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GP Deutschland 1984 am Hockenheimring

Prost gewinnt McLaren-Duell

1984 Hockenheim Foto: Porsche 72 Bilder

1984 heißt das Duell am Hockenheimring Alain Prost gegen Niki Lauda. Am Ende gewinnt der Franzose das Stallduell bei McLaren-Porsche. Ayrton Senna beendet den GP Deutschland nach einem heftigen Crash bei 320 km/h vorzeitig.

18.07.2010 Michael Schmidt

Pole: Alain Prost (McLaren-TAG Porsche)    1.47,012 min

1. Alain Prost (McLaren-TAG Porsche)    1:24.43,210 h
2. Niki Lauda (McLaren-TAG Porsche)    + 3,149 s
3. Derek Warwick (Renault)    + 36,423 s

Als die Formel 1 1984 nach Hockenheim kommt, haben die Turbos die Königsklasse längst erobert. Nur noch Tyrrell hält hartnäckig an Saugmotoren fest, doch die beiden Autos fahren seit Bekanntwerden der Bleikugel-Affäre für den Rest der Saison nur noch außer Konkurrenz mit. Die FIA war dem ehemaligen Holzhändler draufgekommen, dass seine Autos regelmäßig kurz vor der Zielflagge mit Bleikugeln im Tank beschwert wurden, umso auf das Gewichtslimit zu kommen.

Das Blei wurde bei einem späten Boxenstopp unter Hochdruck in einen Wassertank gefüllt, unter dem Vorwand, man brauche das Wasser zum Kühlen der Bremsen. Für Stefan Bellof ist damit die Saison gelaufen. Der Dritte von Monaco ist in Hockenheim gar nicht mehr im Teilnehmerfeld. Mike Thackwell ersetzt ihn.

GP Deutschland 1984 ist eine klare Angelegenheit für McLaren

Das Rennen ist eine klare Angelegenheit für die McLaren-Porsche, die in dieser Saison zwölf der 16 Rennen gewinnen. Natürlich auch den GP Deutschland. Vor dem Start stellt sich eigentlich nur die Frage: Prost vor Lauda oder Lauda vor Prost. Der Einlauf heißt: Alain Prost vor Niki Lauda.

Der Österreicher büßt für seinen schwachen siebten Startplatz, der ihn in der Anfangsphase im Kampfgetümmel feststecken lässt. Die ersten sieben Runden stiehlt Elio de Angelis im Lotus-Renault den beiden McLaren die Show. Ein Turboschaden beendet schließlich die Fahrt abrupt.

Piquet und Senna mit vorzeitigem Ende

Dann übernimmt wie so oft in dieser Saison Nelson Piquet das Kommando, doch das Feuerwerk endet bei Halbdistanz mit einem Getriebedefekt. Danach hat Prost freie Fahrt. Lauda kommt erst bei seiner Schlussattacke bis auf drei Sekunden an seinen französischen Stallgefährten heran.

Ayrton Senna verabschiedet sich spektakulär. Auf der Anfahrt zur Ostkurve bricht an seinem Toleman-Hart bei 320 km/h der Heckflügel. Das Auto tobt sich nach zwei wilden Drehern an einer Leitplanke aus. Wieder ist die Vollgasschlacht von Hockenheim ein gnadenloses Materialrennen. Nur neun von 27 Startern sehen die Zielflagge.

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