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GP Deutschland 1989 am Hockenheimring

Prost gegen Senna im Pech

1989 Hockenheim Foto: xpb 72 Bilder

In der Saison 1989 heißt das große Duell am Hockenheimring erneut Ayrton Senna gegen Alain Prost. Was zunächst nach einer klaren Angelegenheit für den Brasilianer aussieht, wird am Ende ein ziemlich glücklicher Sieg.

18.07.2010 Michael Schmidt

Pole: Ayrton Senna (McLaren-Honda)    1.42,300 min

1. Ayrton Senna (McLaren-Honda)    1:21.43,302 h
2. Alain Prost (McLaren-Honda)    + 18,151 s
3. Nigel Mansell (Ferrari)    + 1.23,254 min

1989 schauen deutschen Teilnehmer beim GP Deutschland nur zu. Zakspeed scheitert in Hockenheim an der Vorqualifikation. Bei 39 Teilnehmern müssen neun Fahrer abreisen, bevor es überhaupt zum offiziellen Training geht. Die für das 30er Feld gesetzten Rial-Piloten Christian Danner und Volker Weidler sind zu langsam für die 26 Startplätze.

Auf der Pole Position steht wieder einmal Ayrton Senna, fast eine Sekunde vor seinem zum Erzfeind mutierten Teamkollegen Alain Prost. Was nach dem Training nach einem Durchmarsch für Senna aussieht, wird im Rennen richtig spannend. Prost kann mithalten. Mehr als das: Der Franzose ist unter Rennbedingungen schneller als Senna.

Berger freut sich nur kurz über Platz eins

Den Start gewinnt zwar Gerhard Berger, doch die Freude über die freie Sicht an der Spitze des Feldes währt nur kurz. Vor der ersten Schikane sticht Senna vorbei, vor der zweiten Prost. Berger verabschiedet sich später mit einem Aufhängungsdefekt spektakulär aus dem Rennen.

Es ist nicht der einzige Crash an diesem Tag. Thierry Boutsen fliegt so vehement mit seinem Williams in die Leitplanken, dass er wegen Rückenschmerzen kurz in ärztliche Behandlung muss. Emanuele Pirro hat den Schreck seines Lebens, als er auf eine weiße Wand zurast, die wie ein großer Betonblock aussieht. Tatsächlich handelt es sich um eine Begrenzung aus Styropor. Der Benetton zerteilt das Hindernis in 1.000 Stücke.

Technik-Pech verhindert Prost-Sieg in Hockenheim

Dramen gibt es auch bei den Reifenwechseln der drei Top-Stars. Bei Nigel Mansell, Alain Prost und Ayrton Senna dauert die Prozedur deutlich länger als 10 Sekunden. So wechselt die Führung. Prost verliert zwar Zeit, weil im aufgebockten Zustand die Hinterräder wegen einer nicht sauber trennenden Kupplung durchdrehen, doch das ist nichts im Vergleich zu den 23 Sekunden, die Senna in den Boxen verbringt.

Bis drei Runden vor Schluss sieht Prost wie der sichere Sieger aus, auch wenn sich sein verhasster Teamkollege in den Rückspiegeln breitmacht. Dann bricht im McLaren des Franzosen der sechste Gang. Senna gewinnt am Hockenheimring, Prost wird Zweiter.

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