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GP Deutschland 2008 am Hockenheimring

Hamilton macht es spannend

2008 Hockenheim Foto: xpb 72 Bilder

2008 sieht Lewis Hamilton beim GP Deutschland in Hockenheim schon wie der Sieger aus. Eine Safety-Car-Phase bringt allerdings mehr Spannung als dem Engländer recht ist. Aus dem Mittelfeld werden einige Piloten nach vorne gespült.

18.07.2010 Michael Schmidt

Pole: Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes)    1.15,666 min.

1. Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes)    1:31.20,874 h
2. Nelson Piquet junior (Renault)    + 5,586 s
3. Felipe Massa (Ferrari)    + 9,339 s

2008 gibt es ein völlig neues Hockenheim-Gefühl. Zum ersten Mal seit 1992 steht beim GP Deutschland kein Schumacher am Start. Michael ist in Rente, Ralf fährt mittlerweile DTM. Trotzdem ist die deutsche Fraktion stark wie nie. Mit Sebastian Vettel, Timo Glock, Nick Heidfeld, Nico Rosberg und Adrian Sutil vertreten gleich fünf Fahrer die deutschen Farben.

Für den Sieg kommt keiner in Frage. Den holt sich Lewis Hamilton. Der Trainingsschnellste kommt allerdings unverhofft in Bedrängnis. In der 36. Runde bringt ein schwerer Unfall von Timo Glock Farbe in das bis dahin eintönige Spiel. Der Toyota rauscht nach einem Aufhängungsbruch rückwärts in die Boxenmauer.

Safety-Car bringt Würze ins Spiel

Die unsinnige Safety-Car-Regel, wonach die Boxengasse für Tankstopps geschlossen bleibt, bis das Feld hinter dem Safety-Car aufgereiht ist, spült Nelson Piquet junior aus den Niederungen des Feldes auf Platz drei vor. Er hat zufällig kurz vor Glocks Unfall getankt und ist bis zum Rennende mit Sprit versorgt. Alle die nach Öffnung der Boxengasse notgedrungen an die Tankstelle müssen, fallen hinter den Brasilianer.

Lewis Hamilton und Nick Heidfeld verzichten aufs Tanken. Bei Hamilton stößt das auf Unverständnis, denn er muss später bei Rennbedingungen noch einmal Sprit ausfassen, was ihn die Führung kosten wird. Heidfeld pokert. Er wird von Rang 13 auf Platz zwei vorgespült. Das Risiko eines späteren Stopps unter Grün kann er eingehen.

Hamilton mit Mühe zum Hockenheim-Sieg

In der 50. Runde wickelt Hamilton seinen Tankstopp ab. Der McLaren-Pilot fällt auf Rang fünf zurück. Nachdem auch Heidfeld seine Tankfüllung aufgefrischt hat, liegt plötzlich Piquet in Führung. Der Renault-Pilot macht das Beste daraus. Nur der stürmisch attackierende Hamilton kommt noch an Nelsinho vorbei. Felipe Massa in Ferrari beißt sich die Zähne aus.

Renault-Teamchef Flavio Briatore reist trotz Piquets zweitem Platz verärgert ab. Er hat seiner Nummer zwei Minuten vor dem Start eine Option auf den Tisch geknallt, in der Piquet akzeptieren muss, dass die Entscheidung über seine Zukunft auf Ende September vertagt wird. Jedes gute Resultat von ihm ist Gift für Briatores Verhandlungsposition.

Heidfeld als Vierter bester Deutscher

Übrigens, auch für Heidfeld lohnte sich der Safety-Car-Poker. Der BMW-Pilot wird als Vierter bester Deutscher. Der Star aus deutscher Sicht ist aber Sebastian Vettel. Nachdem er mit seinem Toro Rosso Fernando Alonso bezwungen hat, belohnt er sich mit einem WM-Punkt. "Ohne Glocks Unfall wäre ich Sechster geworden", hadert der junge Mann aus Heppenheim.

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