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GP Brasilien

Überlegene Pole für Massa

Foto: dpa

Michael Schumacher war in der letzten Qualifikation seiner Formel-1-Karriere vom Pech verfolgt. Wegen technischer Probleme an seinem Ferrari konnte er den Schlussabschnitt nicht beenden und muss das Rennen von Platz zehn angehen. Teamkollege Felipe Massa fuhr auf Pole.

21.10.2006

Auf Platz zwei folgte McLaren Mercedes-Pilot Kimi Räikkönen vor Jarno Trulli im Toyota. Schumachers WM-Rivale Fernando Alonso wurde im Renault Vierter. Der Deutsche bestreitet in Sao Paulo seinen 250. und letzten Grand Prix. Er muss das Rennen gewinnen und Alonso ohne Punkt bleiben, um sich noch mit dem achten WM-Titel zu verabschieden. Nach dem verkorksten Qualifying scheint dies jedoch wieder in weite Ferne gerückt.

Im anschließenden Interview gab er sich gefasst: "Wir hatten kein Benzindruck!“ Auf die Frage wie weit ihn diese Panne im Rennen zurückwerfen werde, antwortete er "um zehn Plätze“. Es mache das Ganze schwieriger, fügte der Ferrari-Pilot hinzu. "Wir müssen sehen, was morgen im Rennen passiert.“

Brawn: "Wir müssen das Auto auseinander nehmen."

Der 37-Jährige schoss nach dem Ausschalten der roten Ampel in der dritten K.o.-Runde des Qualifyings am Samstag als Erster auf die Piste. Wegen des technischen Problems musste der Kerpener dann aber die Konkurrenten der Reihe nach passieren lassen und im Notprogramm an die Box zurückschleichen. "Wir haben den Benzindruck verloren“, nannte Technik-Direktor Ross Brawn als Grund für den schweren Rückschlag. "Wir müssen das Auto über Nacht auseinander nehmen." Nach derzeitigem Stand muss der Motor nicht gewechselt werden, so dass Schumacher wenigstens nicht noch um weitere zehn Startplätze nach hinten rutscht.

Wie Schumacher gab sich auch Brawn kämpferisch: "Michael hat schon schwierigere Rennen gewonnen." Angesichts Schumachers Riesenpech war es für Ferrari nur ein schwacher Trost, dass Felipe Massa bei seinem Heimrennen am Sonntag (Start: 19.00 Uhr MESZ) von der Pole-Position startet.

Massa: "Das ist toll."

Der Brasilianer, der einen bunten Rennoverall in den Landesfarben blau, gelb und grün trug, jubelte als einziger "Roter" richtig: "Das ist toll." Mit seinem Teamkollegen hatte Massa Mitleid. "Michael war die letzten beiden Rennen nicht vom Glück begünstigt. Aber unser Auto ist stark, weshalb noch etwas möglich ist."

Neben Massa steht dessen künftiger Teamkollege Kimi Räikkönen in der ersten Startreihe. Der Finne belegte im McLaren-Mercedes mit 0,619 Sekunden Rückstand den zweiten Rang. "Eine klasse Runde von Kimi und eine gute Basis fürs Rennen", meinte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug erfreut. Ralf Schumacher kam im zweiten Toyota auf den siebten Platz vor BMW-Vertreter Nick Heidfeld. "Ich bin nicht richtig zufrieden", sagte der Mönchengladbacher BMW-Fahrer. "Dass die Toyota so stark sind, ist ein Dämpfer." Nico Rosberg belegte den 13. Platz. Robert Doornbos wird wegen eines Motorwechsels nach dem zweiten Training um zehn Plätze strafversetzt und startet das morgige Rennen damit von ganz hinten.

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