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GP Deutschland 1988 am Hockenheimring

Regenkönig Senna bleibt unantastbar

1988 Hockenheim Foto: xpb 72 Bilder

Beim Start zum GP Deutschland 1988 liegt der Hockenheimring unter Wasser. Genau die richtigen Bedingungen für Regenkönig Ayrton Senna, der sich den Sieg nicht nehmen lässt. Zweiter wird sein schlecht gelaunter McLaren-Teamkollege Alain Prost.

18.07.2010 Michael Schmidt

Pole: Ayrton Senna (McLaren-Honda)    1.44,596 min

1. Ayrton Senna (McLaren-Honda)    1:32.54,188 h
2. Alain Prost (McLaren-Honda)    + 13,609 s
3. Gerhard Berger (Ferrari)    + 52,095 s

1988 ist das Jahr der lähmenden McLaren-Überlegenheit. 15 von 16 Grand Prix-Rennen gehen an die McLaren-Honda von Ayrton Senna und Alain Prost. Auch Hockenheim wird zur sicheren Beute der rotweißen Autos.

Prost kommt schlecht gelaunt ins Motodrom. Nachdem er beim Rennen zuvor in Silverstone bei strömendem Regen wegen eines unfahrbaren Autos aufgegeben hatte, eröffnet die französische Presse ein Sperrfeuer gegen ihren Star. Prost ist beleidigt und legt sich ein Redeverbot auf.

Piquet-Poker auf Slicks geht nicht auf

Auch in Hockenheim regnet es am Renntag. Nelson Piquet wagt vom fünften Startplatz aus das Unmögliche. In der Hoffnung, es würde abtrocknen, startet er auf nasser Piste mit Slicks. Bis zur Ostkurven-Schikane geht alles gut. Dann dreht sich der gelbe Lotus-Honda mitten im Feld. Da sind die ersten vier Fahrzeuge in der Reihenfolge Senna-Berger-Prost und Alboreto schon durch.

Alain Prost rehabilitiert sich mit einem astreinen Regenrennen für die Kritik. Seine Aufholjagd nach mäßigem Start bringt ihn noch auf Platz zwei vor. Regenkönig Senna bleibt jedoch unantastbar.

Berger mit zwei Schrecksekunden in Hockenheim

Gerhard Berger erlebt dafür zwei Schrecksekunden in 24 Stunden. Im Training muss er bei 325 km/h auf die Wiese ausweichen, weil ihn Eddie Cheever übersieht. Bergers Ferrari dreht wilde Pirouetten ohne irgendwo anzuschlagen. Doch der Österreicher weiß, dass solche Aktionen ganz anders enden können. So wie bei Didier Pironi 1982 mit einem Himmelfahrtskommando.

Im Rennen kommt es bei einem Überrundungsmanöver des Zakspeed von Piercarlo Ghinzani fast zu einer Doublette. Berger muss bei 300 km/h auf das vom Regen aufgeweichte Gras ausweichen, hält den Ferrari aber diesmal auf Kurs und wird am Ende noch Dritter. Das zählt angesichts der McLaren-Dominanz wie ein Sieg.

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