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GP China 2013 (Ergebnis Qualifying)

Lewis Hamilton wiederholt Mercedes-Wunder

Qualifying GP China 2013 Foto: xpb 62 Bilder

Lewis Hamilton schreibt die gute Mercedes-Tradition in China fort. Der Brite startet mit seinem Silberpfeil erstmals von Pole-Position. Kimi Räikkönen wird im Lotus Zweiter, Fernando Alonso für Ferrari auf Platz drei. Sebastian Vettel pokert mit den Reifen und stellt seinen Red Bull nur auf Position neun.

13.04.2013 Bianca Leppert

Das Qualifying in China wurde am Samstag (13.4.2013) zu einem echten Reifen-Krimi. Wer hat für das Rennen richtig gepokert? Lewis Hamilton hat im zumindest in Sachen Startposition alles richtig gemacht. Der 28-Jährige war mit einer Zeit von 1.34,484 Sekunden klar der schnellste Mann auf dem Shanghai International Circuit und holte seine 27. Pole-Position. Zugleich sicherte er damit Mercedes die erste Pole-Position seit zwölf Monaten - ebenfalls beim Grand Prix von China. Damals war es Nico Rosberg, der den Silberpfeilen Ehre bereitete.

"Ein unglaubliches Gefühl. Ich bin so glücklich die Pole geholt zu haben", freute sich der Neuzugang. "Es war überraschend für mich, denn Ferrari war auch schnell. Es ist dieses Wochenende allerdings schwierig, mit dem weichen Reifen zu haushalten. Aber ich glaube, dass wir auch im Rennen eine gute Pace zeigen werden."

Räikkönen zum ersten Mal mit Lotus in Reihe eins

Kimi Räikkönen und Fernando Alonso machten den Kampf hinter Hamilton unter sich aus. Im letzten Versuch sicherte sich der Iceman den Platz in der ersten Reihe. Dem Finnen fehlten aber immerhin rund drei Zehntelsekunden auf Hamiltons Pole-Runde. "Die Lücke ist ziemlich groß", sagte er. "Wir haben den Speed momentan noch nicht. Zweiter ist aber nicht schlecht. Das ist das Beste, was ich mit dem Team erreicht habe."

Alonso gehörte nach seiner Bestzeit im dritten Training am Vormittag zu den Favoriten auf die Pole-Position. Ferrari war zudem das ganze Wochenende auf den weichen Reifen konkurrenzfähig. Mit Rang drei konnte der Asturier aber leben: "Ich bin sehr glücklich, das ganze Wochenende lief gut für uns. Heute Morgen haben wir ein paar Änderungen gemacht. Wenn morgen alles gut läuft, können wir hoffentlich mit beiden Autos um das Podium kämpfen."

Rosberg mit Fehler

Nico Rosberg, der Mann des China-Wochenendes 2012, musste er sich dieses Jahr mit dem vierten Rang begnügen. Am Morgen klagte er bereits über ein Hydraulik-Problem. Im Qualifying lag es dann am Pilot selbst, dass es nicht optimal lief: "Ohne meinen Fehler wäre es wohl Platz zwei geworden", sagte er etwas enttäuscht.

"Ich bin leider in der letzten Kurve etwas zu weit rausgekommen. Ich fühle mich aber trotzdem gut gerüstet für das Rennen. Im Q3 Reifen zu sparen und keine Zeit zu setzen war keine Option für uns. Wir wussten, dass unser Auto schnell genug für die ersten Vier ist. Das wird natürlich jetzt ein megainteressantes Rennen. Bei den weichen Reifen fliegen schon nach drei Runden die Fetzen."

Der fünfte Rang ging an Felipe Massa. Er hielt am Freitag Alonso noch hinter sich. Im Qualifying musste er sich zum ersten Mal in dieser Saison dem Spanier geschlagen geben. Romain Grosjean geht dahinter im Lotus vom sechsten Platz ins Rennen. Die Überraschung des Qualifyings hieß Daniel Ricciardo, der es mit dem Toro Rosso ins Q3 schaffte und vom siebten Platz losfährt.

