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GP Deutschland 2006 am Hockenheimring

Schumachers letzter Sieg im Motodrom

2006 Hockenheim Foto: xpb 72 Bilder

In der Saison 2006 geht Michael Schumacher zum vorerst letzten Mal in Hockenheim an den Start. Zur Freude seiner Fans gewinnt der Ferrari-Star das Rennen auch noch. Allerdings wurde Konkurrent Renault durch einen Regel-Streit eingebremst.

18.07.2010 Michael Schmidt

Pole: Kimi Räikkönen (McLaren-Mercedes)    1.14,070 min.

1. Michael Schumacher (Ferrari)    1:27.51,693 h
2. Felipe Massa (Ferrari)    + 0,720 s
3. Kimi Räikkönen (McLaren-Mercedes)    + 13,206 s

Michael Schumacher verabschiedet sich 2006 mit einem Sieg von seinen Fans in Hockenheim. Es ist der vorerst letzte Auftritt des Meisters im Motodrom. Einen Monat später wird er seinen Rücktritt erklären, und keiner kann wissen, dass der erfolgreichste Formel 1-Pilot aller Zeiten 2010 ein Comeback in Angriff nehmen wird.

Massedämpfer-Streit in Hockenheim

Die Schlagzeilen im Vorfeld des GP Deutschland werden durch einen Streit um ein Technikdetail bestimmt, das Renault erfunden hat und seit dem GP Brasilien 2005 einsetzt. Der sogenannte Massedämpfer beruhigt die Schwingungen des Autos beim Ein- und Ausfedern. Das kommt natürlich der Aerodynamik entgegen, weil sich das Auto weniger stark bewegt. Ferrari bekommt Wind davon und baut den Trick nach.

Die Kopie ist allerdings weniger effizient als das Original. McLaren legt gegen das Prinzip mit der Begründung Protest ein, es würde sich um ein bewegliches aerodynamisches Hilfsmittel handeln. Ferrari legt sich nicht groß quer, weil man weiß, dass ein Verbot Renault mehr schadet als sich selbst.

Renault chancenlos gegen Ferrari

Die FIA erklärt die an einer Feder oszillierende Masse, die Renault an beiden Achsen einsetzt, für illegal. Die Sportkommissare dagegen erlauben Renault den Start mit dem System. Es ist eine groteske Situation. Renault dürfte mit Massedämpfer fahren, traut sich aber nicht, weil die FIA gegen das Urteil ihrer eigenen Kommissare in Berufung geht. Würde Renault mit Massedämpfer starten und die FIA später das Verfahren gewinnen, gäbe es null Punkte für Alonso und Fisichella. Dann lieber einen technischen Vorteil herschenken solange bis Klarheit herrscht.

Prompt fahren die Renault hinterher. Die Autos sind ohne das gewohnte Hilfsmittel nur schwer auszubalancieren. Fernando Alonso und Giancarlo Fisichella belegen chancenlos die Plätze fünf und sechs. Da tut der Ferrari-Doppelsieg mit Michael Schumacher und Felipe Massa an der Spitze doppelt weh.

Spektakuläre Startrunde in Hockenheim

Die erste Runde verläuft turbulent. Jacques Villeneuve rempelt seinen BMW-Kollegen Nick Heidfeld an. Ralf Schumacher tunnelt David Coulthard und lässt den Red Bull aufsteigen wie einen Drachen. Nico Rosberg kreiselt ins Motodrom. Kimi Räikkönen ist für die Ferrari nur solange ein Gegner, bis klar wird, dass der Pole-Mann beim Start wesentlich weniger Sprit im Tank hat. Villeneuve segelt in der Zielkurve in die Wand. Das besiegelt die Entlassung des Kanadiers.

Auch Hockenheim verabschiedet sich. Für ein Jahr. Wegen finanzieller Probleme beschließen der Nürburgring und der Hockenheimring die immer teurer werdende Formel 1 fortan zwischen beiden Schauplätzen alternieren zu lassen.

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