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GP Deutschland 1991 am Hockenheimring

Williams durchbricht Senna-Dominanz

1991 Hockenheim Foto: xpb 72 Bilder

Nach der Senna-Dominanz in den drei Vorjahren hat sich das Kräfteverhältnis 1991 am Hockenheimring gewandelt. Nun stellt Williams das schnellste Auto. Trotzdem steht erneut das Duell Ayrton Senna gegen Alain Prost im Mittelpunkt des GP Deutschlands.

18.07.2010 Michael Schmidt

Pole: Nigel Mansell (Williams-Renault)    1.37,087 min

1. Nigel Mansell (Williams-Renault)    1:19.29,661 h
2. Riccardo Patrese (Williams-Renault)    + 13,779 s
3. Jean Alesi (Ferrari) + 17,618 s

Zwei furchterregende Unfälle läuten 1991 die Tempobolzerei auf dem Hockenheimring ein. Für den einen gibt es nur wenige Augenzeugen: Ein paar Streckenposten und Andrea de Cesaris sehen, wie an Sennas McLaren bei Testfahrten vor dem Grand Prix bei 300 km/h der linke Hinterreifen platzt. Das Auto steigt meterhoch auf, überschlägt sich mehrmals in der Luft und zerschellt auf dem Asphalt. Senna wird kein Haar gekrümmt. Auch Erik Comas kommt im offiziellen Training bei einem 300 km/h-Salto mit Stichflamme mit einem blauen Auge davon.

Williams-Renault dominiert in Hockenheim

Die Verhältnisse haben sich in der Saison 1991 verschoben. Nach drei Jahren McLaren-Dominanz stellt plötzlich Williams-Renault das beste Paket. Nigel Mansell unterstreicht seine Herausfordererrolle gegen Titelverteidiger Ayrton Senna mit der Pole Position. Der Williams-Doppelsieg mit Mansell vor Riccardo Patrese ist nie in Gefahr.

Dahinter geht es hoch her. Senna duelliert sich 38 Runden lang mit seinem Erzfeind Prost. Nachdem er den Franzosen endgültig in den Notausgang der ersten Schikane abgedrängt hat, fallen böse Worte. "Beim nächsten Mal kann er nicht mit meiner Rücksicht rechnen", giftet Prost, der sich in Italien Kritik von Fiat-Manager Umberto Agnelli anhören muss.

Senna bleibt erneut ohne Sprit stehen

Indirekt sorgt Prost mit seinem unerbittlichen Duell dann aber doch für den Ausfall von Senna. Dem Brasilianer geht zum zweiten Mal in 14 Tagen der Sprit aus. Was bei Honda zu Krisensitzungen hinter verschlossenen Türen führt. Auf Sennas Display steht eine Null, was eigentlich heißt, dass er im Fahrplan ist und auf eine Fünfliter-Reserve zurückgreifen kann. 

Teamkollege Gerhard Berger erwischt es erst nach dem Zielstrich. Er wird noch als Vierter gewertet. Den taktischen Coup des Rennens liefert Jean Alesi. Der Ferrari-Pilot entscheidet sich als einziger aus dem Spitzenfeld für harte Reifen, fährt ohne Boxenstopp durch und wird Dritter.

Hockenheim einen Monat vor Schumacher-Debüt

Der einzige Deutsche Fahrer schaut zu. Michael Bartels kann seinen Lotus nicht qualifizieren. 28 Tage später feiert ein gewisser Michael Schumacher in Spa sein Formel 1-Debüt, und damit hat auch die deutsche Magerkost im GP-Zirkus ihr Ende. Als Mansell seinen Sieg in Hockenheim feiert, weilt Schumacher bei einem Formel 3000-Rennen im japanischen Sugo.

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