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McLaren-Mercedes

Vom Boxenstopp-Chaos zum Sieg

Hamilton Pokal Formel 1 GP China 2011 Foto: xpb 24 Bilder

McLaren-Mercedes feierte mit Lewis Hamilton den ersten Sieg der Saison. Mit einem beherzten Überholmanöver schob er sich an Sebastian Vettel vorbei. Teamkollege Jenson Button sorgte mit seinem Halt vor der Red Bull-Box für Lacher.
 

17.04.2011 Bianca Leppert

Es war die lustigste Szene des Rennens. Jenson Button kommt in Führung liegend zu seinem ersten Boxenstopp und parkt vor der Red Bull-Box. Erst nach einer kurzen Reaktionszeit realisiert Button seinen Fehler und fährt weiter zu seiner McLaren-Mannschaft.

Button mit Schalter beschäftigt

"Ich habe auf das Lenkrad geschaut, um einen Schalter zu drücken", erklärt Button. "Als ich hoch geguckt habe, dachte ich, ich wäre an meiner Box. Aber dann habe ich die Red Bull Boxencrew vor mir gesehen!"

Damit verwirrte er nicht nur die Red Bull-Truppe, sondern auch sein eigenes Team. "Die ersten Stopps sind schlecht für uns gelaufen", fasst McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh zusammen. "Wir haben Jenson rein gerufen, aber er kam erst eine Runde später. Dass er bei Red Bull hielt, hatte natürlich etwas Komik. Lewis musste dann auch eine Runde später rein kommen. Dadurch haben wir eine Position an Sebastian verloren."

Ursprünglich plante McLaren eine Zweistopp-Strategie. Erst im zweiten Stint hat sich das Team aus Woking für eine Dreistopp-Taktik entschieden. "Wir haben gesehen, dass die Reifen schneller abgebaut haben, als erwartet", begründet Whitmarsh die Entscheidung.

Hamilton vs. Button

Sie sollte sich am Ende des Rennens auszahlen. Vettel musste die harten Reifen schon sieben Runden früher aufschnallen. Hamilton setzte den Vorteil seiner Reifen fahrerisch um und schnappte sich Vettel in einem bravourösen Überholmanöver. Der Reifensatz, den Hamilton im Qualifying schonte, spielte dabei aber keine entscheidende Rolle. "Dieser Satz kam im zweiten Stint zum Einsatz", berichtet Whitmarsh. "Da haben wir uns entschieden, drei Mal zu stoppen. Das war ausgerechnet der kürzeste Stint."

Aber nicht nur Vettel musste sich dem Kämpfer Hamilton geschlagen geben. Teamkollege Button wurde während des Rennens auch ein Opfer seiner Überhol-Kunst. Die beiden McLaren schenkten sich nichts. "Ich genieße solche Momente nicht", sagt Whitmarsh und grinst. "Aber so führen wir unser Team. Ich bin immer erleichtert, wenn die Autos nach solchen Manövern in einem Stück ankommen."

Hamilton mit Benzinleck

Fast hätte es so ausgesehen, als könne Hamiltons Auto erst gar nicht in einem Stück starten. Nur wenige Sekunden vor dem Schließen der Boxengasse rollte er in die Startaufstellung. Hamilton hatte ein Benzinleck am Auto. "Das Team hat einen großartigen Job gemacht, das Auto in so kurzer Zeit noch rauszubringen", lobt Whitmarsh seine Männer.

Wird die Saison 2011 nun nur noch zum Zweikampf zwischen McLaren und Red Bull? "Ich hoffe nicht", sagt Whitmarsh. "Wir sollten Ferrari und Mercedes nicht unterschätzen. Heute kam es auf die Strategie an. Mercedes war in der Lage, Ferrari zu schlagen. Ich weiß aber nicht, ob ich 19 Rennen dieser Art überlebe."

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