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GP China

Schumi gleicht aus

Foto: dpa

Michael Schumacher hat mit einem Sieg beim Großen Preis von China in Shanghai Kurs auf seinen achten Weltmeister-Titel in der Formel 1 genommen. Der Ferrari-Pilot gewann am Sonntag (1.10.) vor Titelverteidiger Fernando Alonso und löste den Spanier damit an der Spitze der Fahrerwertung ab.

01.10.2006

Beide haben zwei Rennen vor Ende der Saison 116 Punkte auf dem Konto, Schumacher weist jedoch mit 7:6 die höhere Anzahl an Siegen in diesem Jahr auf. Nach 56 Runden auf dem 5,451 Kilometer langen ultramodernen Kurs in der Nähe der ostchinesischen Metropole fuhr der Ferrari-Pilot in 1:37:32,747 Stunden als Sieger ins Ziel und hatte nach 305,066 Kilometern 3,121 Sekunden Vorsprung auf Alonso. Dritter wurde der Italiener Giancarlo Fisichella im Renault.

"Es war ein extremes und aufregendes Wochenende", sagte der Ferrari-Pilot nach dem drittletzten Rennen seiner Karriere. Der bei der Wetter- und Reifenlotterie von Shanghai vom sechsten Platz aus gestartete Ferrari-Pilot raste in beeindruckender Manier zu seinem 91. Grand-Prix-Sieg und schaffte damit den Gleichstand in der WM-Wertung mit Renault-Rivale Alonso. Der Spanier hatte Pech mit seinen Reifen, zeigte zudem Nerven und musste sich nach dem Start von der Pole Position mit dem zweiten Rang zufrieden geben. Noch vor drei Monaten nach Alonsos letztem Grand-Prix-Erfolg in Kanada hatte der Rückstand des siebenmaligen Champions 25 Punkte auf den Spanier betragen.

Pech hatte Nick Heidfeld im BMW-Sauber. Auf Platz vier liegend kollidierte der Mönchengladbacher mit Honda-Pilot Rubens Barrichello. Er rettete sich noch als Siebter ins Ziel und holte zwei Zähler. Williams-Fahrer Nico Rosberg blieb als Elfter ohne Punkte. Ralf Schumacher schied im Toyota vier Runden vor dem Ziel aus. Michael Schumachers Ferrari-Nachfolger Kimi Räikkönen war ebenfalls wieder vom Pech verfolgt. Er musste in der 19. Runde als Drittplatzierter seinen McLaren-Mercedes einmal mehr vorzeitig abstellen.

Alonso mit Reifenproblemen

Nach einem Sieg für Schumacher hatte es lange Zeit nicht ausgesehen. Gleich vom Start weg zog Alonso von der Pole Position aus dem Feld davon, assistiert von seinem Teamkollegen Fisichella. Der Italiener blockte die Konkurrenten ab, so dass sich der Spanier mühelos einen sicheren Vorsprung herausarbeitete. Auf der noch nassen Strecke hielt sich Schumacher zurück, lag über 20 Sekunden hinter Alonso, verteidigte aber seinen sechsten Platz.

Erst als der Asphalt abtrocknete, erwiesen sich die Bridgestone-Reifen von Ferrari im Vergleich zu den Michelin-Pneus von Renault als stärker. Schumacher startete seine Aufholjagd und arbeitete sich bis zu seinem ersten Tankstopp auf Rang drei vor. Alonso und Fisichella blieben nach den ersten Boxenstopps indes noch an der Spitze. Die Entscheidung im Rennen fiel nach 30 Runden. Wegen eines Problems am Vorderreifen wurde Alonso immer langsamer. Erst überholte Fisichella seinen Teamkollegen, eine Runde später zog auch Schumacher am Spanier vorbei.

Mit einer taktischen Meisterleistung ging der Deutsche auch noch an Fisichella vorbei: Er fuhr eine Runde vor dem Italiener an die Box, um auf Trockenreifen zu wechseln. Als Fisichella nach seinem Boxenstopp in der 42. Runde auf die Strecke bog, rutschte Schumacher an ihm vorbei. Alonso fiel zwischenzeitlich noch auf den sechsten Rang zurück, weil ein Reifenwechsel nicht klappte. Dennoch gelang ihm noch die Schadensbegrenzung, indem er noch auf Platz zwei vorfuhr.

Albers mit Zeitstrafe - Sato disqualifiziert

Takuma Sato wurde nach dem Rennen von den Rennkommissaren disqualifiziert, da er in der letzten Runde Nick Heidfeld blockierte, was in der Folge zu der Kollision des Deutschen mit Rubens Barrichello führte. Der Zusammenstoß blieb für Barrichello ohne Folgen - er kam ohne Strafe davon und bleibt weiterhin Sechster. Dagegen wurde gegen Christijan Albers eine 25 Sekunden Zeitstrafe verhängt, da er Nick Heidfeld ebenfalls beim Überrunden behinderte. Durch die Disqualifikation Satos rutschte er aber sogar noch einen Platz nach oben auf die 15.

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