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Wieder keine Punkte für Force India

Doppelstrafe unter Safety Car

Sergio Perez - GP China 2016 Foto: xpb 62 Bilder

Die Safety Car-Phase in der vierten Runde des GP China kam Force India teuer zu stehen. Nico Hülkenberg und Sergio Perez kassierten Strafen und verloren ihre guten Positionen. Davon erholten sich beide bis zum Rennende nicht wieder.

19.04.2016 Michael Schmidt

Nach 3 Runden hing der Himmel noch voller Geigen für Force India. Platz 3 für Sergio Perez, Rang 4 für Nico Hülkenberg. Beide waren nach Raketenstarts ohne Blessuren durch die ersten 3 Kurven gekommen. Beide fuhren auf gebrauchten Supersoft-Reifen. Ursprünglich sah das Boxenstopp-Fenster den ersten Reifenwechsel in den Runden 8 bis 12 vor. Doch dann nahm das Safety Car Force India die Entscheidung ab.

Sportdirektor Otmar Szafnauer fluchte: "Es kam für uns zum dümmsten Zeitpunkt, weil wir beide Autos an die Box holen mussten. Das hat uns viele Positionen gekostet." Ein Taktik-Split kam auch nicht in Frage. Wäre einer der beiden Fahrer auf den Supersoft-Reifen auf der Strecke geblieben, hätte er kurz nach den Re-Start seinen Boxenstopp unter Renntempo abwickeln müssen und wäre ganz am Ende des Feldes gelandet. Bei einem Reifenwechsel unter Safety Car spart man sich 12 Sekunden.

Force India leidet im Verkehr

Als Perez und Hülkenberg auf den Plätzen 9 und 13 mit Soft-Reifen wieder ins Rennen gingen, machten sie eine Erfahrung, die sie schon bei den ersten Rennen genervt hat. "Unser Auto ist im Verkehr kritisch. Wir verlieren stark an Abtrieb und ruinieren uns dadurch schneller die Reifen", erzählt Hülkenberg. Perez klagte: "Ich musste mich gegen Fahrer auf weicheren Reifen oder die schnellen Jungs, die von hinten kamen, wehren. Das hat meine Reifen gekillt." Szafnauer gibt seinen Fahrern Recht: "Die Toro Rosso hatten am Ende der Stints die frischeren Reifen."

Doch damit nicht genug. Beide Fahrer bekamen in den Wirren des ersten Boxenstopps Strafen. Hülkenberg musste beim dritten Boxenstopp 5 Sekunden extra absitzen, was ihn noch weiter ins Feld zurückwarf. Perez wurde nach dem Reifenwechsel in die Spur von Carlos Sainz geschickt, weil der Mann an der Ampel schon auf den heranrollenden Hülkenberg fixiert war. Das Team bekam eine Rechnung über 5.000 Euro.

Besser auf der Rennstrecke bummeln

Hülkenbergs Fehler war, dass er in der Einfahrt zur Boxengasse bummelte, um zu dem vor ihm fahrenden Teamkollegen Platz zu schaffen. So musste er nicht zu lange auf den Boxenstopp warten, und verhinderte, dass die Gegner hinter ihm davon profitieren. Insgesamt 8 Fahrzeuge stauten sich hinter dem Force India mit der Startnummer 27. Die Regeln schreiben zwar keine Mindestgeschwindigkeit in der Boxengasse vor, aber wer dort absichtlich so langsam fährt, dass er andere behindert, kassiert eine Strafe.

Teammanager Andy Stevenson meinte: "Nico hätte das besser auf der Strecke gemacht. Dort hätte er Angriffe von hinten auch unauffälliger abwehren können. Nico hatte das Glück, dass nur Vettel kapiert hat, dass man in der Boxengasse überholen darf. Auf der anderen Seite war er bereits in der Haarnadel, als er vom Safety Car erfahren hat. Da wäre bis zur Boxeneinfahrt nicht mehr viel Zeit geblieben, zu Checo eine Lücke zu schaffen."

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