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GP China 2014 (Ergebnis Rennen)

Hamilton fährt souverän zum Hattrick

Start - GP China 2014 Foto: xpb 53 Bilder

Lewis Hamilton hat beim GP China den dritten Saisonsieg in Folge gefeiert. Von der Pole Position gestartet, geriet der Erfolg des Briten nie in Gefahr. Nico Rosberg musste dahinter für Rang 2 deutlich mehr kämpfen. Bei Red Bull gab es Stunk am Funk.

20.04.2014 Tobias Grüner

Lewis Hamilton ist aktuell nicht aufzuhalten. Nach den Glanzvorstellungen in Malaysia und Bahrain sammelte der Weltmeister von 2008 in Shanghai schon den dritten Siegerpokal in Folge. Der Hattrick war im Rennen am Sonntag (20.4.2014) nie gefährdet. Der Mercedes-Pilot gewann den Start von der Pole Position und diktierte anschließend souverän das Tempo.
 
Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten ging Hamilton trotz der überlegenen Pace auch noch schonend mit den Reifen um. So verlor der Brite seine Spitzenposition auch bei den 2 Boxenstopps nicht. Am Ende rollte der Seriensieger mit 18 Sekunden Vorsprung ungefährdet über die Ziellinie und sammelte die nächsten 25 Punkte für die WM-Wertung.

"Ich konnte kaum glauben, wie gut sich das Auto anfühlt", strahlte der Sieger auf dem Podium. "Das zeigt, dass sich die harte Arbeit über den Winter ausgezahlt hat. Nach Problemen am Freitag habe ich einige Änderungen am Setup vorgenommen. Das hat wirklich gut funktioniert. Ich konnte die Reifen ordentlich in Schuss halten. Ich hoffe, es läuft in den nächsten Rennen so weiter. Ich bin sehr zufrieden momentan."

Rosberg verteidigt WM-Spitze gegen Hamilton

Zur Übernahme der Spitze im Fahrerklassement reichte es aber noch nicht. Teamkollege Nico Rosberg konnte die Führung mit Platz 2 verteidigen. Allerdings hatte der Silberpfeil mit der Startnummer 6 deutlich mehr Probleme als das Schwesterauto. Rosbergs Ärger begann schon vor dem Start, als die Telemetrie-Übertragung zur Box ausfiel. Das ganze Rennen über mussten die Ingenieure auf die Live-Daten verzichten. Rosberg musste ständig Spritmengen durchgeben, was den Piloten sichtlich nervte.
 
Mit einem schlechten Start - inklusive einer kleinen Kollision mit dem Williams von Valtteri Bottas - machte sich der Deutsche das Leben zusätzlich schwer. Von Platz 4 ging es zunächst auf Rang 6 zurück. Dann klagte Rosberg auch noch über mangelnden Abtrieb auf der Vorderachse, was offenbar an Gummischnipseln im Flügel lag. Trotz aller Probleme konnte sich der Wahlmonegasse aber noch an allen Konkurrenten vorbeikämpfen und den dritten Mercedes-Doppelsieg in Folge sichern.

"Das war wirklich ein schlechtes Wochenende. Da lief alles schief, was schiefgehen konnte. Da kann ich mit dem zweiten Platz noch zufrieden sein", stöhnte Rosberg anschließend. "Wegen der fehlenden Telemetrie war auch mein Start schlecht. Und dann bin ich noch mit Bottas zusammengestoßen. In der Box hatten die keine Ahnung, was mit meinem Auto los war. Ich musste alle Informationen über Funk durchgeben. Das war Schadensbegrenzung heute. Die Punkte sind wichtig. In Barcelona muss aber mal wieder ein Sieg her."

Das letzte Opfer von Rosberg hieß in der 42. Runde Fernando Alonso. Der Spanier holte wieder einmal das Maximum aus seinem Auto heraus und wurde immerhin noch mit dem Podiumsplatz belohnt. "Das war ein gutes Wochenende. Wir konnten das Auto im Vergleich zu den letzten Rennen verbessern. Das Podium war eine schöne Überraschung für uns. Der Saisonauftakt lief insgesamt nicht ganz wie gewünscht. Aber wir sind immer noch drin im WM-Kampf."

Vettel ignoriert Red Bull-Stallregie

Dahinter kam mit Daniel Ricciardo der erste Red Bull ins Ziel. Der Australier rollte nur mit 3,5 Sekunden Rückstand auf den Ferrari über die Linie, konnte aber keinen Angriff mehr auf den Podiumsplatz starten.

