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GP China 2012 Qualifying

Erste Pole für Rosberg, Pleite für Red Bull

Rosberg, Schumacher & Hamilton - GP China 2012 - Qualifikation Foto: xpb 86 Bilder

Nico Rosberg steht in China zum ersten Mal in seiner Karriere auf Pole Position. Mercedes-Teamkollege Michael Schumacher macht auf Rang zwei die erste Mercedes-Startreihe perfekt. Red Bull erlebte eine Pleite. Sebastian Vettel wurde nur Elfter.

14.04.2012 Bianca Leppert

Die Formel 1-Saison 2012 geht so spannend weiter, wie sie begonnen hat. Bei Nico Rosberg ist in Shanghai endlich der Knoten geplatzt. In seinem 111. Grand Prix steht der Deutsche am Start erstmals ganz vorne. Der 26-Jährige drehte in 1.35,121 Minuten die schnellste Runde des Tages und lag damit mehr als eine halbe Sekunde vor dem Rest des Feldes.

Für Mercedes gab es im China-Qualifying eine wahre Sternstunde. Michael Schumacher fuhr hinter Lewis Hamilton die drittschnellste Zeit. Da der McLaren-Pilot aber wegen eines unerlaubten Getriebewechsels fünf Plätze nach hinten gesetzt wird, besteht die erste Startreihe am Sonntag aus zwei Silberpfeilen.

Rosberg hatte eine perfekte Runde

"Es ist ein ganz spezielles Gefühl", meinte Rosberg nach seiner Pole-Premiere. "Das ist der absolute Hammer. Wir haben das Setup für die letzte Runde noch geändert. Das ist aufgegangen. Ein super Gefühl mit Michael in der ersten Reihe zu stehen. Ich bin mir sicher, wir werden auch Fortschritte im Rennen machen. Ich hoffe, wir können die Position halten."

Im Gegensatz zu Schumacher wagte Rosberg nur einen Versuch im Top-Ten-Finale und konnte sich damit einen frischen Reifensatz für das Rennen aufsparen. Trotz der Niederlage im teaminternen Duell war auch Schumi zufrieden. "Ein perfekter Start in das Wochenende, beide Silberpfeile in die erste Reihe zu katapultieren - darauf musste das Team lange hinarbeiten. Aber jetzt haben wir es geschafft."

Sauber stark in China

Auch für Sauber gab es wieder einmal Grund zum Feiern. Kamui Kobayashi beendete das Qualifying auf einem hervorragenden vierten Rang. Der Japaner geht wegen der Hamilton-Strafe vom dritten Rang ins Rennen. Den Platz neben dem Sauber in Reihe zwei belegt Kimi Räikkönen. Nach einem schwierigen Freitag kam Lotus am Samstag doch noch rechtzeitig in Schwung.

Für Jenson Button lief es in der Qualifikation nicht ganz perfekt. Er konnte wieder einmal nicht ganz so viel aus seinem McLaren herausholen wie sein Teamkollege. Wegen der Strafversetzung startet der Weltmeister von 2009 aber trotzdem zwei Plätze vor Hamilton auf Rang fünf.

Negative Überraschung für Red Bull

Bei Red Bull hingen die Mundwinkel ganz tief herunter. Mark Webber schaffte nur die siebtschnellste Zeit und geht damit direkt vor Hamilton von Platz sechs ins Rennen. Achter wurde Malaysia-Überraschungsmann Sergio Perez im zweiten Sauber vor Fernando Alonso im Ferrari und Romain Grosjean im zweiten Lotus.

Für die negative Überraschung des Tages sorgte Sebastian Vettel. Nach dem zweiten Qualifying-Abschnitt ging ein großes Raunen durch das Pressezentrum. Der Weltmeister und Pole-Rekordmann verpasste in China die Top-Ten und geht nur vom elften Platz ins Rennen. Ihm fehlten 49 Tausendstelsekunden auf den Einzug in Q3.

Teamkollege Webber war im Q2 drei Zehntel schneller als Vettel. Allerdings gingen die beiden Red Bull-Piloten mit verschiedenen Auspuff-Varianten ins Qualifying. Webber fuhr die modifizierte Version, Vettel vertraute der alten Version - die offensichtlich nicht schneller ist. Zuletzt startete Vettel in Brasilien im Jahr 2009 außerhalb der Top-Ten. Damals fuhr er allerdings vom 15. Platz auf den vierten Rang im Rennen.

"Es hat einfach nicht gereicht", sagte Vettel. "Es war nichts grob verkehrt. Es haben einfach ein paar Zehntel gefehlt. Mit der Runde war ich nicht unzufrieden. Ich habe mich für das System entschieden, weil ich mich gestern wohler gefühlt habe. Heute war es schon nicht mehr so gut. Im Rennen ist alles drin. Ich habe noch einen neuen Satz Reifen."

Massa strauchelt in Q2

Auch Felipe Massa schaffte im Gegensatz zu seinem Teamkollegen nicht den Einzug in das Q3. Der Brasilianer startet vom zwölften Platz. Dahinter beendeten die Williams-Piloten Pastor Maldonado und Bruno Senna beendeten das Qualifying auf den Rängen 13 und 14 in Startreihe sieben. Startreihe acht geht an das Force India-Duo - mit Paul di Resta vor Nico Hülkenberg. Daniel Ricciardo wurde 17.

Neben den üblichen Verdächtigen, die nicht über den ersten Qualifying-Abschnitt hinaus kamen, traf es dieses Mal auch noch Toro Rosso-Pilot Jean-Eric Vergne. Der Franzose landete auf dem 18. Platz. Dahinter reihten sich das Caterham-Duo, die Marussia-Piloten sowie die HRT-Piloten ein.

Timo Glock war mit Rang 21 sehr zufrieden. "Ich glaube wir haben noch mal einen Schritt gemacht", meinte Glock. "Wir sind nur noch sechs Zehntel hinter Petrov. In Malaysia waren wir noch weiter weg. Ich hoffe, dass der Trend in den nächsten Rennen anhält. Es war aber etwas schwierig heute. Gestern war die Balance deutlich besser. Ich habe es aber noch ganz gut hinbekommen."

Die Startreihenfolge könnte am Sonntag aber noch einmal gehörig durcheinandergewirbelt werden. Für die Zeit des Rennens sind wie schon in Malaysia Schauer vorhergesagt. Das frühe Aufstehen lohnt sich also. Es droht wieder ein echter Formel 1-Krimi.
 

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