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GP Deutschland 2001 am Hockenheimring

Sieg für Schumacher, Ralf Schumacher

2001 Hockenheim Foto: xpb 72 Bilder

In der Saison 2001 steht der Name Schumacher in der Siegerliste von Hockenheim wieder ganz vorne. Allerdings ist nicht Michael Schumacher der Gewinner, sondern Bruder Ralf. Dank BMW-Power ist der Williams-Pilot nicht zu schlagen.

18.07.2010 Michael Schmidt

Pole: Juan Pablo Montoya (Williams-BMW)    1.38,117 min

1. Ralf Schumacher (Williams-BMW)    1:18.17,873 h
2. Rubens Barrichello (Ferrari)    + 46,117 s
3. Jacques Villeneuve (BAR-Honda)    + 1.02,806 min

"Sieg für Schumacher" titeln am Montag nach dem GP Deutschland die Zeitungen. Doch es ist der falsche. Ralf Schumacher schließt seine Einmannshow im Williams-BMW mit 46 Sekunden Vorsprung auf Rubens Barrichello ab. Sein Bruder verfolgt den Großteil des Rennens von einem Beobachtungsposten im Wald.

Schumacher strandet zwei Mal

Bis dahin war es ein aufregender Nachmittag für Schumi I. Der Titelverteidiger kann beim Start keinen Gang einlegen. Als er ohne Antrieb dahinrollt, wird er von Luciano Burti im Prost-Peugeot gerammt. Der Brasilianer legt einen fotogenen Sturzflug ohne Folgen hin. Er ist beim Neustart wieder dabei.

Schumacher kann von Glück reden, dass sein Heimrennen neu gestartet wird. Er wäre sonst zum zweiten Mal in Folge nur ein paar Meter weit gekommen. Doch auch das Ersatzauto bringt ihm kein Glück. In der 24. Runde streikt die Benzinpumpe. Es wird der letzte Ausfall des Rekordweltmeisters bis zum GP Brasilien 2003 sein.

Williams dank BMW-Power nicht zu schlagen

Die Williams sind dank der überlegenen Power ihres BMW-Motors nicht zu schlagen. Juan Pablo Montoya führt bis zu seinem Tankstopp in der 22. Runde. Dort steht er fast 30 Sekunden, weil kein Benzin fließen will. Der BMW-Zehnzylinder verträgt die lange Standzeit nicht und verabschiedet sich drei Runden später mit einer stattlichen Rauchwolke.

Der Sieg für Ralf Schumacher ist dann nur noch Formsache. Für McLaren-Mercedes wird die PS-Schlacht von Hockenheim zum Waterloo. Mika Häkkinen und David Coulthard stranden mit Motorschäden. Da ist auch dem letzten Optimisten im Team klar, dass der WM-Zug abgefahren ist. Schumacher kommt kampflos seinem vierten Titel einen großen Schritt näher. Er wird zwei Wochen später in Budapest den Sack endgültig zumachen.

Hockenheim-Fans pfeifen auf Jordan

Heinz-Harald Frentzen verfolgt den ganzen GP Deutschland als Zuschauer. Eddie Jordan hat ihn aus dubiosen Gründen vorher entlassen. Für den irischen Teamchef wird Hockenheim zum Spießrutenlauf. Jeder Auftritt der gelben Autos wird mit einem gellenden Pfeifkonzert quittiert.

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