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GP Deutschland 1992 am Hockenheimring

Schumacher Dritter beim Hockenheim-Debüt

1992 Hockenheim Foto: xpb 72 Bilder

In der Saison 1992 beginnt die Ära-Schumacher auf den Hockenheimring. Bei seinem ersten Formel 1-Auftritt im Motodrom kommt Schumi auf Anhieb aufs Podium. Gegen die Williams ist aber auch der spätere Hockenheim-Rekordsieger machtlos.

18.07.2010 Michael Schmidt

Pole: Nigel Mansell (Williams-Renault)    1.37,960 min

1. Nigel Mansell (Williams-Renault)    1:18.22,032 h
2. Ayrton Senna (McLaren-Honda)    + 4,500 s
3. Michael Schumacher (Benetton-Ford)    + 34,462 s

Für den ersten Gala-Auftritt von Michael Schumacher macht sich der Hockenheimring schön. 7,4 Millionen Mark kosten die Umbauten an der Nordkurve, den Schikanen und dem Boxengebäude. Der Schumacher-Faktor zahlt zurück. 128.000 Fans strömen am Sonntag in die Arena. Insgesamt werden die Einnahmen auf 15 Millionen Mark taxiert. Endlich grassiert auch in der Autofahrernation das Formel 1-Fieber.

Computer lässt Williams-Piloten schweben

Die Zuschauer werden belohnt. Deutschlands neuer PS-Gott fährt bei seinem ersten Heim-Grand Prix aufs Treppchen. Nur gegen den angehenden Weltmeister Nigel Mansell und Ayrton Senna ist kein Kraut gewachsen.

Die Williams sind haushoch überlegen. Dank aktiver Aufhängung schweben Mansell und Patrese förmlich über den welligen Kurs. Kollege Computer hält den Williams FW14B aerodynamisch immer im optimalen Anströmungsfenster.

Mansell schnappt sich Patrese

Patrese liegt nur zwei Kilometer an der Spitze. Mansell kommt mühsam aus den Startlöchern, weil er direkt von ersten in den dritten Gang schaltet. Beim Anbremsen der ersten Schikane stellt die Nummer eins von Williams die von ihm beanspruchte Hackordnung wieder her. Mansell gibt die Führung nur bei seinem Reifenwechsel ab, der früher als geplant stattfindet, weil eine Warnleuchte im Cockpit einen schleichenden Plattfuß ankündigt.

Frisch bereift muss Mansell an Senna vorbei. Wie üblich geht es bei dieser Konstellation nur mit Herzklopfen ab. Der erste Versuch von Mansell endet in einer Auslaufzone. Im zweiten klappt es. Patrese fällt durch seinen Reifenstopp auf Platz vier hinter Schumacher zurück. Der Benetton-Pilot wehrt sich nach allen Regeln der Kunst gegen den schnelleren Williams. Erst in der 33. Runde kann Patrese das Hindernis knacken.

Patrese scheidet aus - Schumacher erbt Rang drei

Sofort wirft er sich auf Senna, der dank seines Erfahrungsvorsprungs gegenüber dem Jungspund Schumacher noch mehr Tricks auspacken kann. In der letzten Runde geht Patrese bei der Anfahrt zum Motodrom volles Risiko. Der Versuch endet im Gras, weil der Italiener auf der schmutzigen Spur bremsen muss.

Das Volk johlt, als kurz darauf Schumacher den dritten Platz erbt. Es ist der erste Podestplatz eines Deutschen in Hockenheim seit Hans-Joachim Stucks Husarenritt aus dem Jahr 1977.

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