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Sebastian Vettels alternative Strategie

Nico Hülkenberg bremst Sebastian Vettel ein

Formel 1 GP China 2013 Sebastian Vettel Boxenstopp Foto: xpb 71 Bilder

Bei Red Bull ist man sich sicher, dass ohne die verlorene Zeit hinter Nico Hülkenberg für Sebastian Vettel das Podium drin gewesen wäre. So musste sich der dreimalige Weltmeister mit Rang vier zufrieden geben.

14.04.2013 Bianca Leppert

Es war eine Risiko-Taktik, die am Ende nicht ganz aufging. Im Gegensatz zu den Schnellsten aus der Qualifikation, die auf weichen Reifen ins Rennen gingen, nahm Sebastian Vettel den Grand Prix von China auf den härteren Medium-Reifen auf. Zu Beginn lief alles nach Plan. Fernando Alonso, Lewis Hamilton und Co. steuerten schon nach fünf bis sechs Runden die Box an und waren erstmal aus der Bahn. Doch Vettel rechnete nicht damit, dass Nico Hülkenberg, der hinter ihm von Rang zehn startete, ihn überholen würde.

Nico Hülkenberg hält Vettel hinter sich

Acht Runden lang fuhr das Duo hintereinander an der Spitze her. Mal war der Sauber-Pilot schneller, mal drehte Vettel auf. Vorbei kam der dreimalige Weltmeister aber trotzdem nicht. Erst in der Box entschied höhere Gewalt: Beim Stopp von Sauber gab es Probleme.

Geht es nach Christian Horner, sind in dieser Phase des Rennens die Chancen auf das Podium rapide gesunken. "Wir haben heute ein Strategie-Spiel gespielt. Wir sind auf harten Reifen gestartet, weil wir auf einer Runde nicht schnell genug waren. Es war richtig, aber leider haben wir im ersten Stint zu viel Zeit hinter Nico Hülkenberg verloren." Das sieht auch Sebastian Vettel so: "Die zwei oder drei Sekunden, die am Ende gefehlt haben, muss man eher am Anfang des Rennens suchen, als wir im Verkehr festhingen. Wenn man hinter dem Vordermann hängt, funktionieren die Reifen nicht so gut."

Timing war richtig

Am Ende konnte Vettel mit den weichen Reifen noch einmal zum Angriff blasen. Im Ziel trennten Hamilton und den Red Bull-Pilot nur 0,203 Sekunden. Ein Foto-Finish. Hätte er Hamilton noch einholen können? "Durch die Überrundeten wurde das Bild verzerrt, sonst wäre es vielleicht enger geworden gegen Ende der Runde", meint Vettel. "Aber Mercedes ist schneller auf der Geraden. Es wäre also schwierig gewesen, noch etwas zu bewegen."

Selbst ein früherer Wechsel auf den weichen Reifen hätte wohl nicht viel bewegt. "Das Timing war absolut richtig", meint Horner. Dass generell nicht mehr drin war, erklärt er damit, dass der Shanghai International Circuit schon in den vergangenen Jahren kein Spezialgebiet von Red Bull war.

Vettel klagt über Reifen

Wieder einmal stehen die Reifen in der Kritik. Red Bull forderte mehr als einmal, dass sich etwas ändern müsse. "Das hat momentan nicht viel mit Rennen fahren zu tun, wenn man praktisch alles nur auf die Reifen auslegt", klagte Vettel nach dem Rennen. "Fernando ist zwei Mal an mir vorbei, ich habe mich gar nicht versucht zu wehren, sonst hätte ich mir selbst ins Knie geschossen. Er war auf einer anderen Strategie."

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