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GP China

Barrichello auf Pole, Schumi ganz hinten

Foto: dpa

Michael Schumacher verschenkte Startplatz eins beim Großen Preis von China mit einem Dreher. So kam Teamkollege Rubens Barrichello zu seiner zwölften Pole Position. Der Weltmeister nimmt das Rennen in Shanghai (Sonntag, 26.9., 8 Uhr) vom 18. Platz auf.

25.09.2004

Rubens Barrichello war selbst überrascht, dass er innerhalb von zwei Wochen zum zweiten Mal Startplatz eins belegt. Michael Schumacher hatte es in der Hand als Schnellster des letzten freien Trainings und Schnellster der ersten Qualifikation seine achte Trainingsbestzeit des Jahres einzufahren, doch schon in der letzten Kurve der Aufwärmrunde war der Weltmeister schon halb neben der Strecke. "Ich bin wirklich überrascht, was da mit Michael passiert ist, das haben wir noch nicht oft gesehen", sagte Pole-Mann Rubens Barrichello. "Ich bin jedenfalls sehr zufrieden."

Beim Einlenken in die erste Kurve seiner schnellen Runde brach das Heck des Ferrari mit der Nummer eins aus, Schumacher drehte sich und rollte anschließend langsam zurück zur Box. "Wir rätseln. Es hat sich nichts angekündigt. In dieser Kurve neigt das Auto sonst eher zum Untersteuern", sagte ein ratloser Schumacher. Glück im Unglück: Weil er in der Vorqualifikation schneller war als der im Abschlusstraining ebenfalls gekreiselte Gianmaria Bruni, und weil Takuma Sato nach einem Motorschaden am Freitag zehn Plätze zurückgestuft wird, darf Schumacher als 18. aus der vorletzten Reihe starten.

Starker Räikkönen

Eine starke Vorstellung bot Kimi Räikkönen, der mit seinem McLaren-Mercedes auf Platz zwei fuhr. "Heute morgen war ich mit der Abstimmung noch nicht zufrieden", sagte ein positiv überraschter Räikkönen, der sogar die Pole in der Hand hatte, aber bei einem Fahrfehler zwei entscheidende Zehntel verlor. Hinter dem Finnen wird Jenson Button im BAR-Honda als Dritter das Rennen aufnehmen. Auch der Engländer profitierte von letzten Setup-Änderungen im letzten freien Training. Sein bestes Trainignsergebnis feierte Sauber-Pilot Felipe Massa als Vierter.

Ralf Schumacher steuerte seinen Williams-BMW beim ersten Qualifiying nach seiner dreimonatigen Verletzungspause auf den fünften Platz. "Ich bin nicht zufrieden. Wir sind zu langsam", sagte der jüngere Schumacher. Teamkollege Juan Pablo Montoya wurde hinter McLaren-Mann David Coulthard Elfter. Zwei Ränge dahinter sortierte sich Formel 1-Rückkehrer Jacques Villeneuve als 13. ein. Teamkollege Fernando Alonso fuhr vier Zehntelsekunden schneller, was für Platz sechs reichte. Beim knappen Qualifiying in Shanghai lagen die besten neun Fahrer innerhalb einer Sekunde.

Guter Tag für Heidfeld

Von den Bridgestone-Reifen profitierte neben Ferrari und Sauber auch Jordan. Nick Heidfeld geht in China als 15. ins Rennen. Timo Glock kämpfte bei seiner zweiten Formel 1-Qualifikation ein wenig mit seinem Jordan und landete auf Rang 17.

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