Button und Vettel auf Medium-Reifen

Dahinter setzten Jenson Button und Sebastian Vettel als einzige Piloten im Q3 auf den härteren Reifen. "Es war von Anfang an unser Plan, keine Zeit im Q3 zu fahren", erklärte Vettel später zu seiner ungewöhnlichen Taktik. "Dadurch erhoffen wir uns bessere Chancen im Rennen. Wir haben schon in Australien und Malaysia gesehen, dass die Reifen eine große Rolle spielen."

In der letzten Quali-Runde war der Red Bull zwar kurz auf der Bahn, fuhr aber schon nach einem Umlauf planmäßig wieder an die Box. Ein heftiger Verbremser vor der Haarnadel war dabei allerdings nicht vorgesehen: "In dem Q3-Run habe ich plötzlich den Bremsdruck verloren. Das war kein schönes Gefühl, als das Pedal plötzlich lang wurde."

Button startet einen Platz vor Vettel, weil er im Gegenzug zum Deutschen im Q3 eine Zeit setzte. Der Engländer rollte dabei ganz langsam um den Kurs, um die Reifen nicht zu beschädigen. Von Vettel hatte er nichts mehr zu befürchten und Nico Hülkenberg, der die Top-Ten abschließt, hatte seine Runde ebenfalls abgebrochen.

"Das war relativ klar, dass wir im Q3 keine Zeit fahren", sagte Hülkenberg. "Ricciardo hat eine gute Runde gesetzt. Es wäre nicht leicht geworden, die zu schlagen. Für uns war es wichtiger, Reifen für das Rennen zu sparen." In Reihe fünf geht der Sauber neben dem Weltmeister ins Rennen. "Neben Vettel bin ich ja schon in Brasilien 2010 losgefahren. Schauen wir mal, wie das klappt."

Webber Pechvogel des Tages

Von der elften Position startet Paul di Resta - wie Vettel und Hülkenberg ebenfalls mit freier Reifenwahl. Die Force India schienen am Vormittag noch stark genug für die Top Ten. Doch im Qualifying lief es dann nicht mehr optimal. Adrian Sutil schaffte es gar nur auf Rang 13. Dazwischen schob sich noch Sergio Perez im McLaren.

Mark Webber war der Pechvogel des Tages. Er wurde ans Ende des Feldes verbannt, weil er bei der technischen Nachuntersuchung nicht mehr genug Sprit im Tank hatte. Der Australier rollte zuvor in der zweiten Quali-Runde einfach auf der Strecke aus. Über Funk wurde ihm noch mitgeteilt: "Bitte spare so viel Sprit wie möglich."

"Ich hatte einfach keinen Benzindruck mehr", bestätigt Webber anschließend. "Bis dahin lief es eigentlich gut." Für den Routinier ist es nichts Neues, in China von hinten zu starten. Im Jahr 2011 gelang ihm das Kunststück, in Shanghai vom 18. Platz auf den dritten Rang vorzufahren.

Wenig Betrieb in Q1

Hinter Webber, der das Qualifying ursprünglich auf dem 14. Platz beendete, reihten sich Pastor Maldonado im Williams und Jean-Eric Vergne im Toro Rosso ein. Sie erben nun die Plätze 14 und 15.

In den ersten Minuten des Trainings blieb es zunächst ganz still. Keiner der 22 Piloten wollte eine schnelle Runde drehen. Erst Jules Bianchi brach nach acht Minuten das Schweigen. Das half ihm am Ende allerdings auch nicht weiter. Der Marussia-Pilot gehörte zu den Kandidaten, die schon nach Q1 aufgeben mussten. Valtteri Bottas verpasste im Williams ebenfalls den Einzug in den zweiten Qualifying-Abschnitt und wird von Platz 16 ins Rennen gehen. Auch bei Sauber hatte man sich sicher mehr erhofft. Esteban Gutierrez nimmt das Rennen als 17. auf. Dahinter reihte sich Jules Bianchi vor Teamkollege Max Chilton und den beiden Caterham-Piloten Charles Pic und Giedo van der Garde ein.

Das Rennen beginnt am Sonntag um 9.00 Uhr deutscher Zeit.

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