Sebastian Vettel fuhr deutlich von Ricciardo geschlagen auf Rang 4 ins Ziel. Der Deutsche hatte nach dem Start noch vor dem Teamkollegen gelegen, konnte die Pace über die Distanz aber nicht mitgehen. Das interne Red Bull Duell sorgte immerhin für einen der größten Aufreger in einem ansonsten ereignisarmen Rennen.

Nach der ersten Runde Boxenstopps tauchte Ricciardo mit frischeren Reifen im Rückspiegel von Vettel auf. Vom Kommandostand kam der Befehl an den Weltmeister, freiwillig Platz zu machen. Doch Vettel dachte zunächst gar nicht daran, kampflos zur Seite zu fahren. Doch die Gegenwehr des Heppenheimers hielt nicht lange. Ricciardo schaffte es kurze Zeit später - halb aus eigener Kraft, halb dank Vettels Kooperation - doch noch vorbei.

Nico Hülkenberg konnte auf Rang 6 das nächste gute Ergebnis einfahren. Von Beginn an kämpfte der Force India-Pilot mit den beiden Williams. Doch Felipe Massa verabschiedete sich durch ein Problem beim ersten Boxenstopp vorzeitig aus dem Duell. Das linke Hinterrad wollte sich einfach nicht befestigen lassen. So hieß der einzige Gegner Valtteri Bottas, den Hülkenberg mit einer guten Strategie und einer fehlerlosen Leistung 54 Runden lang hinter sich halten konnte.

McLaren, Lotus und Sauber ohne Punkte

Auf Rang 8 kam mit Kimi Räikkönen ein weiterer Finne ins Ziel. Der Iceman konnte aber das ganze Wochenende nicht das Tempo von Teamkollege Alonso mitgehen. Platz 9 ging an den zweiten Force India von Sergio Perez. Der letzte WM-Punkt ging an Toro Rosso-Youngster Daniil Kviat, der damit schon sein drittes Top Ten-Ergebnis feierte. Die beiden McLaren von Jenson Button (11) und Kevin Magnussen (13) blieben dagegen schon zum zweiten Mal in Folge ohne Zähler.

Auch für Lotus blieb die Reise nach China ohne Lohn. Pastor Maldonado landete abgeschlagen auf Rang 14. Teamkollege Romain Grosjean fiel mit einem Getriebe-Problem aus. Gleiches Bild auch bei Sauber: Esteban Gutierrez blieb auf Rang 16 ohne Chancen auf Punkte. Adrian Sutil musste den Feierabend wie Grosjean früher als geplant einläuten. Der Bayer verlor bereits auf den ersten Metern viel Zeit und wurde schnell ans Ende des Feldes durchgereicht.
 
Nach 5 Runden folgte schließlich die Aufgabe. "Es war ein sehr kurzer Einsatz heute. Schon beim Start gab es Probleme mit dem Motor. Ich hatte im Prinzip fast keine Leistung und bin dann in der ersten Runde komplett durchgereicht worden", erklärte der Deutsche.
 
"Wir sind noch etwas draußen geblieben in der Hoffnung, dass die Leistung zurückkommt. Aber da war nichts zu machen." Trotz schlechter Pace und 3 Ausfällen in Folge bleibt der Bayer optimistisch. "Wir blicken weiter nach vorne, schlechter kann es ja nicht mehr werden. Ich freue mich trotzdem auf Barcelona. Da sollen eine Reihe neuer Teile kommen. Dann geht es hoffentlich nach vorne."

Mercedes weiter überragend

In der WM-Wertung liegt Nico Rosberg wie bereits erwähnt noch mit 4 Punkten vor seinem Teamkollegen Hamilton in Führung. Alonso hat mit 38 Zählern Rückstand Rang 3 übernommen. Hülkenberg liegt noch auf Position 4. In der Teamwertung sieht es noch eindeutiger aus. Mercedes (154) zieht an der Spitze einsam seine Bahnen. Red Bull (57) ist jetzt immerhin auf Rang 2. Force India (54) liegt nach der doppelten Punkteankunft von Shanghai immer noch auf einem guten dritten Platz vor Ferrari (52).

Nach den ersten 4 Überseerennen macht die Formel 1 jetzt eine kurze Pause. Erst in 3 Wochen geht es in Barcelona mit dem Europa-Auftakt weiter.

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