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GP China 2015 (Ergebnis Rennen)

Hamilton siegt vor Rosberg und Vettel

Lewis Hamilton - GP China 2015 Foto: Wilhelm 60 Bilder

Lewis Hamilton hat in Shanghai seinen zweiten Saisonsieg gefeiert und damit seine Führung in der WM-Wertung ausgebaut. Nico Rosberg musste sich auf Rang 2 erneut seinem Teamkollegen geschlagen geben. Sebastian Vettel konnte keinen Angriff auf die Silberpfeile starten und wurde Dritter.

12.04.2015 Tobias Grüner

Das Unternehmen Titelverteidigung von Lewis Hamilton ist wieder voll im Plan. Nach dem Sieg beim GP China am Sonntag (12.4.2015) führt der Weltmeister im WM-Klassement nun mit 13 Punkten Vorsprung. Von der Pole Position aus gestartet dominierte der Weltmeister das Geschehen auf dem Shanghai International Circuit nach Belieben. Mit einer fehlerlosen Fahrt bot er der Konkurrenz keine Angriffsfläche.

Vettel ohne Chance gegen Mercedes

Die beiden Mercedes bewältigten die Distanz mit einer identischen Zweistopp-Strategie (soft-soft-medium). Aus Angst sich bei einem Angriff die Reifen zu ruinieren, probierte es Rosberg erst gar nicht. Im Mittelstint beschwerte sich der Deutsche sogar, dass Teamkollege Hamilton an der Spitze nicht schnell genug fuhr und er dadurch zu nah auf das Schwesterauto aufschloss. Von hinten kam Sebastian Vettel derweil bedrohlich nahe.

Der Ferrari-Pilot versuchte Rosberg mit einem frühen zweiten Stopp zu überholen, doch die Mercedes-Strategen konterten sofort und holten das Nummer-2-Auto unplanmäßig früh zum Gummi-Service. Hamilton an der Spitze konnte sich den etwas späteren Reifenwechsel leisten. Er hielt den Abstand zu seinen Verfolgern stets groß genug, um nicht in Gefahr zu geraten.

"Auf den Soft-Reifen konnten wir das Tempo mitgehen. Mit dem frühen Stopp haben wir versucht den Druck auf Mercedes noch zu erhöhen. Aber am Ende konnten wir auf der härteren Mischung nicht mehr mithalten", erklärte Vettel anschließend. Nach seinem dritten Podium in Folge liegt der Heppenheimer immer noch 4 Punkte vor Rosberg auf Rang 2.

Rosberg sauer auf Hamilton

Während Vettel mit Rang 3 leben konnte, war Rosberg verständlicherweise nicht zufrieden. "Ich habe alles gegeben, aber leider hat es nicht geklappt. Ich bin einige Risiken eingegangen, aber ich bin nicht richtig rangekommen. Weil Lewis sehr langsam fuhr, ist Sebastian unnötig nah ran gekommen und konnte den Angriff mit dem frühen Stopp probieren. Das hat mein Rennen gestört, weil ich auch früher die Reifen wechseln musste. Für das Team ist es aber gut, dass wir wieder vor Ferrari ins Ziel gekommen sind."

Hamilton hatte natürlich keinen Grund zur Klage: "Das war ein problemloses Wochenende. Alles lief nach Plan", strahlte der Champion nach der Pole Position, der schnellsten Rennrunde und dem Sieg. "Heute ging es vor allem darum, die Reifen in Schuss zu halten und den Abstand nach hinten zu kontrollieren. Mich freut es für das Team, dass wir nach der Niederlage von Malaysia wieder zurückschlagen konnten."

Rang 4 ging an Kimi Räikkönen im zweiten Ferrari. Der Iceman schnappte sich die beiden vor ihm gestarteten Williams schon in den ersten Kurven. Einen Angriff aufs Podium gegen Teamkollege Vettel konnte der Finne nicht starten. Von hinten drohte für Räikkönen von Williams keine Gefahr. Felipe Massa und Valtteri Bottas landeten auf den Plätzen 5 und 6.

