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Rückblick: GP Deutschland 2010 am Hockenheimring

Ferrari sorgt für Stallregie-Skandal

Massa und Alonso Foto: xpb 72 Bilder

2010 wird Sieger Fernando Alonso auf dem Podium von Hockenheim ausgebuht. Erinnern Sie sich noch, warum die Fans beim GP Deutschland sauer auf den Spanier und sein Ferrari-Team waren? Wir lassen das Skandalrennen noch einmal Revue passieren.

07.07.2012 Michael Schmidt

Pole: Sebastian Vettel (Red Bull-Renault)        1.13.791 min

1. Fernando Alonso (Ferrari)        1:27.38,864 h
2. Felipe Massa (Ferrari)    + 4,196 s
3. Sebastian Vettel (Red Bull-Renault)  + 5,121 s

Bei der Zieldurchfahrt und der Siegesehrung gibt es Pfiffe im Motodrom. Der Doppelsieg von Ferrari ist umstritten, weil die Reihenfolge vom Kommandostand bestimmt wird. Felipe Massa hat den besseren Start, aber er darf nicht gewinnen. Ferrari spielt Fernando Alonso auf die Karte WM-Titel.

Im ersten Turn mit den weichen reifen hat Massa keine Mühe, seinen Teamkollegen zu kontrollieren. Doch dann ist der harte Gummi dran, und da hat der Brasilianer seine Probleme. Er braucht zu lange, bis die Bridgestone-Walzen auf Betriebstemperatur sind. Prompt hängt ihm Alonso nach dem Boxenstopp formatfüllend im Rückspiegel.

Alonso fordert Stallregie in Hockenheim

Der Spanier startet mehrere Angriffe, blitzt aber immer wieder ab. Einmal berühren sich die beiden Ferrari um ein Haar. "Lächerlich", tönt es aus Alonsos Funk. Er erinnert seinen Renningenieur Andrea Stella immer häufiger, dass er schneller ist als Massa. Dessen Renningenieur Rob Smedley gibt die Nachricht lustlos an Massa weiter.

Nach zwei Mal Weghören macht Ferraris Nummer zwei brav Platz. Das Volk tobt. Schon wieder Stallregie, so wie am A1-Ring 2001 und 2002. Vor zwei Jahren ist Stallregie noch verboten. Die FIA leitet nach dem Rennen eine Untersuchung ein. Ferrari muss 100.000 Dollar Strafe zahlen. Danach wird vereinbart, dass die Regie von der Box unter bestimmten Umständen eingreifen darf. Wenn es den sportlichen Ablauf nicht allzu sehr schädigt.

Deutsche Piloten fahren beim Heimspiel hinterher

Ferrari beherrscht den GP Deutschland. Der Trainingsschnellste Sebastian Vettel verliert das Rennen schon beim Start. Er will Alonso abblocken und übersieht dabei Massa. Vettel wird Dritter. Mercedes spielt nur eine Nebenrolle. Von den Startplätzen 9 und 11 fahren Nico Rosberg und Michael Schumacher auf die Ränge acht und neun. Ein neuer Diffusor wird von den Auspuffgase weichgekocht. Der neue Heckflügel funktioniert nicht wie gewünscht.

Nico Hülkenberg kann den zehnten Startplatz nicht in WM-Punkte ummünzen. "Zu viel Untersteuern, zu viel Bremsprobleme", klagt der damalige Williams-Pilot. Adrian Sutil geht ebenfalls leer aus. Er beschwert sich, dass ihn Teamkollege Vitantonio Liuzzi in der Anfangsphase abgedrängt hat. Beide sind bei der 2012er Ausgabe des Grand Prix in Hockenheim nicht mehr dabei.

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