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GP Deutschland 1996 am Hockenheimring

Berger-Sieg löst sich in Rauch auf

1996 Hockenheim Foto: xpb 72 Bilder

Gerhard Berger sieht 1996 in Hockenheim schon wie der sichere Sieger aus. Doch in der vorletzten Runde platzen sowohl der Renault-Motor als auch die Siegträume des Österreichers. Williams-Pilot Damon Hill staubt glücklich ab.

18.07.2010 Michael Schmidt

Pole: Damon Hill (Williams-Renault)    1.43,912 min

1. Damon Hill (Williams-Renault)    1:21.43,417 h
2. Jean Alesi (Benetton-Renault)    + 11,452 s
3. Jacques Villeneuve (Williams-Renault)    + 33,926 s

In der Saison 1996 geht Michael Schumacher erstmals in einem roten Overall in Hockenheim an den Start. Im ersten Ferrari-Jahr muss er kleinere Brötchen backen. Nach drei Ausfällen in Folge ruft ihm die Bild-Zeitung zu: "Schumi, steig aus dieser roten Gurke aus."

Auch beim WM-Führenden Damon Hill ist Feuer unterm Dach. Meldungen kursieren, dass Williams seinen Titelaspiranten am Ende des Jahres an die Luft setzen wird. Heinz-Harald Frentzen soll neuer Teamkollege von Jacques Villeneuve werden. Damon Hill wischt die Gerüchte beiseite, spricht von einer Fortsetzung der Ehe. Frank Williams schweigt.

Bombendrohung vor dem Start in Hockenheim

Hill liefert postwendend als Nachweis seiner Qualitäten die Pole Position ab. Gerhard Berger deutet mit Startplatz zwei an, dass Benetton zu den Siegkandidaten zählt. Schumacher macht den Fans mit dem dritten Startplatz Hoffnung. Ein Minardi-Protest gegen Hill und eine Bombendrohung vor dem Start ändern weder etwas am Zeitplan noch an der Startaufstellung.

Berger geht mit seinem Teamkollegen Jean Alesi im Schlepptau sofort in Führung. Hill liegt in Lauerstellung, und Schumacher schlägt sich mit McLaren-Pilot David Coulthard und Williams-Neuzugang Jacques Villeneuve um Platz vier. Weil Hill an den beiden Benetton nicht vorbeikommt, beschließt Williams, den Gegner mit zwei Stopps auszutricksen.

Hill kommt nicht an Berger vorbei

Sein früher, daher kürzerer Tankstopp bringt ihn tatsächlich an den Benetton vorbei, aber er muss jetzt ein Polster für den zweiten Service an der Tankstelle herausfahren. Als Hill in der 34. Runde die Boxen ansteuert, hat er nur 14 Sekunden Vorsprung auf Berger. Zu wenig, um die Spitze zu halten. Mit 3,2 Sekunden Rückstand auf Berger biegt Hill wieder auf die Strecke ein.

Berger hält seinen Verfolger klug in Schach. Auf der Geraden ist der Benetton gleich schnell wie der Williams, auf der Bremse besser. Und in den Kurven kann Hill nicht überholen. Das Schicksal entscheidet den Zweikampf. In der vorletzten Runde geht Bergers Renault-Zehnzylinder zu Bruch.

Schumacher wird auf Rang vier gefeiert

Der Österreicher kommt als Autostopper auf dem Seitenkasten des Zweitplatzierten Jean Alesi ins Motodrom zurück. Dort erlebt er, wie Schumacher für seinen vierten Platz gefeiert wird. Die drei Punkte sind nach wochenlangem Spott und Hohn für Ferrari ein kleiner Hoffnungsschimmer.

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