Maldonado-Rennen mit Pech und Pannen

Auf Rang 7 fuhr Romain Grosjean ebenfalls ein relativ ereignisloses Rennen. Ganz anders sah es bei seinem Lotus-Teamkollegen aus. Pastor Maldonado war ebenfalls auf einem guten Weg in die Punkte, rutschte allerdings in Runde 34 in der Anfahrt zur Boxengasse neben die Strecke. Erst mit dem Rückwärtsgang fand der Venezolaner wieder in die Spur.

Beim Versuch, verlorenen Boden wieder gutzumachen, drehte sich der Lotus-Pilot in Runde 41 zunächst ohne Fremdeinwirkung. 8 Umläufe später stand Maldonado erneut mit der Nase entgegen der Fahrtrichtung. Jenson Button war ihm am Ende der Zielgeraden ins Heck gerauscht. Ein daraus resultierendes Bremsproblem sorgte schließlich für die Aufgabe wenige Runden später.

GP China endet hinter Safety-Car

Von Maldonados Pech und Unvermögen profitierte vor allem Felipe Nasr, der seinen Sauber auf Rang 8 ins Ziel brachte. Der Brasilianer lieferte sich über die Distanz einige sehenswerte Duelle. In den Schlussrunden konnte der Youngster auch Red Bull-Pilot Daniel Ricciardo auf Distanz halten. Mit Marcus Ericsson sammelte dahinter auf Rang 10 auch noch der zweite Sauber Punkte. Bei Red Bull kam dagegen nur ein Auto ins Ziel. Daniil Kvyat war schon in Runde 15 mit einem kapitalen Motorschaden gestrandet.

Auch beim Schwesterteam Toro Rosso spielte die Technik nicht mit. Carlos Sainz kämpfte mit Getriebeproblemen und landete auf Rang 13. Teamkollege Max Verstappen schied 3 Runden vor Schluss auf Rang 8 liegend vorzeitig aus. Der Niederländer stoppte sein Auto ohne Antrieb auf der Zielgeraden. Wegen der komplizierten Bergung musste das Safety-Car auf die Bahn, hinter dem das Feld wenig später auch geschlossen die Ziellinie überquerte.

Keine Punkte für McLaren und Force India

McLaren ging in Shanghai ebenfalls leer aus. Fernando Alonso landete auf Platz 12. Jenson Button bekam für die Kollision mit Maldonado von den Stewards nach dem Rennen noch eine Zeitstrafe von 5 Sekunden aufgebrummt und rutschte von Platz 13 auf 14 zurück. Damit wartet das Honda-Team immer noch auf den ersten WM-Punkt des Jahres.

Für Nico Hülkenberg lohnte sich die Reise nach Shanghai auch nicht. Für den Rheinländer war der GP China bereits nach 10 Runden beendet. Mit einem technischen Defekt rollte der Force India-Pilot auf der Wiese aus. "Ich habe auf einmal den Vortrieb verloren. Keine Ahnung was genau der Grund war. Wir müssen die Daten analysieren." Hülkenberg lag vor seinem Ausfall direkt vor Teamkollege Sergio Perez, der das Rennen auf Rang 11 beendete. Damit gab es nach der Nullnummer von Malaysia schon wieder keine Punkte für Force India.

FahrerTeamZeit / Rückstand
1. Lewis HamiltonMercedes1:39.42,008 Std.
2. Nico RosbergMercedes+ 0:00.714 Min.
3. Sebastian VettelFerrari+ 0:02.988
4. Kimi RäikkönenFerrari+ 0:03.835
5. Felipe MassaWilliams+ 0:08.544
6. Valtteri BottasWilliams+ 0:09.885
7. Romain GrosjeanLotus+ 0:19.008
8. Felipe NasrSauber+ 0:22.625
9. Daniel RicciardoRed Bull+ 0:32.117
10. Marcus EricssonSauber+ 1 Runde
11. Sergio PerezForce India+ 1 Runde
12. Fernando AlonsoMcLaren-Honda+1 Runde
13. Carlos SainzToro Rosso+ 1 Runde
14. Jenson Button*McLaren-Honda+1 Runde
15. Will StevensManor F1+ 2 Runden
16. Roberto Merhi*Manor F1+ 2 Runden
17. Max VerstappenToro RossoAusfall
18. Pastor MaldonadoLotusAusfall
19. Daniil KvyatRed BullAusfall
20. Nico HülkenbergForce IndiaAusfall
* 5 Sekunden Zeitstrafe
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