgangslage nichts zu holen. Auf Rang vier liegend musste der Williams in der 27. Runde aufgeben. "Irgendwas im Getriebe ist kaputtgegangen", so die erste Diagnose des Wahl-Monegassen. "Schade, wir waren eigentlich schnell genug und hätten nach vorne fahren können."

Nakajima mit heftigem Abflug

Zwei Runden später war das Rennen auch für Teamkollege Kazuki Nakajima beendet. Der Japaner leistete sich einen spektakulären Abflug, nachdem er sich im Duell mit seinem Landsmann Kobayashi auf der Gegengerade den Frontflügel abgefahren hatte. Der Williams schlug dabei hart in die Reifenstapel ein. Nakajima blieb zum Glück unverletzt.
 
Auch für Nick Heidfeld war das Brasilien-Gastspiel vorzeitig vorbei. In der 21. Runde rollte der BMW des Deutschen plötzlich aus. Bei seinem Tankstopp in der Runde zuvor war wegen einer defekten Anlage kein Benzin geflossen. Dem Mönchengladbacher ging dann einfach der Sprit aus.

Sutil legt sich mit Trulli an

Für den vierten Deutschen war das Rennen sogar noch früher beendet. Bereits am Start verlor Adrian Sutil seinen dritten Platz an Kimi Räikkönen. In der Linkskurve am Ende der Gegengerade versuchte dann auch Jarno Trulli vorbeizugehen. Der Toyota setzte sich außen neben den Force India, allerdings hielt Sutil dagegen. Trulli musste auf den Randstein, verlor die Kontrolle und erwischte seinen Kontrahenten am Heck. Sutil drehte sich auf die Wiese und schoss bei der Rückkehr auf die Strecke auch noch den Renault von Fernando Alonso ab.
 
Nach der Kollision stürmte Trulli auf seinen deutschen Widersacher los und redete wild gestikulierend auf ihn ein. "Er hat mich klar rausgedrängt", so der Italiener und forderte eine Strafe. Sutil war sich keiner Schuld bewusst: "Es ist schwer zu beschreiben. Ich habe plötzlich hinten einen Schlag bekommen und hab mich ins Feld gedreht. Ich habe Jarno gar nicht gesehen. Es war etwas unsinnig es außen zu probieren", beschreibt der Gräfelfinger den Ausfall aus seiner Sicht. "Es ist schade, ich war zufrieden mit meinem Start und habe mich auf ein langes Rennen gefreut."

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