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GP Deutschland 1986 am Hockenheimring

Rosberg und Prost ohne Sprit

1986 Hockenheim Foto: xpb 72 Bilder

Nach einem Jahr Pause sind die Fans am Hockenheimring 1986 wieder im Formel 1-Fieber. Das Rennen ist bis zum Ende dramatisch. Während Nelson Piquet als erster die Ziellinie überquert rollen Keke Rosberg und Alain Prost in der letzten Runde ohne Sprit aus.

18.07.2010 Michael Schmidt

Pole: Keke Rosberg (McLaren-TAG Porsche)    1.42,013 min

1. Nelson Piquet (Williams-Honda)    1:22.08,263 h
2. Ayrton Senna (Lotus-Renault)    + 15,437 s
3. Nigel Mansell (Williams-Honda)    + 44,580 s

Nach einem Jahr Pause kehrt die Formel 1 1986 ins Motodrom zurück. 1985 hatte noch der neue Nürburgring den Zuschlag für den GP Deutschland bekommen. Das Hockenheim-Wochenende beginnt mit einem Knalleffekt. Keke Rosberg erklärt seinen Rücktritt zum Saisonende. Als wollte er ein letztes Zeichen setzen, stellt der Finne seinen McLaren-Porsche auf die Pole Position. Sein Nachbar ist Teamkollege Alain Prost.

Doch der Eindruck täuscht. Die eigentlichen Herrscher im Feld sind die auf den Startplätzen fünf und sechs klassierten Williams-Honda mit Nelson Piquet und Nigel Mansell. Unter Rennbedingungen ist der Honda V6-Turbo der sparsamste und zugleich stärkste Motor im Feld. Das Limit liegt bei 195 Litern für eine Renndistanz.

Senna und Berger übernehmen die Führung

Zur Überraschung der 80.000 Besucher geht die zweite Startreihe in Führung als die Ampeln erlöschen. Ayrton Senna übernimmt im Lotus-Renault das Kommando vor Gerhard Berger im Benetton-BMW. Die beiden Außenseiter bleiben nicht lange vorne. Nach zehn Runden gibt Piquet den Ton an. Daraufhin entwickelt sich ein Fernduell zwischen Piquet und Rosberg. Die Führung wechselt je nachdem, wer gerade einen frischen Reifensatz an den Boxen abholt.

Alain Prost bleibt in Lauerstellung, während Nigel Mansell mit dem Geschehen an der Spitze nichts zu tun hat. Ab der 30. Runde beginnt der Economy-Run. Die Beteiligten fahren nur noch mit Blick auf die Benzinuhr. Piquet, der im Gegensatz zu den McLaren-Piloten zwei Mal Reifen wechselt, hat die größten Reserven. Prost ist kein Gegner für ihn. Doch Rosberg hält sich noch weitere acht Runden an der Spitze, bis der Brasilianer auch den zweiten McLaren einfängt.

Dramatik bis zur letzten Runde in Hockenheim

Als der Einlauf bereits fest zementiert scheint, kommt noch einmal Bewegung in das Geschehen. Aus dem Nichts hat sich Ayrton Senna an die McLaren herangepirscht. In der vorletzten Runde zieht er an Prost vorbei.

Im letzten Umlauf wird es dramatisch. Rosberg rollt in der Ostkurve ohne Sprit aus. Während Piquet und Senna abgewinkt werden, kommt Prost in Schlangenlinien ins Motodrom. 200 Meter vor dem Zielstrich bleibt sein McLaren stehen. Prost springt aus dem Cockpit und schiebt sein rotweißes Gefährt gegen alle Regeln, bis er die Sinnlosigkeit seines Tuns einsieht und mit einer hilflosen Handbewegung aufgibt. Er wird noch als Sechster gewertet.

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