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Webber, Schumi & Alonso

Einsichten von Verlierern

Schumacher Formel 1 GP China 2011 Foto: xpb 41 Bilder

Für Mark Webber, Fernando Alonso und Michael Schumacher begann die Saison nicht so wie erwartet. Alle drei hofften auf Siege, doch im Augenblick fahren sie alle nur hinterher. Aus unterschiedlichen Gründen. Was sagen drei Superstars zu ihrer Situation?

14.04.2011 Michael Schmidt

Mark Webber wollte Weltmeister werden. Stattdessen gewinnt sein Teamkollege Sebastian Vettel zwei Rennen in Folge, während Webber einmal Vierter und Fünfter wird. Fernando Alonso wollte sich den WM-Titel zurückholen. Er wartet schon seit 2006 darauf. Bis jetzt stand er noch nicht einmal auf dem Podium. Michael Schumacher wollte ebenfalls Rennen gewinnen. Nach zwei Rennen hat er zwei Punkte für einen neunten Platz auf seinem Konto.

Pole-Position großer Vorteil

Drei Schicksale, drei Geschichten. Mark Webber reagiert gereizt, wenn man ihn auf Vettels Siegesserie anspricht, die inklusive letztem Jahr nun schon vier Rennen lang anhält. "Keine Serie dauert ewig. In Malaysia war ich schon deutlich dichter an Seb dran."

Der Australier weiß, wo er sich verbessern muss. Solange Vettel in der Startaufstellung vor ihm steht, wird das Rennen schwer für ihn. "Wer wie Seb von der Pole Position startet, hat einen riesigen Vorteil. Er fährt vorne sein eigenes Rennen und kann seine Reifen schonen. Wir hinten müssen kämpfen und machen dabei die Reifen kaputt." Webber sieht für die Qualifikation immerhin einen positiven Trend: "In Melbourne war ich acht Zehntel weg, in Sepang nur noch drei."

Alonso ist realistisch

Fernando Alonso hat sich den Saisonstart auch anders vorgestellt. Er freut sich mitterweile schon darüber, dass er im Rennen dem Podium nahe kommt und kann es sogar verschmerzen, wenn er diese Chance durch eine Kollision wegwirft. Er warnt vor Panik und erinnert daran, dass die Saison noch lang ist: "Wir müssen realistisch bleiben. Im Augenblick ist mehr als ein Podestplatz nicht möglich. Bis wir den Rückstand aufgeholt haben, geht es nur um Schadensbrenzung." Immerhin lügt sich Alonso nicht an: "Wir sind nicht schnell genug. Die Gründe dafür sind aber nur zum Teil bekannt. Im Endeffekt lässt sich aber in der Formel 1 fast alles auf die Aerodynamik reduzieren."

Michael Schumacher ging mit dem Plan in diese Saison, seinen 91 GP-Siegen einen 92. hinzuzufügen. Er musste sich bei den Testfahrten lange in Geduld üben, bis am letzten Testtag endlich der Knoten platze. Eine Runderneuerung brachte seinem Mercedes das Laufen bei. Doch von dieser Form war weder in Melbourne noch in Sepang etwas zu sehen. Mal lahmte KERS, mal kam es am Heckflügel zu unerwünschtem Strömungsabriss.

Mercedes muss Renn-Setup verbessern

In der Theorie ist zumindest die Hoffnung erkennbar, mit Ferrari auf Augenhöhe zu kämpfen. Aber nur im Training. Malaysia deckte noch eine weitere Schwachstelle auf. Mit vollen Tanks beansprucht der Silberpfeil seine Reifen zu stark. "Wir müssen verstärkt am Renn-Setup arbeiten", fordert Teamchef Ross Brawn.

Das würde auch Michael Schumacher unterschreiben. Auf die Frage, wo der Fehler bei seinem Dienstfahrzeug liegt, antwortet er: "Es ist nie ein Fehler, der dich bremst, sondern immer ein Gesamtpaket." Trotzdem lässt er sich seinen Optimismus nicht ausreden: "Es stimmt, wir hatten eine andere Erwartungshaltung. In meinem Fall funktionieren nicht zum ersten Mal die Dinge auf Anhieb nicht so, wie sie sollten. Die Zeit zwischen Melbourne und Shanghai war zu kurz, um konstruktiv auf die Probleme zu reagieren. Der Fortschritt kann nur daher kommen, dass wir unser Auto besser verstehen."

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