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GP Deutschland 1980 am Hockenheimring

Depailler-Unglück schockt die Formel 1

1980 Hockenheim Foto: xpb 72 Bilder

Die Formel 1-Gemeinde steht 1980 in Hockenheim unter Schock. Kurz zuvor war Patrick Depailler tödlich verunglückt. Das Rennen selbst wird durch technische Defekte an den Favoriten-Autos entschieden. Am Ende staubt ein Ligier-Pilot ab.

18.07.2010 Michael Schmidt

Pole: Alan Jones (Williams-Cosworth)    1.45,85 min

1. Jacques Laffite (Ligier-Cosworth)    1:22.59,73 h
2. Carlos Reutemann (Williams-Cosworth)    + 3,19 s
3. Alan Jones (Williams-Cosworth)    + 43,53 s

 

Zehn Tage vor dem GP Deutschland erreicht die Formel 1-Gemeinde eine Hiobsbotschaft aus Hockenheim. Patrick Depailler ist bei Testfahrten tödlich verunglückt. Warum sein Alfa Romeo in der Ostkurve schnurstracks in die Leitplanken abbog, konnte nie restlos geklärt werden.

Streckenarbeiter berichten, eine Schürze hätte sich verklemmt und das Auto wäre mangels Abtrieb mit 280 km/h geradeaus von der Strecke gefahren. Man weiß aber auch, dass Depailler den ganzen Tag über Unwohlsein geklagt hatte. Er lässt sich am Morgen sogar in einem Taxi an die Rennstrecke chauffieren.

Dapailler-Unglück führt zu Umbau des Hockenheimrings

Sein Unfall führt zum Einbau einer Schikane am Eingang der ultraschnellen Ostkurve im Jahr darauf. Viele Kollegen von Depailler kommen direkt von der Beerdigung aus Clermont-Ferrand nach Hockenheim.

Das Rennen endet mit einem Überraschungssieg. Über zwei Drittel der Distanz duellieren sich die Renault-Turbo mit den Williams. Die bessere Aerodynamik tritt gegen die höhere Motorleistung an. Jean-Pierre Jabouille und René Arnoux fallen fast synchron mit Triebwerksschäden aus. Eine Ventilseuche rafft die Sechszylinder-Turbomotoren dahin.

Jacques Laffite staubt Hockenheim-Sieg ab

Aber auch Alan Jones kann den GP Deutschland nicht gewinnen. In der 21. Runde beginnt für Jones wie schon im Jahr zuvor ein Reifendrama. Der linke Vorderreifen verliert Luft. Jones fällt auf Rang drei zurück.

Jacques Laffite im Ligier staubt ab. Der Franzose wehrt den Endspurt des im Ersatzauto gestarteten Carlos Reutemann souverän ab. Bruno Giacomelli holt im einzigen Alfa Romeo zwei Punkte im Gedenken an Depailler. Der einzige deutsche Fahrer kommt auf Rang acht ins Ziel. Jochen Mass fehlen 19 Sekunden auf die Punkteränge.

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