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GP Deutschland 1993 am Hockenheimring

Letzter Grand Prix-Sieg für Alain Prost

1993 Hockenheim Foto: xpb 72 Bilder

1993 feiert Alain Prost in Hockenheim den 51. Sieg seiner Karriere. Der letzte Formel 1-Erfolg des "Professors" war hart erkämpft. Weder Erzfeind Ayrton Senna noch eine Durchfahrtsstrafe konnten den Williams-Piloten stoppen.

18.07.2010 Michael Schmidt

Pole: Alain Prost (Williams-Renault)    1.38,748 min

1. Alain Prost (Williams-Renault)    1:18,40,885 h
2. Michael Schumacher (Benetton-Ford)    + 16,664 s
3. Mark Blundell (Ligier-Renault)    + 59,349 s

Williams-Renault fährt 1993 in Hockenheim in einer Klasse für sich. Die erste Startreihe mit Alain Prost und Damon Hill ist schon vor der Veranstaltung in Stein gemeißelt. Bei den Ford-Teams dahinter gibt es Zoff. Ford-Partner Nummer eins Benetton ist sauer, dass Kunde McLaren den Serie 8-Motor einen Tag früher erhält. Michael Schumacher revanchiert sich damit, dass er Senna in der Qualifikation um die Winzigkeit von 0,036 Sekunden abhängt.

Gerhard Berger spielt wieder mal den Test-Dummy für die aktive Aufhängung an seinem Ferrari F93A. Der Österreicher fliegt in der dritten Schikane böse ab. Das ist nur der Auftakt für einen noch spektakuläreren Crash im Warm-up. Es regnet, als eine Gruppe mit Senna, Prost und Dereck Warwick auf den langsam dahinrollenden Lola des Italieners Luca Badoer aufläuft.

Warwick übersieht als Dritter im Bunde das Hindernis, rasiert an seinem Arrows rechts beide Räder ab, dreht sich auf den Kopf und surft so mit Karacho ins Kiesbett der dritten Schikane. Aufatmen, dass er sich bei dem Sturzflug nur die Nackenmuskeln gezerrt hat. Prost wirkt bleich: "Das war die Kopie meines Unfalls 1982 mit Didier Pironi."

Senna vs. Prost bei 330 km/h

Wie so oft in dieser Saison verschläft der Professor seinen Start. Teamkollege Hill sticht mit Schumacher im Nacken Richtung Wald. Prost liefert sich bei 330 km/h einen Kopf-an-Kopfrennen mit Senna. Diesmal geht der spätere Weltmeister als Sieger hervor. Er kann nach einem kurzen Abstecher durch die Wiese weiterfahren.

Der störrische Senna dreht sich und muss das ganze Feld passieren lassen. Der Brasilianer kämpft sich noch bis auf Platz vier vor. Für Prost ist der Nervenkitzel noch nicht vorbei. Er muss in der Ostkurven-Schikane dem sich drehenden Ligier von Martin Brundle durch den Notausgang ausweichen. Prost und Brundle bekommen eine Stop-and-Go-Strafe verpasst. Prost schäumt: "Ein Skandal. Ich wollte nur einen Unfall vermeiden."

Ausgleichende Gerechtigkeit hilft Prost zum Sieg

Vom sechsten Platz aus startet er eine Aufholjagd, die 13 Sekunden hinter Hill endet. Dann gibt es ausgleichende Gerechtigkeit. Hill vermeldet über Funk einen schleichenden Plattfuß links hinten. Der Engländer dreht sich in der Boxeneinfahrt mit zerfetztem Hinterreifen von der Strecke. Prost staubt einen Sieg ab, den man ihm gestohlen hat. Es ist der 51. und letzte seiner Karriere. Schumacher wird mit einem unsauber klingenden Ford V8 Zweiter.

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