"Wir sind noch nicht ganz am Ziel, aber nahe dran", sagte Karl-Josef Schmidt, der Geschäftsführer Finanzen der Hockenheimring GmbH, am Dienstag (22.9.). "Wir gehen alle davon aus, dass die Formel 1 nächstes Jahr hier fährt. Wir müssen aber mit der Entscheidung auf nächste Woche vertrösten."
GP Deutschland 2010: Termin steht
Der Internationale Automobil-Verband FIA hatte am Montag auf seinem vorläufigen, 19 Rennen umfassenden WM-Kalender den Großen Preis von Deutschland für den 25. Juli 2010 angekündigt. Wie bei allen anderen Grand Prix fehlte aber der Austragungsort.
Die Stadt Hockenheim als größter Anteilseigner und die Verantwortlichen der Hockenheimring GmbH hatten wegen des erwarteten Millionen-Defizits mehrfach erklärt, dass sie den Formel-1-Lauf ohne finanzielle Unterstützung des Landes und der Wirtschaft nicht mehr veranstalten könnten. Ohne Hilfe dürfte sich das Minus auf fünf bis sechs Millionen Euro belaufen.
Konzept wird noch geprüft
"Wir reden mit der Landesregierung", sagte Schmidt. Der baden-württembergische Ministerpräsident Günther Oettinger hatte der Rhein-Neckar-Zeitung (22.9.) erklärt, der CDU-Landtagsfraktion liege ein Konzept vor, das geprüft werde. "Und das wird noch ein oder zwei Wochen dauern. Die Demokratie braucht halt ihre Zeit", sagte der Regierungschef.
Die Zukunft der Formel 1 auf dem Hockenheimring hänge nicht nur vom Land, sondern auch von der Metropolregion Rhein-Neckar ab. Laut Oettinger gibt es "leise Angebote" aus der regionalen Wirtschaft für eine Unterstützung.





