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Erste Pole für Nico Rosberg

Mercedes genießt den Moment

Nico Rosberg Michael Schumacher  - Formel 1 - GP China - 14. April 2012 Foto: xpb 25 Bilder

Es muss wie ein Befreiungsschlag für Mercedes sein. Zwei Jahre lange blieb der große Erfolg aus. Nico Rosberg brachte den Stern mit seiner ersten Pole in China wieder zum Funkeln.

14.04.2012 Bianca Leppert

Irgendwie scheint die Zahl 1 den Silberpfeilen Glück zu bringen. Es ist der 41. Grand Prix des Mercedes-Werksteams, bei dem der erste große Erfolg gelang. In seinem 111. Grand Prix holte Nico Rosberg seine erste Pole-Position seiner Karriere. Wegen der Rückversetzung von Lewis Hamilton starten sogar beide Silberpfeil-Piloten aus der ersten Reihe.

Rosberg setzt auf Risiko

Als die Zielflagge nach dem dritten Qualifying-Abschnitt fiel, saß Rosberg aber noch nicht einmal im Auto, sondern lief in der Boxengasse herum. Der Deutsche startete nur einen Versuch. Alles oder nichts. "Ich wusste nicht, ob die Strecke besser werden würde oder was da draußen vor sich geht", sagt Rosberg. "Also habe ich einfach gehofft: Lass es bitte genug sein. Und das war es."

Während die anderen auf der Strecke noch nach der Bestzeit hechteten, sparte sich Rosberg einen frischen Reifensatz auf. Gemeinsam mit dem Team entschied er, nur einen Versuch zu wagen. "Das hätten wir so oder so gemacht, auch wenn die Zeit nicht gut genug gewesen wäre", sagt Rosberg. Das Polster reichte dicke. Mit 1.35,121 Minuten war Rosberg eine halbe Sekunde schneller als Hamilton und Schumacher.

Vorsichtige Prognose für das Rennen

Zum ersten Mal konnte man den zahlreichen Kritikern das Maul stopfen. Zumindest am Samstag. Denn wie es am Sonntag im Rennen für die Silberpfeile laufen wird, will niemand prophezeien. Die Sternenkrieger geben sich zurückhaltend. "Wir erwarten nicht das gleiche Resultat morgen, aber wir werden es versuchen", meint Norbert Haug. "Unsere Longruns waren nicht so schlecht."

Zwei Mal klingelt Haugs Telefon während der Mercedes-Pressekonferenz. Alle wollen gratulieren. Doch noch immer sind die Probleme der letzten beiden Rennen allgegenwärtig. Mercedes hatte immer wieder mit den Reifen zu kämpfen. "Wenn wir bei dem kleinen Arbeitsfenster der Reifen hinsichtlich der Temperatur ins Schwarze treffen, dann sollten wir morgen ein gutes Rennen haben", sagt Ross Brawn. "Wir haben uns an diesem Wochenende darauf konzentriert, das Auto für das Rennen in eine gute Form zu bringen. Es wird sich herausstellen, wie das mit vollem Tank funktioniert."

Keine Stallorder für das Rennen

Bei Pirelli sagt man, das Arbeitsfenster der Reifen sei nicht kleiner als 2011. Ist das Doppel-DRS-System eine Erklärung für den großen Unterschied zwischen Qualifying und Rennen? Das DRS-System darf im Qualifying uneingeschränkt genutzt werden, im Rennen nur in der DRS-Zone zum Überholen. "Es hängt mit den Reifen und dem DRS zusammen", meint Brawn. "Im Qualifying profitieren wir maximal vom DRS, im Rennen nutzen wir es zum Überholen. Es ist ein Faktor. Aber heute war es das gute Teamwork, ein gutes System und eine tolle Runde von Nico, die den Erfolg ausgemacht hat. Es ist alles zusammengekommen."

Am Sonntag gehen die Silberpfeile nebeneinander ins Rennen. Beide haben noch einen Reifensatz in der Hinterhand. Rosberg einen ganz neuen, Schumacher einen, mit dem er zwei Kurven gefahren ist. Wie sieht es da mit dem Thema Stallorder aus? "Es gibt keine Stallorder", sagt Brawn. "Wir müssen nur sicherstellen, dass sie sich nicht gegenseitig ins Auto fahren. Manchmal kann man die Dinge nicht kontrollieren. Aber beide sind gute Fahrer, die Respekt voreinander haben."

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