Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

GP Brasilien

Massa auf Pole

Foto: dpa 65 Bilder

Ferrari-Pilot Felipe Massa sicherte sich für das Finalrennen der Formel 1-Saison 2007 in Brasilien die Pole Position. Der Brasilianer schaffte beim Heimspiel in Sao Paulo eine Rundenzeit von 1.11,931 Minuten. WM-Leader Lewis Hamilton war anderthalb Zehntelsekunden langsamer.

20.10.2007

Hamilton nimmt das Rennen aber noch vor seinen direkten Titelgegnern Kimi Räikkönen und Fernando Alonso – die vom dritten und vierten Startplatz losfahren – aus der ersten Startreihe in Angriff.

Zum großen Jubel der brasilianischen Fans schaffte Felipe Massa wie im Vorjahr die Pole Position in Interlagos. „Es war sehr eng und ich habe in der zweiten Kurve einen kleinen Fehler gemacht und schon befürchtet, dass mich das die Pole Position kosten könnte.“ Lewis Hamilton war bei seinem letzten Sturmlauf bis zum zweiten Sektor schneller als Massa, doch auch er beging einen kleinen Fehler: „Die letzte Kurve hat nicht perfekt gepasst“, gab der Brite zu.

Kurioserweise musste auch der drittplatzierte Kimi Räikkönen einen Fehler beklagen, der jedoch nicht ausschließlich von ihm ausging: „Ich hatte eingangs der vierten Kurve in meiner schnellsten Runde einen leichten Quersteher, weil ich erst noch Lewis Hamilton überholen musste. Er hätte mir das Leben einfacher machen können. Das hat sicher zwei Zehntel gekostet“, nuschelte der Ferrari-Star ins Mikrofon. Hamilton entschuldigte sich hinterher öffentlich für den Fehler, Räikkönen übersehen zu haben. Ferrari will bei der Rennleitung anfragen, wie die Kommissare die Aktion bewerten, aber man verspricht sich nicht viel von dieser Anfrage.

Abgesehen von individuellen Fahrfehlern und angeblichen Blockadeaktionen deutete sich die Niederlage von McLaren-Mercedes im Zeittraining bereits im dritten freien Training am Samstagmorgen an, wo Ferrari ebenfalls vorne lag.

Ferrari dominiert

Der Grund ist mittlerweile ausgemacht: Ferrari kam erstmals in dieser Saison mit der supersoften Reifenmischung von Bridgestone zurecht. Bei insgesamt drei GP-Rennen – Ungarn, Kanada und Monaco – neigten die extrem weichen Mischungen beim Ferrari zum Körnen. Doch die deutlich höheren Außentemperaturen am Samstag von fast 30 Grad reduzierten – wie von Bridgestone-Rennchef Hirohide Hamashima prognostiziert – die Neigung zum Körnen erheblich. Das erklärt, warum Ferrari erstmals auch mit den superweichen Reifen gut zurecht kam.

Beide BMW-Piloten schafften den Sprung in das finale Top-Ten-Qualifying. Nick Heidfeld qualifizierte sich mit einer Rundenzeit von 1.13,472 Minuten für Startplatz sechs, Robert Kubica schloss das Zeittraining auf Platz sieben ab, obwohl er weniger Sprit an Bord hatte als sein deutscher Teamkollege. „Ich hatte einen Quersteher in der letzten Kurve, das hat mich ein besseres Resultat gekostet“, ärgerte sich der Pole. Damit hat Kubica zum vierten Mal in dieser Saison einen Vorteil durch weniger Sprit im Zeittraining nicht umsetzen können, weil er einen Fahrfehler beging.

Webber auf Startplatz fünf

Die Überraschung des Zeittrainings von Interlagos war zweifelsohne das Red Bull-Team: Mark Webber schaffte mit einer Rundenzeit von 1.12,928 Minuten einen sehr guten fünften Platz, Teamkollege David Coulthard landete auf Platz neun und erklärte den Formanstieg von Red Bull wie folgt: „Unsere Autos sind jetzt endlich zuverlässig, was dazu führt,dass wir im freien Training viel zum Fahren kommen und so besser ein optimales Setup finden. Meine Qualifikations-Runde war sehr gut, und wenn man die Sprit-Differenz rausrechnet, dann war ich so schnell wie mein Teamkollege Mark Webber.“

Williams-Pilot Nico Rosberg gelang ein guter zehnter Startplatz, ToroRosso-Youngster Sebastian Vettel schloss das Zeittraining auf Position 13 ab: „Zu Beginn war das Auto nicht so gut, aber nachdem wir mit dem Reifenluftdruck herumgespielt haben, ging es besser“, kommentierte Vettel.

Weniger glücklich war Toyota-Pilot Ralf Schumacher mit Startplatz 15: „Ich habe beim Anbremsen von zwei Kurven insgesamt fünf Zehntelsekunden verschenkt. Im Gegensatz zu meinem Teamkollegen Jarno Trulli haben wir meine supersoften Reifen durch Anwärmen und Auskühlen gezielt ausgehärtet, weil wir Graining befürchteten. Aber das war wohl ein Fehler.“

Bereits im ersten Quali-Sektor musste Spyker-Pilot Adrian Sutil die Segel streichen: Zwar konnte er sich wie gewohnt gegen seinen Teamkollegen Sakon Yamamoto durchsetzen, doch der Gräfelfinger rollte bereits nach drei absolvierten Runden mit einem technischen Defekt aus.

Umfrage
Wer wird F1-Weltmeister 2007?
Ergebnis anzeigen
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden