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Kobayashi auf Startplatz drei

Bei Sauber träumt man vom Podest

Kamui Kobayashi  - Formel 1 - GP China - 14. April 2012 Foto: xpb 17 Bilder

Die Sauber-Piloten starten beim GP China von den Positionen drei und acht. So weit vorne wie noch nie. Da die Schweizer Autos im Rennen stärker sind als im Training, ist ein Podestplatz keine Illusion. Professionelle Zocker spekulieren sogar auf einen Sieg.

14.04.2012 Michael Schmidt

Sauber ist die Überraschung der Saison. Doch an gute Ergebnisse der Schweizer sollte man sich langsam gewöhnen. Jetzt sind sie auch schon im Training schnell. Kamui Kobayashi startet nach der Strafversetzung von Lewis Hamilton von Platz drei. Sergio Perez geht von Rang acht ins Rennen. Malaysia-Sieger Fernando Alonso wundert nichts mehr: "Die waren beim Testen stark, die waren in Melbourne stark, und sie hätten in Malaysia einen Sieg verdient gehabt. Sie können auch hier eine gute Rolle spielen.“

Sauber im Rennen stärker

Wenn Sauber schon beim Start so weit vorne steht, dann ist im Rennen noch mehr zu erwarten. In der Regel sind die weißgrauen Autos da um eine Hausecke schneller. Weil sie besser mit ihren Reifen haushalten. "Perez war in Malaysia der schnellste Mann", gibt Lewis Hamilton im Rückblick neidlos zu. Die Fahrer aus den Top Ten, die aus den Top Ten mit gebrauchten Reifen ins Rennen gehen müssen, rechnen mit einem Dreistopprennen. Das gilt vermutlich auch für Kobayashi. Der Japaner geht etwas härter mit seinen Reifen um als Perez. Dem Mexikaner dagegen traut man zu, mit zwei Stopps über die 56-Runden-Distanz zu kommen.

Teammanager Beat Zehnder hält einen Podestplatz für möglich, versucht aber trotzdem die Euphorie zu bremsen. "Wenn wir morgen noch einmal mit 14 bis 18 Punkten davonkommen, wäre das für uns schon eine große Sache."

Räikkönen nicht vergessen

Im Lager von Sauber blickt man nach vorne und nach hinten. Man hofft, dass die Mercedes wieder Reifenprobleme bekommen und man erwartet die große Attacke von McLaren und Red Bull. "Kimi dürfen wir nicht vergessen", warnt Zehnder. "Für mich hat Räikkönen eine Siegchance." Technikchef Matt Morris wagt einen Blick in den Renntag: "Es gibt keinen Grund, warum wir Mercedes im Rennen nicht schlagen sollten. Die Frage ist: Wie lange brauchen Red Bull und McLaren, bis sie von ihren Startpositionen nach vorne kommen."

Seelenmassage in Tokio

Erleichterung bei Kamui Kobayashi. Der Japaner hatte die letzten drei Wochen gelitten. Der Teamkollege wird in Malaysia Zweiter und wird von der Presse schon als Massa-Ersatz bei Ferrari gefeiert. Er selbst blieb mit einem Bremsdefekt stehen. Schon im Training wurde er durch einen Aufhängungsdefekt zurückgeworfen. "Wir haben an Kamuis Auto alle betreffenden Aufhängungskomponenten getauscht", erklärte Matt Morris.

Kobayashi betrieb zwischen Sepang und Shanghai Seelenmassage in Tokio. Als er in China ankam, wirkte der Wirbelwind aus Amagasaki wie ausgewechselt. "Du hast von der ersten Runde an gespürt, wie gut Kamui drauf ist. Er wollte es sich und dem Team zeigen", erzählt Morris. Sauber hofft für das Rennen auf niedrige Temperaturen. Vorhergesagt sind 21 Grad. Das würde passen. Morris: "Bei tieferen Temperaturen ist es einfacher, die Reifen in ihrem Arbeitsfenster zu halten."

Entwicklung läuft

Sauber will sich auch in den nächsten Rennen unter den Topteams etablieren. Die Produktion für das große Technikpaket für Barcelona wurde diese Tage freigegeben. "In Mugello werden wir 90 Prozent davon am Auto haben", verspricht Morris. Trotzdem glaubt Alonso nicht, dass Sauber bis zum Ende der Saison das Entwicklungstempo der großen Rennställe mitgehen kann. "Langfristig fehlen ihnen das Geld und die technische Möglichkeiten."

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