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GP Deutschland 1970 am Hockenheimring

Rindt gewinnt Premiere in Hockenheim

1970 Hockenheim Foto: xpb 72 Bilder

1970 wird in Hockenheim erstmals ein Formel 1-Rennen ausgetragen. Hockenheim springt als Ersatz für den Nürburgring ein. Der erste Grand Prix im Motodrom ist ein echter Knüller. Am Ende gewinnt Jochen Rindt.

18.07.2010 Michael Schmidt

Pole: Jacky Ickx (Ferrari) 1.59,5 min

1. Jochen Rindt (Lotus-Cosworth) 1:42.00,30 h
2. Jacky Ickx (Ferrari) + 0,7 s
3. Denis Hulme (McLaren-Cosworth) +1.21,8 min

Erst wenige Wochen vor dem GP Deutschland 1970 steht fest, dass das Rennen auf dem Hockenheimring ausgetragen wird. Die Fahrer weigern sich, auf dem Nürburgring zu fahren, wenn nicht zehn Kilometer neue Leitplanken um die 22,835 Kilometer lange Strecke verlegt würden. Unmöglich, das in der Kürze der Zeit zu realisieren.

Umzug nach Hockenheim umstritten

Jackie Stewart stellt die ketzerische Frage: "Was ist dort seit Carracciolas Zeiten passiert?" und gibt sich gleich selbst die Antwort: "Nur die Bäume wurden dicker." Nicht alle Fahrer unterstützen den Umzug nach Hockenheim. Jacky Ickx spricht von einem Anschlag auf die Rennfahrehre. John Surtees spottet nach dem Training: "Diese Strecke ist kein Ersatz für die Nordschleife."

Der Hockenheimring besteht aus einem stadionähnlichen Motodrom und vier langen Geraden, die seit dem tödlichen Unfall von Jim Clark 1968 in einem Formel 2-Rennen durch zwei Schikanen unterbrochen sind. Einzige Herausforderung ist die 200 km/h schnelle Ostkurve. Trotzdem kommen am Renntag 140.000 Zuschauer.

Spannendes Rennen bei der Hockenheim-Premiere 1970

Das Rennen entwickelt sich zu einem Knüller. Vier Fahrer setzen sich vom Feld ab. Nachdem Clay Regazzoni mit einem Getriebeschaden und Chris Amon mit einem Motorplatzer aus dem Vierkampf um den Sieg ausgestiegen sind, kommt es zum Showdown zwischen Jochen Rindt und Jacky Ickx. 13 Mal wechselt die Führung.

Am Ende hat Rindt die messerdünne Schnauze seines Lotus 72 vorn. Das bessere Chassis besiegt die höhere Motorleistung des Ferrari-Zwölfzylinders. Für Rindt ist es der vierte Sieg in Folge, der fünfte in diesem Jahr und der letzte seiner Karriere. Fünf Wochen später stirbt er beim Training zum GP Italien in Monza.

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