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GP China 2016 (3. Training)

Vettel im Regen vorn

Sebastian Vettel - Ferrari - GP China Foto: sutton-images.com 95 Bilder

Das dritte Freie Training zum GP China 2016 wurde auf nasser Strecke ausgetragen. Die Bestzeit ging an Sebastian Vettel. Mercedes verzichtete dagegen auf einen schnellen Versuch.

16.04.2016 Andreas Haupt

Das schlechte Wetter war angekündigt. Wenige Stunden vor Beginn des dritten Freien Trainings begann es, sich in Shanghai einzuregnen. Wie üblich traute sich unter den widrigen Wetterbedingungen zunächst kein Team auf die Strecke. Die Fahrer sollten lieber an den Boxen warten, bis der Regen nachließ. Weil die Gefahr zu groß ist, sich kurz vor dem Qualifying das Auto zu beschädigen oder gar so kaputt zu fahren, dass man es bis zum Zeittraining nicht mehr repariert bekommt.

Vettel mit Bestzeit in einzigem schnellen Versuch

Die wenigen chinesischen Fans mussten auf der Tribüne in den ersten 14 Minuten auf eine leere Strecke schauen. Bis Valtteri Bottas in seinem Williams rausfuhr und damit das Startsignal für seine Kollegen gab. Doch so recht kam der Fahrbetrieb nicht in Schwung.

Sebastian Vettel drehte in seinem Ferrari nur drei Runden. Trotzdem sicherte sich der viermalige Weltmeister in seinem einzig schnellen Versuch die Bestzeit. Auf den Intermediates umkurvte Vettel die 5,451 Kilometer in 1:57.351 Minuten. Teamkollege Kimi Räikkönen legte zwei Umläufe mehr zurück. Trotzdem reichte es für den Finnen nur zum 12. Platz in einem aber wenig aussagekräftigen Training.

Echte Magerkost bot Mercedes an. Sowohl Nico Rosberg als auch Lewis Hamilton erkundeten die Bahn nur in zwei langsamen Ausfahrten. Auf eine gezeitete Runde verzichtete Mercedes. Eigentlich unverständlich. Denn für den Nachmittag sind weitere Schauer vorhergesagt. Zwar schonte Mercedes sein Material und Reifen, aber die Fahrer konnten sich nicht auf die Verhältnisse einschießen. Die Führungsspitze vertraut der Erfahrung und den Fahrkünsten seiner Piloten.

Acht Fahrer ohne Zeit

Williams wählte eine andere Herangehensweise. Valtteri Bottas legte immerhin sieben Runden zurück. Seine schnellste reichte für die zweite Position mit 0,710 Sekunden Abstand zu Vettel. Auch am Williams steckten die Intermediates. Der dritte Rang ging an Sergio Perez. In seinem Force India verlor der Mexikaner über 1,3 Sekunden auf die Spitze. Dahinter reihte sich Carlos Sainz ein. Der Spanier setzte seine beste Zeit (+ 1,449 Sek.) jedoch auf den Starkregenreifen. Mit neun Umläufen war Sainz gleichzeitig der fleißigste Fahrer.

Esteban Gutierrez platzierte seinen Haas-Renner auf dem fünften Rang. Die Bremsprobleme vom Vortag traten in den wenigen Runden auf nasser Strecke nicht mehr auf. Hinter Gutierrez belegte das Renault-Duo um Jolyon Palmer und Kevin Magnussen die Plätze. Ganz glatt lief es trotzdem nicht. Nachdem gestern hinten links der Softreifen am Auto des Dänen kaputt gegangen war, ging diesmal im rechten hinteren Regenreifen am Renner von Palmer die Luft raus. Wieder trug Pirelli nicht die Schuld. Der Grund lag laut Renault-Einsatzleiter Alan Permane an einem Problem mit der Felge, die sich zwar noch innerhalb der maximalen Laufleistung befand, aber schon viele Kilometer durchhalten musste. Den Sprung unter die ersten zehn schafften auch Pascal Wehrlein, Max Verstappen und Nico Hülkenberg.

Neben den Mercedes schrieben auch die beiden McLaren und Red Bull sowie Romain Grosjean und Marcus Ericsson mit keiner gezeiteten Runde an.

FahrerTeamZeit / RückstandRunden
1. Sebastian VettelFerrari1:57.351 Minuten3
2. Valtteri BottasWilliams+ 0.7107
3. Sergio PerezForce India+ 1.3384
4. Carlos Sainz Jr.Toro Rosso+ 1.4499
5. Esteban GutierrezHaas+ 2.1757
6. Jolyon PalmerRenault+ 2.3267
7. Kevin MagnussenRenault+ 2.4109
8. Pascal WehrleinManor+ 2.6138
9. Max VerstappenToro Rosso+ 2.7996
10. Nico HülkenbergForce India+ 2.8074
11. Felipe NasrSauber+ 2.8468
12. Kimi RäikkönenFerrari+ 3.4615
13. Felipe MassaWilliams+ 5.0874
14. Rio HaryantoManor+ 5.3815
15. Jenson ButtonMcLarenohne Zeit3
16. Fernando AlonsoMcLarenohne Zeit3
17. Romain GrosjeanHaasohne Zeit4
18. Daniil KvyatRed Bullohne Zeit4
19. Nico RosbergMercedesohne Zeit2
20. Daniel RicciardoRed Bullohne Zeit3
21. Lewis HamiltonMercedesohne Zeit2
22. Marcus EricssonSauberohne Zeit1
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