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GP Deutschland 1994 am Hockenheimring

Berger beendet Ferrari-Flaute

1994 Hockenheim Foto: xpb 72 Bilder

Nach 58 sieglosen Rennen darf Ferrari 1994 in Hockenheim wieder jubeln. Gerhard Berger sorgt für Partystimmung bei der Scuderia. Nach Schumachers Ausfall und der Tankpanne bei Jos Verstappen ist bei Benetton dagegen Feuer unterm Dach.

18.07.2010 Michael Schmidt

Pole: Gerhard Berger (Ferrari)    1.43,582 min

1. Gerhard Berger (Ferrari)    1:22.37,272 h
2. Olivier Panis (Ligier-Renault)    + 54,779 s
3. Eric Bernard (Ligier-Renault)    + 1.05,042 min

Michael Schumacher fährt 1994 auf WM-Kurs, doch der Rheinländer kommt mit einem Skandal im Gepäck nach Hockenheim. Er hat in Silverstone, beim Rennen zuvor, die schwarze Flagge missachtet. Die drohende Sperre wird auf den September verlegt, um den Deutschen nicht ihren Superstar beim Heimspiel wegzunehmen.

Um Schumachers Benetton B194-Ford ranken sich am Rande des GP Deutschlands böse Gerüchte. Illegale Startautomatik, versteckte Traktionskontrolle, ein biegsamer Unterboden, schimpft die Konkurrenz. Die Bild-Zeitung kreiert den Begriff "Schummel-Schumi".

Ferrari im Training vor Hill und Schumacher

Im Training sind Schumacher und sein WM-Rivale Damon Hill nur Nebendarsteller. Sie teilen sich die zweite Startreihe. Ferrari besetzt mit Gerhard Berger und Jean Alesi die Plätze an der Sonne.

Heinz-Harald Frentzen startet mit seinem Sauber-Mercedes an neunter Stelle in punkteverdächtiger Position. Er kommt im Rennen nur eine Kurve weit. Mika Häkkinen räumt mit einer Wahnsinnsaktion beim Start sieben Fahrzeuge ab. Der Finne wird von der FIA für den darauffolgenden GP Ungarn gesperrt.

Williams chancenlos in Hockenheim

Während das auf 14 Fahrzeuge dezimierte Feld mit Gerhard Berger an der Spitze die zweite Runde aufnimmt, parken die beiden Williams an der Box. David Coulthard lässt den im Startgetümmel beschädigten Frontflügel tauschen. Damon Hill muss nach einem Gerangel mit Frühstarter Ukyo Katayama zum Service.

Seiner härtesten Gegner entledigt wirft sich Schumacher auf Bergers Ferrari. Weil er nicht vorbeikommt, versucht es Benetton mit Taktik. Schumacher soll zwei Mal Reifen wechseln. Der Plan löst sich bald in Rauch auf. Der Ford V8 explodiert in der 22. Runde.

Flammenwand in der Benetton-Box

Es ist nicht das einzige Drama in der Benetton-Box. Als Jos Verstappen seinen Tank füllen lässt, entweicht durch ein defektes Ventil Benzin, das sich im Handumdrehen am heißen Auspuff entzündet. Der Benetton des Holländers steht in einer Flammenwand. Verstappen rettet sich durch einen Hechtsprung in die Garage. Die Mechaniker flüchten.

Der Brand ist schnell gelöscht. Zurück bleiben ein paar Leichtverletzte mit Verbrennungen. Später stellt sich heraus, dass Benetton unerlaubterweise einen Filter im Tanksystem entfernt hat, um schneller tanken zu können. Weitere Munition für die Benetton-Kritiker.

Berger gewinnt GP Deutschland 1994

Berger fährt den Grand Prix vor dem Ligier-Duo Olivier Panis und Eric Bernard sicher nach Hause. Nach 58 sieglosen Rennen darf die Scuderia endlich mal wieder feiern.

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